INDEX pusht die Digitalisierung

Mit „iXworld“ zeigte die INDEX-Gruppe den Besuchern beim Open House 2018 auf, dass Digitalisierung durchaus Mehrwert schaffen kann. Die Cloud-basierte Plattform unterstützt den Anwender praxisnah und anwenderfreundlich in vielen Bereichen.

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Mit Digitalisierung beschäftigt sich die INDEX Gruppe schon seit Jahren erfolgreich. Erst jüngst wurden die INDEX „Virtuelle Maschine / VPro“ bzw. TRAUB „WinFlexIPS“ mit dem „100 Orte für Industrie 4.0“-Award ausgezeichnet – ein Nachweis, dass der Werkzeugmaschinenhersteller hinsichtlich Digitalisierung zu den fortschrittlichsten Unternehmen des Landes Baden-Württemberg zählt. Eberhard Beck, Leiter der Steuerungstechnik, erklärt das innovative Produkt: „Für jede reale INDEX- und TRAUB-Maschine bieten wir eine Virtuelle Maschine in Form einer digitalen 1:1 Kopie an. Basierend auf der realen Maschinengeometrie und -software können so fernab der Produktion Neuanläufe und Werkstückbearbeitungen mit einhundertprozentiger Übertragbarkeit in die reale Maschine virtuell geplant, getestet und sogar vorab optimiert werden.“ Dadurch sinken Rüst- und Stillstandzeiten in der laufenden Fertigung bei wachsender Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Ähnliche Ergebnisse hatte INDEX auch bei der Entwicklung der neuen, digitalen INDEX-Welt „iXworld“ im Fokus. Werner Bothe, Leiter Digitalisierung, betont: „Wir haben ein Konzept entwickelt, bei dem die derzeitigen digitalen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um die Kundenprozesse zu verbessern und dem Anwender wirtschaftliche Vorteile zu eröffnen.“

iXworld vereinfacht den Umgang mit der bestehenden heterogenen Datenwelt

iXworld bildet als Cloud-Plattform gewissermaßen das Scharnier zwischen den verschiedensten Prozessen beim Kunden und der digitalen INDEX-Welt. „Wir haben bei der Entwicklung sehr darauf geachtet, dem Anwender den Umgang mit der bestehenden heterogenen Datenwelt zu vereinfachen“, erklärt Werner Bothe. Ein anderes Beispiel ist das Anbinden der Maschinen über einen Edgecomputer.

Dieser sammelt die erfassten Daten (aus der Steuerung sowie von festen und mobilen Sensoren), führt gegebenenfalls eine Vorverarbeitung durch und liefert sie anforderungsgenau an die Verarbeitungssoftware in der Cloud. Welche Daten in die Cloud übertragen werden, entscheidet der Kunde durch die Auswahl der genutzten Apps. Als Edgecomputer setzt INDEX auf die Verwendung der sogenannten Genubox, die bereits seit einiger Zeit als Gateway für den Teleservice mit jeder Maschine ausgeliefert wird. Dadurch sind auch diese Maschinen schon iX4.0-ready.

Der Anwender nutzt die iXworld über die vier zur Verfügung stehenden Portale iXplore, iXshop, iXservices und iX4.0. Diese haben eine einheitliche, INDEX-spezifische Benutzeroberfläche, so dass für den Anwender die unterschiedlichen Portale „wie aus einem Guss“ erscheinen. iXplore öffnet ihm alle wichtigen Informationen zur INDEX Gruppe, zu den angebotenen Produkten und Dienstleistungen. Zum Angebot gehören technische Informationen zu den Maschinen und zukünftig auch deren Konfiguration im Web. Die Zusammenarbeit zwischen INDEX und seinen Kunden wird durch den Austausch von Dokumenten über eine gemeinsame Kollaborationsplattform vereinfacht und optimiert. Diese findet zum Beispiel bei der Maschinenauslegung im Beschaffungsprozess eine sinnvolle Anwendung.

Index bietet deinen Kunden mit dem iXshop die Möglichkeit, Ersatzteile oder Dienstleistungen schnell und unkompliziert zu ordern.

Der iXshop löst unter anderem den seit 2009 bewährten INDEX Infoshop ab. Über dieses Portal lassen sich zukünftig alle Produkte beschaffen, die zum Betrieb von INDEX- und TRAUB-Maschinen benötigt werden. Auch Ersatzteile und Dienstleistungen rund um die Maschinen kann der Anwender über den iXshop ordern. Er erhält dort außerdem einen stets aktuellen Überblick zu aktuellen Bestellungen (Statusübersicht) und zur Bestellhistorie.

Als besonderes Highlight bietet der iXshop den Kunden die Möglichkeit, ihr ERP-System online an die iXworld anzubinden. Dadurch wird die Beschaffung von C-Material problemlos in den Genehmigungsprozess und die Logistik des Kunden eingebunden.

Das iXservices Serviceportal ermöglicht die Bauteilidentifikation per 3D-Brille

iXservices ist ein Serviceportal, mit dem sich alle Kundenmaschinen – auch von Drittanbietern – verwalten lassen. Es bietet ein Störungs- und Reparatur- sowie Wartungs- und Pflegemanagement. Selbst bei der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften (z.B. der Prüfung von Druckbehältern) werden die INDEX-Kunden zukünftig unterstützt. Der Anwender kann im Serviceportal seine benötigten Ersatzteile identifizieren, entweder über die klassische Ersatzteilstückliste oder mittels interaktivem 3D-Modell.

Der Blick durch die Brille

Mit einem Klick landet dann das gewünschte Ersatzteil im Warenkorb und kann via iXshop bestellt werden. iXservices stellt zudem diverse Tools zur Verfügung, mit denen sich beispielsweise die Stückzeiten bei Anfragen ermitteln lassen. Auch Remotezugriffe über Datenbrille und Teleservice werden den Anwendern auf einfache Weise ermöglicht.

Mit 3D bestellt man schneller

iX4.0 ist schließlich die IoT-Plattform, mit der die Produktionsmaschinen in die digitale Welt eingebunden werden. Sie liefert dem Anwender Zustandsdaten für weitergehende Analysen aus den Maschinen und Störungsmeldungen auf mobile Endgeräte (z.B. für die Überwachung von Maschinen während des bedienerlosen Betriebs). Besonders wichtig ist es für INDEX, auch Maschinen des sogenannten „Brownfields“ mit der Cloud verbinden zu können.

Auf Basis des etablierten OPC-Protokolls können Maschinen aller bei INDEX verwendeten Steuerungen zurück bis etwa 2007 eingebunden werden. Lediglich die Nachrüstung mit einem Edgecomputer kann erforderlich sein, wenn noch keine Genubox für den Teleservice verbaut wurde.

Zum Open House 2018 präsentierten INDEX das iXworld-Konzept mit all seinen Möglichkeiten. So konnte sich der Besucher einen Eindruck verschaffen, wie schnell und unkompliziert er über iXshop Hilfs- und Betriebsmittel sowie Ersatzteile bestellen kann. Am Beispiel einer angebundenen Produktionsmaschine im Werk Deizisau erlebte er iX4.0: Von jedem Standort weltweit konnte er die aktuellen Maschinenzustände abrufen und auswerten. Auch die Stärken einer Datenbrille für den Remoteservice durfte der Besucher live erleben.

Kontakt:
www.index-werke.de