Wettbewerbsfähig mit den richtigen Produktionsverfahren

Um den Anforderungen im Werkzeug- und Formenbau gerecht zu werden setzt die HFM Modell- und Formenbau GmbH auf verschiedene Portalfräsmaschinen von F. Zimmermann.

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HFM Modell- und Formenbau kann mit den Portalfräsmaschinen von F. Zimmermann ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und flexibel auf Kundenwünsche reagieren.

„Von U-Boot-Tanks bis hin zu aufwendigen Kunstprojekten – unsere Auftraggeber kommen aus sehr unterschiedlichen Sparten“, erzählt Horst Fularczyk, der zusammen mit seinem Sohn Jürgen die Geschäfte der HFM Modell- und Formenbau GmbH führt. Im Sommer 2018, genauer am 1. Juni, war es 20 Jahre her, dass er in Kalkreute, einem Ortsteil von Ostrach im Landkreis Sigmaringen, seine Firma gegründet hat. Damals fing er gemeinsam mit seinem Sohn an. Heute zählt HFM 85 Mitarbeiter – dazu kommt ein 30-Mann-starkes Team aus seinem Tochterunternehmen, der Schnetz Formenbau GmbH in Ostrach, das er im Jahr 2013 übernommen hat.

HFM bietet Modell-, Formen- und Vorrichtungsbau, Lehren-, Prüfmittel- und Exporitmodellbau, mechanische und CNC-Fräs-Bearbeitung sowie 3D-Druck von Metall- und Kunststoffteilen. „Es ist wichtig, dass wir als Systemlieferant auftreten, um unseren Kunden möglichst viele Angebote aus einer Hand bieten zu können“, sagt Horst Fularczyk. Das Ziel ist, vom ersten Kontaktgespräch an eine dauerhafte Partnerschaft aufzubauen, die Kunden zu verstehen und ihre Wünsche zur vollständigen Zufriedenheit umzusetzen.

Jürgen (li.) und Horst Fularczyk im Arbeitsraum der FZ33 compact. „Wir haben unseren Maschinenpark in den vergangenen Jahren systematisch modernisiert und ausgebaut.“

Für die Auftraggeber übernimmt der Betrieb die Entwicklung, Planung, Konstruktion und Fertigung. Und dazu gehören sowohl Erstausrüster als auch direkte Lieferanten aus der Automobilindustrie, Hersteller aus der Luft- und Raumfahrt, dem Werkzeug- und Maschinenbau und – ganz spannend – Künstler. „Vor allem in diesem Markt haben wir es meist mit sehr aufwendigen und oft schwierigen Projekten zu tun“, sagt Jürgen Fularczyk.

Doch so verschieden die Aufträge auch sein mögen, die hochpräzise Bearbeitung der oft komplexen Bauteile aus verschiedenen Materialien mit sehr guten Oberflächen ist inzwischen Alltag in der Branche. Dazu kommt der Preisdruck, dem der Modell- und Formenbau zunehmend ausgesetzt ist. „Vor allem die Automobilbranche drückt mit Nachlässen von oft 20 bis 25 Prozent die Preise“, berichtet Jürgen Fularczyk.

Erfolg? Qualifizierte Mitarbeiter und sichere Prozesse!

„Was uns seit 20 Jahren trotzdem so erfolgreich macht?“, wiederholt der Firmengründer die Frage. „Um sich in diesem harten Markt zu behaupten und wettbewerbsfähig sein zu können, spielen qualifizierte Mitarbeiter die entscheidende Rolle.“ Viele Fachkräfte aus der Gegend treibt es zu den großen Firmen, unter anderem in der Bodensee-Region. Deswegen legt HFM sehr viel Wert auf eine gute Aus- und Weiterbildung.

Die meisten der jungen Leute bleiben der Firma nach ihren Lehrjahren treu. „Wichtig ist aber auch, die eigenen Prozesse ständig zu hinterfragen“, beschreibt Jürgen Fularczyk die Situation. „Unsere offene Fehlerkultur hilft uns, den eigenen Qualitätsanspruch immer weiter auszubauen. Wir nehmen Abweichungen im Produktionsprozess auf und analysieren sie. Im Anschluss daran können wir Maßnahmen zur Verbesserung ableiten.“

Dazu kommt: Um auf die Aufträge flexibel reagieren zu können, hält HFM seinen Maschinenpark konsequent auf dem neuesten Stand. Im Einsatz sind unterschiedlich große Portalfräsmaschinen des Hightech-Anbieters F. Zimmermann aus dem rund 100 Kilometer entfernten Neuhausen auf den Fildern.

Eine verlässliche Partnerschaft

Als Horst Fularczyk die Firma gegründet hat, konnte er auf 22 Berufsjahre im Modell- und Formenbau zugreifen. Schon damals hatte er gute Erfahrungen mit den Zimmermann-Maschinen sammeln können. „Seit unser Betrieb besteht, sind wir Mitglied in der Vereinigung der Modell- und Formenbaubetriebe Baden-Württemberg e.V. und damit auch im Bundesverband“, erzählt er. F. Zimmermann ist dort als Netzwerkpartner aktiv. So entstanden die ersten Kontakte. Im Laufe der Jahre wurde daraus eine verlässliche Partnerschaft und der Kontakt mit Geschäftsführer Rudolf Gänzle immer enger und vertrauter.

