Paul Horn: Spänebrechende „HR-Geometrie“

Einstechen zäher Werkstoffe ohne Wirrspäne

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Das besondere Merkmal der neuen Geometrie „HR“ (hard roughing) ist die treppenförmige Spanfläche und Spanformrille. Sie ermöglicht das schnelle, störungsfreie Einstechen mit hohem Qualitätsanspruch, erzeugt kurze Späne im Voll- und Teilschnitt und erlaubt auch einen Konturzug beim Schlichten. Dank dieser Merkmale entstehen beim Abfließen die gewünschten kurzen Schrupp- und Schlichtspäne. Wirrspäne, wie sie beispielsweise bei Schmiedeteilen entstehen, werden vermieden. Stechwerkzeuge mit HR-Geometrie lassen sich deshalb problemlos zum Nutstechen und zum Drehen komplexer Konturen einsetzen und dadurch Werkzeugwechsel vermeiden.

Bei geschmiedeten Werkstücken wird im Vollschnitt ein hervorragender Spanbruch bei Schnittgeschwindigkeiten vc = 180 bis 120 m/min und bei Vorschüben f = 0,18 bis 0,22 mm erzielt. Beim Teilschnitt kann in Abhängigkeit von der Stabilität des Werkstücks und seiner Spannung ein Vorschub von f ≤ 0,35 mm gewählt werden. Alle Werte gelten für die Nass- und Trockenbearbeitung.

Die Schneidplatten mit HR-Geometrie sind in Breiten von 3, 4, 5, 6 und 8 mm ab Lager lieferbar. Der kleinste Eckenradius beträgt bei der 3 mm breiten Platte 0,4 mm. Um die hohen Schnittkräfte beim Schruppen sicher übertragen zu können, empfehlen sich Halter in Kassetten- oder Monoblockausführung als Trägerwerkzeuge.

Bild 1: Wendeschneidplatte S 229 mit HR-Geometrie

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