Technologietag bei SAMAG

Anlässlich ihres Technologietages präsentierte die Samag eine schlüsselfertige Fertigungsanlage inklusive aller erforderlichen Arbeitsgänge.

356
Den Besuchern des Technologietages Turnkey bei Samag wurde die komplette Fertigungslinie mit vier MFZ-Maschinen vorgestellt, die für die Herstellung eines Bremssattels entwickelt wurde.

Vom 19. bis zum 21. Februar öffnete die Samag Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH in Saalfeld ihre Türen und lud Schlüsselkunden zum Technologietag. Die mehr als 60 Gäste hatten an jedem der drei aufeinanderfolgenden Tage die Möglichkeit, Details über das Anlagenkonzept sowie die Werkzeuge zu erfahren.

Außerdem konnten sie einen Blick hinter die Kulissen werfen und Technologie und Werkzeuge in Aktion sehen – sowohl am Hauptstandort Saalfeld als auch im 25 Kilometer entfernten Oppburg. Hier hat der Maschinenbauer seit Sommer 2018 eine zusätzliche Fertigungshalle angemietet. „Auf Grund der guten Auftragslage war eine Kapazitätserweiterung nötig. Außerdem haben wir in Oppburg die Möglichkeit, große Automationslinien zu präsentieren“, sagt Wolfram Schubotz, Sales Director Maschinenbau.

Die Besucher waren Vertreter namhafter Zulieferer und OEM aus Tschechien, den Niederlanden, Belgien, Spanien, Slowenien und Deutschland. Ihnen wurde die komplette Fertigungslinie mit vier MFZ-Maschinen vorgestellt, die für die Herstellung eines Bremssattels entwickelt wurde. Die Automation des Samag-Partners Symacon GmbH verbindet die zweispindeligen Bearbeitungszentren MFZ 7.2 mit allen erforderlichen Arbeitsgängen wie Entgraten und Waschen sowie mit der Koordinaten-Messmaschine (CMM) zu einer schlüsselfertigen Lösung.

Mit den vier Baugrößen MFZ 5, MFZ 7, MFZ 8 und MFZ 9 und Dank des modularen Baukastenprinzips sind insgesamt 74 verschiedene System-Varianten möglich. Das heißt: Mit dem modularen Baukastensystem Fit 2 Part von Samag ist grundsätzlich eine Anpassung des Bearbeitungszentrums an das Werkstück möglich. „Das ist der durchgängigste Baukasten auf dem Markt. Samag ist damit bestens aufgestellt, um schlüsselfertige Projekte zu realisieren. Dabei ist es möglich, die Anlagen je nach Kundenanforderung passgenau und individuell auszulegen“, erklärt Schubotz.

Die Bremssattel-Linie für den chinesischen Kunden wurde im Rahmen eines 13-monatigen Projektes konzipiert. Die Gesamtabnahme durch den asiatischen Nutzfahrzeughersteller soll direkt in Oppburg erfolgen, anschließend wird die Technik versendet.

Dass die Fertigungslinie, die zur Herstellung des Bremssattels entwickelt wurde, die Saalfelder Maschinenbauer durchaus vor Herausforderungen stellte, beschreibt Samag- Projektingenieur Conrad Kirste: „Unser Kunde forderte stabile Prozesse in einem Temperaturfenster von 5°C bis 40°C und das bei einer Toleranzeinhaltung von 16 Mikrometer.

Um dies gewährleisten zu können, haben wir uns entschieden, zusätzliche Klimammaßnahmen in die Automatisierungsanlage einzubeziehen.“ Eine weitere Herausforderung für die Umsetzung waren die Bauteilkonturen. Der zu fertigende Bremssattel ist sehr komplex, sodass der Einsatz von Winkelbohrköpfen und sehr langen Werkzeugen mit Schwingungsdämpfung zur Fertigbearbeitung in einer Operation mit dem Kunden abgestimmt wurde.

„Durch das Automationsteam, welches aus Experten von Samag und dem jeweiligen Automationspartner besteht, ist es uns möglich, unterschiedlichste und sehr komplexe durchgängige Fertigungslinien mit dem Fokus auf die Kundenbedürfnisse zu konzipieren“, so Wolfram Schubotz. Das umgesetzte Großprojekt für den asiatischen Markt ist ein Beleg dafür.

Kontakt:

www.samag.de