Ein Weg zu mehr Produktivität

Neue High-Feed Side Milling-Schaftfräser von Sandvik Coromant verbessern die Bearbeitung von ISO-S-Werkstoffen in der Luftfahrtindustrie

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Sandvik Coromant präsentiert neue Vollhartmetall-Schaftfräser mit einzigartigen Geometrien und Sorten, die die Fräsleistung bei ISO-S-Werkstoffen deutlich steigern. Die CoroMill Plura HFS (High-Feed Side Milling) ISO-S-Fräser liefern zuverlässige und produktive Fräsergebnisse bei Werkstücken aus Titan- und Nickelbasislegierungen – hiervon profitieren insbesondere Hersteller von Flugzeugtriebwerken und Flugzeugrahmenbauteilen.

Das neue CoroMill Plura HFS-Sortiment umfasst drei Schaftfräser-Familien, die das für die nächsten Jahre prognostizierte Wachstum in der Luftfahrtindustrie adressieren: zwei für Titan- und eine für Nickelbasislegierungen. Davon profitieren insbesondere Hersteller von Tragflächen- und Triebwerksaufhängungen aus Titanlegierungen sowie Produzenten von Triebwerksgehäusen aus Inconel 718, aber auch Fertigungsunternehmen aus den Bereichen Öl und Gas, Medizintechnik und Motorsport, da auch hier viele Komponenten aus Titan- und Nickelbasislegierungen zerspant werden.

Bei der Bearbeitung von Titan stellen Spanabfuhr und Wärmeentwicklung besondere Herausforderungen dar. Daher hat Sandvik Coromant sowohl ein Vollhartmetallwerkzeug für typische Spanabfuhr-Bedingungen entwickelt als auch eine Version mit innerer Kühlschmierstoffzufuhr und einem neuartigen, zum Patent angemeldeten Coolant Booster – für eine optimale Span- und Temperaturkontrolle.

Ausgelegt für schwer zerspanbare Werkstoffe

Sandvik Coromant CoroMill Plura HFS-Schaftfräser für ISO-S-Materialien

Die Schaftfräser für Titan sind in der Sorte GC1745 verfügbar. Diese basiert auf einem zähen, feinkörnigen Hartmetall-Substrat mit scharfen, anwendungsoptimiert präparierten Schneidkanten für extrem anspruchsvolle Fräsoperationen. Darüber hinaus gewährleistet eine neue Mehrlagenbeschichtung mit Silizium eine ausgezeichnete Verschleißfestigkeit und geringe Wärmeleitfähigkeit. Die Fräsergeometrie beruht auf einem Konzept mit sechs Schneiden und ungleicher Teilung. Die Abmessung des Werkzeugkerns wurde für eine höhere Steifigkeit in Titanlegierungen optimiert, während Eckenradius, Span- und Freiwinkel bereits speziell für die Bearbeitung dieser anspruchsvollen Materialien ausgelegt sind.

Für Nickelbasislegierungen wird die Sorte GC1710 eingesetzt, die ebenfalls scharfe, speziell präparierte Schneidkanten aufweist. Das verschleißfeste und feinkörnige Substrat eignet sich ideal für die hohen Belastungen bei der Bearbeitung von harten, stark anhaftenden, kaltverfestigenden Werkstoffen wie ausgehärtetem Inconel 718. Die neuartige, adhäsionsmindernde Beschichtung verhindert Aufbauschneidenbildung und erhöht die Standzeit.

„Unsere neuen Schaftfräser sind ausgelegt für High-Feed Side Milling-Fräsoperationen mit großen axialen (ap) und kleinen radialen Schnitttiefen (ae) sowie einer kontrollierten maximalen Spandicke. So sind die Schnittkräfte unter Kontrolle und liefern einen gleichmäßigen Schnitt“, erklärt Tiziana Pro, Global Product Manager Solid End Mills bei Sandvik Coromant. „Das bringt gleich zwei Vorteile: Die gesteigerte Produktivität führt zu einer höheren Produktionsmenge, während die höhere Standzeit und Zuverlässigkeit der Werkzeuge die Ausschussraten bei den typischerweise sehr hochwertigen Komponenten reduziert. Außerdem profitieren unsere Kunden von geringeren Werkzeugkosten pro Bauteil und einem höheren Sicherheitsniveau.“

Praxistext mit 198 Prozent Produktivitätssteigerung

Ein Testprojekt bei einem Kunden verdeutlicht die Vorteile des Einsatzes der neuen Schaftfräser von Sandvik Coromant: Aus der ausgehärteten Nickelbasislegierung Waspaloy 420 wurde ein Niederdruckturbinengehäuse gefertigt. Dabei wurde auf einem horizontalen Bearbeitungszentrum die axiale Schnitttiefe erhöht und die radiale Schnitttiefe reduziert – bekanntermaßen können hohe Radialkräfte Ablenkungsprobleme verursachen. Beim Vergleich eines CoroMill Plura HFS-Schaftfräsers mit zwölf Millimeter Durchmesser gegen ein Wettbewerbsprodukt gleicher Größe stieg die Zerspanungsrate deutlich an. Mit der Folge, dass die Produktivität um 198 Prozent erhöht werden konnte.

Kontakt:

www.sandvik.coromant.com