Die erste Auflage der Make-to-Order (MTO) Days am 9. und 10. Juni in Stuttgart hat aus Sicht des Verbands der Deutschen Drehteile-Industrie ihr Ziel erreicht: eine fokussierte Plattform für die auftragsbezogene Fertigung zu schaffen. Der Verband hatte das Messekonzept im Vorfeld aktiv mitentwickelt und war mit rund 40 ausstellenden Mitgliedsunternehmen vertreten.
184 Aussteller und etwa 1.400 Fachbesucher: Die MTO Days setzte bei ihrer Premiere bewusst auf Qualität statt Größe. Dieses Konzept bestätigen auch die Rückmeldungen der Mitglieder des Verbands der Deutschen Drehteile-Industrie. Sie heben insbesondere die klare Fokussierung auf die auftragsbezogene Fertigung hervor. „Viele Besucher kamen mit konkreten Projekten, Zeichnungen oder Musterteilen und suchten gezielt den Austausch mit geeigneten Fertigungspartnern“, berichtet beispielsweise Stefan W. Schauerte, Geschäftsführer der Wilhelm Schauerte GmbH & Co. KG. Sein Unternehmen gehört zu den 40 Ausstellern, die vom Verband teilnahmen.
Auch andere Verbandsmitglieder ziehen eine positive Bilanz. Sie erhielten Anfragen aus dem Werkzeugbau sowie aus Automotive, Maschinenbau, Medizin- und Elektrotechnik. Zudem registrierten sie teilweise eine starke Nachfrage nach Kleinserien. Einstimmig heben die befragten Hersteller die hohe Qualität der Fachgespräche hervor. Diese waren stark von aktuellen Branchenthemen geprägt. Im Mittelpunkt standen neben dem anhaltenden Preisdruck vor allem Lieferzeiten, Materialverfügbarkeit, Losgrößen sowie die langfristige Versorgungssicherheit und Zuverlässigkeit von Lieferanten. Gleichzeitig zeigte sich, dass auch neue Materialanforderungen, etwa bei bleiarmen Messinglegierungen, zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Für den Verband der Deutschen Drehteile-Industrie beweist die Premiere der Make-to-Order Days, dass spezialisierte Formate mit klar definierten Zielgruppen einen echten Mehrwert für die Auftragsfertigung schaffen können. „Neben den Geschäftsanbahnungen hat sich die Messe auch als wichtiger Branchentreff erwiesen, an dem die Leistungsfähigkeit der deutschen und europäischen Drehteileindustrie sichtbar wird“, sagt Verbandsgeschäftsführer Werner Liebmann. Gerade für Einkäufer biete das fokussierte Konzept die Möglichkeit, mit geringem Aufwand zahlreiche qualifizierte Lieferanten kennenzulernen.
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