Drückentgraten mit neuer Wälzfräsmaschine LCH 180 two

Liebherr hat eine Wälzfräsmaschine entwickelt, die mit einer Mehr-Schnitt-Strategie mit Drückentgraten arbeitet. Das kontinuierliche Laden und das Drückentgraten erfolgen hauptzeitparallel.

1999

Auf zwei jeweils um 180 Grad schwenkenden, gut zugänglichen Maschinentischen laufen im Wechsel die einzelnen Bearbeitungsschritte ab: Schruppen in zwei Phasen, Drücken und Schlichten. Nachdem der Rohling eingeschleust und gespannt ist, wird umgeschwenkt und der erste Schnitt der Zähne erfolgt auf Tisch 1, während auf dem Tisch 2 die Fase durch Drücken erzeugt wird. Nach einem weiteren Schwenk wird geschlichtet, um den durch das Drücken entstandenen Aufwurf zu eliminieren. Im Schlichtprozess liegt die Besonderheit des Zyklus: Dieser findet solitär statt, ohne dass durch einen parallel laufenden Prozess auf dem Nachbartisch Kreuzeinflüsse entstehen.

„Wir haben diese Strategie gewählt, da bei der Bearbeitung gerade während des präzisen Schlichtprozesses externe mechanische Belastungen ausgeschlossen sein sollten. Die Qualität der Bauteile, der Flanken im Speziellen und die Prozesssicherheit insgesamt profitieren davon“, erklärt Dr.-Ing. Hansjörg Geiser, Leiter Entwicklung und Konstruktion Verzahnmaschinen bei der Liebherr-Verzahntechnik GmbH. Die Rohlinge werden aus der angeschlossenen Palettierzelle geladen, wo sie gemäß dem Automotive-Standard in Körben gelagert sind.

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www.Liebherr.com