Die Konsequenz aus Vertrauen und durchdachter Technik

Bei der Körber & Körber Präzisionsmechanik herrscht ein deutlich effektiverer Produktionsfluss seit der Anschaffung zweier 5-Achs-Bearbeitungszentren von Fehlmann.

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Fokussiert auf komplexe, äußerst präzise Bauteile und Losgrößen bis 50 Stück investierte das Unternehmen 2015 erstmals in das Bearbeitungszentrum VERSA 825 von Fehlmann.

Es war ein Neubeginn in 2010, nach den Wirren der Finanzkrise 2007. Peter Körber, der 1977 begann Teile für die Autoindustrie zu fertigen, verkaufte die Firma und startete mit seinem Sohn Benjamin Körber neu. Fokussiert auf komplexe, äußerst präzise Bauteile und Losgrößen bis 50 Stück investierte das Unternehmen 2015 erstmals in ein Bearbeitungszentrum von Fehlmann. Die VERSA 825, mit einer standardisierten Automation.

Die automatisierte Fertigung mit den 5-Achs-Bearbeitungszentren VERSA 825 und VERSA 645 linear, entsprach dem Produktportfolio der Berliner Zerspanungsexperten.

Aber bereits 2017 waren damit die Kapazitäten ausgeschöpft und man musste sich mit einer weiteren Automationslösung beschäftigen. Mit der VERSA 825 war man ausgesprochen zufrieden und so orientierten sich Peter und Benjamin Körber wieder an den Standards von Fehlmann. Für Benjamin Körber war das eine selbstverständliche Konsequenz aus den Erfahrungen: „Unserer primären Anforderungen waren Präzision, Prozesssicherheit, Flexibilität bei der Auslegung bzw. Automation sowie der Service, denn bei solch einer Investition konzentrieren wir uns nicht allein auf technische Fakten. Es geht auch um die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Maschinenhersteller. Unsere Erfahrungen mit Fehlmann waren da ausgesprochen positiv. Auch deshalb haben wir uns für diese Lösung entschieden.“

Mit der hoch dynamischen und präzisen VERSA 645 linear konnten die Durchlaufzeiten nochmals messbar reduziert werden.

Diese Lösung ist seit September 2017 eine automatisierte Fertigung, bestehend aus den 5-Achs-Bearbeitungszentren VERSA 825 und VERSA 645 linear, die von einem Regalmagazin bestückt werden. Eine Kombination, die ursprünglich nicht so geplant war, denn zunächst wollte man die vorhandene VERSA 825 nur mit der VERSA 645 ergänzen. VERSA 645 linear deshalb, weil das Bearbeitungszentrum mit gekühlten Torque-Motoren und hochpräzisen Winkelmesssystemen, also hochdynamisch (bis 50.000 min-1) und mit höchster Präzision dem Produktportfolio der Berliner Zerspanungsexperten entsprach. Die Verbindung mit der vorhandenen VERSA 825 wäre zwar möglich gewesen, allerdings aus Platzgründen nur mit einem verhältnismäßig großen Aufwand. Und so wurde kurzfristig einfach in eine weitere VERSA 825 investiert. Nun waren vor dem Invest, das Produktspektrum und die Paletten-Größen von den Körber`s klar definiert. Deshalb empfahl Fehlmann zur Bestückung der beiden Maschinen den EROWA Robot Compact 80.

Automatisierte 5-Achs-Technologie mit ausgezeichneter Zugänglichkeit

Selbst wenn in Birkenwerder eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Maschinenhersteller Grundvoraussetzung war und ist, hat man bei der Investition durchaus auf fertigungstechnische Details den Schwerpunkt gelegt. Die VERSA 645 wurde es, weil man hoch dynamisch durch die Linearantriebe Durchlaufzeiten reduzieren wollte. Nicht dass man die Sekunde sucht, aber die Tatsache, ein Bauteil statt in 55 Minuten in 45 Minuten fertigen zu können, konnte man nicht vernachlässigen.

Auf den beiden PICOMAX 56 L TOP werden die Rückseitenbearbeitungen durchgeführt.

Die VERSA 825 dagegen steht für größere Bauteile und mit der Kugelrollspindel für die etwas robustere Bearbeitung, denn zerspant wird Aluminium, Edelstahl, CrMo4-Stähle bis hin zu Titan. Wirklich begeistert aber ist Peter Körber von der Zugänglichkeit der Maschinen: „Seit dem wir mit Fehlmann arbeiten, fällt mir immer wieder positiv auf, dass man trotz Automation mit Einzelmaschinen arbeitet. Das heißt, das Konzept mit der komplett freien Maschinenseite rechts für die Automation ist durchdacht. Für den Mitarbeiter ist so der Arbeitsraum für Einrichtarbeiten und zur Prozessüberwachung von vorne frei zugänglich. Das kenne ich so von keinem anderen Hersteller. Andererseits scheint es wegen der Schnittstellenproblematik nicht unbedingt selbstverständlich, dass man zwei unterschiedliche Maschinen miteinander automatisiert.“

Bei Körber & Körber konzentriert man sich vorrangig auf Bauteile, die andere auf Grund der Komplexität und Präzision nicht haben wollen.

War nun eingangs von der chaotischen Einzelteilfertigung die Rede, so trägt dazu auch das Leitrechnersystem MCMTM von Fehlmann bei, denn MCMTM ist nicht nur für die Serienfertigung, sondern bereits ab wenigen Werkstücken wirtschaftlich einsetzbar. Dazu werden Bearbeitungsreihenfolge, Nullpunkte etc. eingegeben und die Reihenfolge oder einzelne Parameter lassen sich bei laufender Anlage per Mausklick ändern. Bei Körber & Körber wird so derzeit in zwei Schichten und nachts mannlos (fünf Maschinen stehen kontinuierlich nachts „unter Strom“) gefertigt. Dass man in Birkenwerder aber mittlerweile noch über drei weitere Maschinen, sowohl für den manuellen wie den CNC-Einsatz von Fehlmann verfügt, hat einen anderen Grund. Die zwei Präzisions-Fräsmaschinen PICOMAX 56 L TOP werden genutzt, um die Rückseitenbearbeitungen (6. Seite) durchzuführen und in die PICOMAX 21-M wurde zu Ausbildungszwecken investiert.

Bei Komplexität und Präzision unschlagbar

Nun ist das Unternehmen Körber & Körber in Birkenwerder kein „unbeschriebenes Blatt“. Peter Körber war mit der Präzisionstechnik für den Bereich Automotive bereits ein Begriff. Heute macht das Unternehmen mit zahlreichen Auszeichnungen Schlagzeilen. Zum wirtschaftlichen Erfolg, und da sind sich Vater und Sohn einig, hat auch Fehlmann einen wesentlichen Beitrag geleistet: „Wir haben uns auf Bauteile spezialisiert, die auf Grund ihrer Komplexität und Präzision andere nicht haben wollen. Und so hat Fehlmann neben der Qualität auch mit Präzision und Produktivität zwangsläufig Anteil an diesem Erfolg. Unabhängig davon, verfügen wir inzwischen damit auch über den modernsten Maschinenpark in Brandenburg.“

Peter (li.) und Benjamin Körber (re.).

Nun investiert Körber & Körber gezielt auf der Basis der Auslastung. Aktuell ist man da allerdings schon wieder beim Stand vor der letzten Investition. Die Fehlmann-Maschinen sind voll ausgelastet, die Lieferzeiten werden länger und deshalb informiert man sich bereits wieder im Schweizerischen Seon.

Kontakt:
www.fehlmann.com