Neues Mehrspindlerkonzept von DMG MORI

DMG MORI kombiniert die SWISSTYPE-Technologie mit der Produktivität eines Mehrspindel-Drehautomaten. In Verbindung mit einer Y-Achse auf jeder Spindellage im Standard, können so hochkomplexe Werkstücke mit Standardwerkzeugen komplett bearbeitet werden.

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MULTISPRINT 25 und MULTISPRINT 36

GILDEMEISTER Italiana hat den Standort in Brembate di Sopra komplett modernisiert und damit auch den Produktbereich nachhaltig gestärkt. Zur EMO 2017 zeigte das Unternehmen mit der MULTISPRINT-Baureihe ein gänzlich neues Mehrspindlerkonzept. Geschäftsführer Mario Stroppa erklärt dazu: “Die neue MULTISPRINT ist die perfekte Maschine, um die Produktivität bei der Fertigung von Langdrehteilen drastisch zu erhöhen. Mit dieser Entwicklung haben wir den Technologie-Geist der GILDEMEISTER Italiana neu belebt und demonstrieren unser Können.“ Mario Stroppa ergänzt: „Erstmals kombinieren wir das aus der SPRINT-Baureihe bekannte SWISSTYPEkit mit einem Mehrspindel-Drehautomaten“.

Mit den neuen Mehrspindel-Drehautomaten hat DMG MORI ein flexibles Maschinenkonzept entwickelt, das komplexe Dreh-Frästeile sowohl in der Futter- als auch in der Stangenbearbeitung herstellt. Der Stangendurchlass beträgt ø 25 mm bei der MULTISPRINT 25 und ø 36 mm bei der MULTISPRINT 36. Die Querschlitten an den sechs Spindeln – optional bis zu acht – verfügen allesamt über eine Y-Achse mit 100 mm und eine X-Achse mit 50 mm Verfahrweg. Die Z-Achsen-Verfahrwege betragen im Standard 100 mm, in Verbindung mit dem SWISSTYPEkit 180 mm. Damit lassen sich die MULTISPRINT-Maschinen binnen weniger als zwei Stunden vom Kurz- zu einem Langdrehautomaten umrüsten. Die maximale Drehzahl liegt bei 7.500 min-1.

Auch komplexeste Werkstücke fertigen die MULTISPRINT 25 und MULTISPRINT 36 durch ihre bis zu 28 Werkzeuge. Dabei können bis zu 24 angetriebene Werkzeuge eingesetzt werden. Die Drehzahlen erreichen bis zu 13.800 min-1 oder ein Drehmoment von max. 14,2 Nm.

Für die Rückseiten-Bearbeitung lassen sich die MULTISPRINT-Maschinen optional mit einer Pick-Up Spindel oder ein bzw. zwei Gegenspindeln ausstatten. Damit lassen sich die Zykluszeiten um bis zu 35 Prozent reduzieren. Die Pick-Up-Spindel verfährt 230 mm in der Z-Achse.  Die ein bzw. zwei Gegenspindeln verfahren um 280 mm in der X-Achse, 320 mm in der Y-Achse und 370 mm in der Z-Achse. Eine doppelte Werkzeugstation mit drei angetriebenen und zwei fixen Werkzeugen komplettiert hierbei den Ausstattungsumfang. Auch anspruchsvolle außermittige Bearbeitungen sind möglich. In beiden Ausbaustufen liegt die Indexierung der Gegenspindeln bei hochgenauen 0,002°. Auf Steuerungsseite sind die beiden Mehrspindler mit einer FANUC Series 30i ausgerüstet.

Automationsseitig können die MULTISPIRINT Maschinen mit einem Stangenlader ausgestattet werden. Speziell für die neuen MULTISPRINT-Maschinen hat DMG MORI einen eigenen Stangenlader entwickelt. Für die Bearbeitung von Futterbauteilen können bis zu zwei Roboter direkt im Arbeitsraum eingesetzt werden. Diese übernehmen die simultane Be- und Entladung bzw. auch das Wenden von Futterteilen bis ø 50 x 80 mm.

Mit Blick auf die Zuverlässigkeit der Maschinen ergänzt Stroppa abschließend: “Wir bieten unseren Kunden von Anfang an maximale Praxisreife der Maschinen. Daher testen wir die Maschinen zwölf Monate bei fünf ausgewählten Kunden unter Praxisbedingungen. Die reguläre Auslieferung starten wir im Frühjahr 2018.“

Kontakt:

www.dmgmori.com