CHIRON setzt Wachstumskurs fort

Gut aufgestellt für die Zukunft: Die knapp 2.000 Mitarbeiter der Gruppe erwirtschafteten 2016 einen Umsatz von 461 Millionen Euro nach 457 Millionen Euro im Vorjahr.

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Dr. Markus Flik, Vorsitzender der Geschäftsführung, CHIRON Group.

„Wir haben unsere Strategie konkretisiert und setzen diese schrittweise um. Unsere Maßnahmen sind im Plan“, sagt Dr. Markus Flik, Vorsitzender der Geschäftsführung der CHIRON Group. „Wir erneuern unser Produktprogramm und bauen unsere weltweite Präsenz sowie unsere digitalen Lösungen aus. Oberstes Ziel ist die weitere Steigerung der Kundenzufriedenheit.“

Bestätigung dafür sind unter anderem zwei Auszeichnungen von Bosch: Zum vierten Mal hat CHIRON den „Preferred Supplier Award“ und erstmalig – 2017 als einziger Werkzeugmaschinenhersteller – den begehrten „Global Supplier Award“ erhalten.

2016 erwirtschaftete die Gruppe 40 Prozent ihres Umsatzes mit Turnkey-Projekten, gefolgt vom Verkauf von Standardmaschinen (32 Prozent) und Service (28 Prozent). Rund zwei Drittel des Umsatzes der CHIRON Group kommen aus der Automobil- und Zuliefererindustrie, gefolgt vom Maschinenbau, der Medizin- und Präzisionstechnik und der Luft- und Raumfahrtindustrie.

Weltweite Präsenz wird weiter ausgebaut

Der Exportanteil der CHIRON Group liegt bei rund zwei Drittel des Umsatzes. Dabei setzt sie stark auf die asiatischen und nordamerikanischen Märkte – in Asien, um am Marktwachstum teilzunehmen und in Nordamerika, um den Marktanteil auszubauen.

Ein zweiter Standort in den USA ist, neben dem Hauptwerk in Charlotte (NC), in Plymouth bei Detroit seit 2016 aktiv. Und um die Nähe zu den Kunden im wachsenden mexikanischen Markt noch weiter auszubauen, gründete die CHIRON Group mit CHIRON-Tecnologías de Producción, S.A. de C.V. 2017 eine eigene Vertriebs- und Servicegesellschaft in Querétaro. Die Standorte ermöglichen eine intensive Kundenbetreuung in Projekten sowie einen weiter verbesserten Service. Zwei Drittel des Geschäftes in Mexiko sollen aus der Automobilindustrie kommen, gefolgt von Luft- und Raumfahrt und Medizintechnik.

In China plant die CHIRON Group für den Herbst den Baubeginn eines Werkes in Taicang. Der Produktionsanlauf ist für Anfang 2019 geplant. In der ersten Phase umfasst das Gebäude rund 14.000 Quadratmeter. 190 Mitarbeiter produzieren und vertreiben dann ein umfassenderes, genau auf den lokalen Markt abgestimmtes Produktprogramm mit dem entsprechenden Service. Die CHIRON Group wird bis 2019 mehr als 10 Millionen Euro in den Neubau investieren, der in einer zweiten Phase noch erweitert werden kann.

Die CHIRON Group mit Sitz in Tuttlingen. Die weltweite Präsenz wird mit neuen und erweiterten Standorten in China, USA und Mexiko ausgebaut.

Geballte Kompetenz für Turnkey-Projekte

Den Bereich individuell konfigurierter Fertigungsanlagen, sogenannte Turnkey-Projekte, hat die CHIRON Group weiter ausgebaut. „Unsere Kunden setzen verstärkt auf komplett automatisierte Zellen“, sagt CEO Dr. Markus Flik. „Mit unseren Konzepten VARIOCELL Uno und System können wir ein breites Lösungsspektrum bieten“. Fast 50 Prozent der ausgelieferten Maschinen sind aktuell mit Automationslösungen ausgestattet, CHIRON America rechnet sogar mit 80 Prozent Anteil des Turnkey-Geschäfts.

Ein Team aus 230 Experten setzte in der CHIRON Group 2016 rund 390 Turnkey-Maschinen um. Anwendungstechniker, Vorrichtungskonstrukteure, Automationsspezialisten, Projektmanager und Werkzeugtechnologen arbeiten gemeinsam an schlüsselfertigen Lösungen für Kunden mit komplexen Fertigungs- und Automatisierungsanforderungen. „Wir haben mehr als 1.000 Jahre Applikationserfahrung. So können wir jedem Kunden die optimale Lösung bieten“, betont Roger Schöpf, Leiter Applikation CHIRON.

Digitalisierung bleibt ein beherrschendes Thema

Maschinen- und Prozessdaten mit DataLine immer und überall im Blick.

Digitale Produkte und Dienstleistungen sind aus dem Maschinenbau nicht mehr wegzudenken. Mit dem SmartLine-Programm bietet die CHIRON Group Software-Systeme, die exakt auf die Anforderung der Kunden ausgerichtet sind. Die bereits im Markt eingeführten Lösungen DataLine, ProcessLine und RemoteLine ermöglichen dezentrale Maschinen- und Prozessdaten-Auswertungen, simulieren und optimieren komplexe Bearbeitungsprozesse und führen unter anderem durch Ferndiagnose zu hoher Produktivität, Qualität und Verfügbarkeit.

Von der virtuellen Planung zur realen Produktion: ProcessLine

Für Kunden wird es außerdem immer wichtiger, Werkstückdaten zurückverfolgen zu können. Systeme, die Daten über den Produktionsprozess erfassen, verdichten und den unterschiedlichen Kundensystemen u.a. zur Früherkennung zur Verfügung stellen, sind deshalb ein Schwerpunkt der Aktivitäten. Neu in den Markt eingeführt werden ConditionLine für die Zustandsüberwachung und ProtectionLine zur Kollisionsvermeidung.

„Unser großer Vorteil gegenüber IT-Unternehmen ist, dass wir umfassendes technisches Domänenwissen haben“, sagt Dr. Claus Eppler, Leiter Forschung und Entwicklung bei CHIRON. „Wir kennen die maschinenbaulichen Zusammenhänge und können entsprechende Erkenntnisse schneller und effektiver gewinnen – zum Nutzen unserer Kunden.“

Kontakt:

www.chiron.de