Die erste 5-Achs-Portalfräsmaschine legte sich HFM 2009 zu. „Die Anforderungen an Werkstücke in Bezug auf Material, Komplexität und natürlich Schnelligkeit sind immer weiter gewachsen. Damit mussten wir schleunigst in die CNC-Technik einsteigen“, berichtet Jürgen Fularczyk. „Wir kauften uns eine gebrauchte FZ30 von Zimmermann. Von nun an konnten wir Werkstücke mit Längen von bis zu drei Metern bearbeiten.“ Für HFM war das der Start in die Bearbeitung größerer Bauteile.

Die „Zimmermann-Allee“: HFM hält den Maschinenpark konsequent up to date.

Wandeln durch die Zimmermann-Allee

In der jüngsten im Jahr 2012 gebauten Werkhalle zeigen die beiden Geschäftsführer des Familienunternehmens auf die „Zimmermann-Allee“, wie die Mitarbeiter die in einer Reihe aufgestellten, drei unterschiedlich großen Portalfräsmaschinen der Baureihen FZ33 und FZ33 compact gerne nennen. „Wir haben unseren Maschinenpark in den vergangenen Jahren systematisch modernisiert und ausgebaut“, sagt Jürgen Fularczyk. Als Zimmermann auf der Fachmesse EuroMold in Frankfurt am Main Ende 2011 die FZ33 das erste Mal einem Fachpublikum präsentiert hat, schlug HFM zu.

Mit der neu erstandenen Maschine kann HFM sowohl Aluminium, Kunst- und Verbundwerkstoffe als auch Stahl und Guss bearbeiten. Sie verfügt über einen Arbeitsraum von 5.000 x 3.000 x 1.500 Millimeter. Dabei ist sie gleichzeitig stabil und leistungsstark, sie kann selbst zähe Materialien von fünf Seiten mit wenigen Hundertstel Millimetern fräsen.

In den darauf folgenden Jahren kamen nacheinander drei platzsparende Portalfräsmaschinen der Baureihe FZ33 compact dazu. Einmal mit einem Bauraum von 2.500 x 4.000 x 1.500 Millimeter und zweimal mit 2.500 x 3.000 x 1.250 Millimeter – wobei eine davon bei Schnetz Formenbau in Ostrach steht. Mit diesen Anlagen lassen sich vor allem kleinere und mittlere Bauteile aus Aluminium und Verbundwerkstoffen schnell von fünf Seiten komplett bearbeiten.

Ebenso kann HFM zum Beispiel Werkstücke aus Stahl und Guss mit hoher Dynamik im Simultanbetrieb schlichten. „Wir bearbeiten Kunststoff-Blockmaterial, vor allem aber Aluminium, Stahl dagegen seltener. Wenn, dann schruppen und schlichten wir nur kleine Bauteile mit Längen bis 800 Millimeter“, erläutert Jürgen Fularczyk.

Die hochpräzise Bearbeitung oft komplexer Bauteile wie dieser Spritzgussform mit sehr guten Oberflächen ist für die Zimmermann-Maschinen kein Problem.

„Auf der FZ33 hatten wir schon Designmodelle von Premiumfahrzeugen aufgespannt“, merkt Berthold Sautter an. Er ist Leiter der Abteilung CAM/Cubing. „Bei den großen Modellen hat zwar der Platz gereicht, wir sind dabei allerdings an unsere Grenzen gestoßen.“ Aber es ging: Die Mitarbeiter mussten bei den Fahrzeugen während der Bearbeitung auf der Maschine nur einmal deren Position ändern. Weil bei der Kunststoff- und Aluminiumbearbeitung erhebliche Mengen Staub entstehen können, sind die Anlagen komplett eingekapselt.

Die FZ33 compact haben zudem eine Absaugung für Staub und Kühlwasser. Damit lassen sich auf den Maschinen die Bauteile auch nass fräsen. Sie enthalten zudem 50-teilige Werkzeugwechsler. Durch ihr kompaktes Design und ihre ausgeklügelte Bauform bietet die FZ33 compact flexible Aufstellmöglichkeiten.

Ein besonderer Fokus wurde in der Entwicklung dieser Maschine auf die Servicefreundlichkeit gelegt: Sie ist für Mitarbeiter sehr gut zugänglich. Alle Zimmermann-Anlagen sind zudem mit der gleichen Steuerung ausgestattet und lassen sich daher gleich bedienen. Das sorgt für eine hohe Flexibilität – sowohl auftrags- als auch personalseitig. HFM arbeitet mit den Fräsanlagen im Zwei-Schicht-Betrieb. Die Auslastung ist stets hoch.

Mit den richtigen Maschinen Umsatz verdoppelt

„Im Werkzeug- und Formenbau gehören wir heute zu den Antreibern“, sagt Jürgen Fularczyk. Durch den von Zimmermann erweiterten Maschinenpark konnte er mit seinem Unternehmen den Umsatz in den vergangenen vier Jahren nahezu verdoppeln – und knapp 50 Neukunden dazu gewinnen – unter anderem aus der Automobil- und Zulieferindustrie. „Die heutige Wettbewerbssituation stellt ein Wechselspiel aus den Faktoren Kosten und Zeit dar“, erläutert er. „Agieren wir hochflexibel am Markt, können wir sowohl kostengünstig als auch schnell an unsere Kunden liefern. Genau das macht uns seit 20 Jahren so erfolgreich.“

 

Kontakt:

www.f-zimmermann.com