Vorreiterrolle in der additiven Fertigung

Renishaw ist auf der Formnext 2017 bereit für den nächsten Schritt, die additive Fertigung zum etablierten Produktionsverfahren zu machen. Neben dem aktuellen Hardware- und Softwareangebot werden Entwicklungen und die Vorteile durch die additive Fertigung (AM) vorgestellt.

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Additives 4-Laser-Fertigungssystem RenAM 500Q

Renishaw wird sein additives 4-Laser-Fertigungssystem RenAM 500Q vorstellen, das die Produktivität von Maschinen der gängigsten Plattformgrößen steigert. Der Hauptnutzen besteht in geringeren Stückkosten bei gleichzeitiger Beibehaltung der Qualität und Präzision, die von den klassischen Einzellasersystemen geboten werden. Dadurch, dass sich der Bauprozess mit dem RenAM 500Q bis auf das Vierfache beschleunigen lässt, dürften additive Fertigungsverfahren auf Metallbasis für den Markt attraktiver werden und in Anwendungen, die gegenwärtig unwirtschaftlich sind, und möglicherweise auch in Branchen, bei denen die additive Fertigung noch nicht Einzug in die Produktionsumgebung gehalten hat, zum Einsatz kommen.

Renishaw auf der Formnext

Besucher des Stands werden eine Einführung in Renishaws Technologien zur AM-Prozessüberwachung erhalten und sehen, wie Hersteller von der Erfassung und Auswertung der Sensordaten eines AM-Systems profitieren können, um konsistente Bearbeitungsprozesse zu entwickeln. Das System zur Prozessüberwachung, das komplett im eigenen Hause entwickelt und gefertigt wurde, verfügt über eine in der Baukammer installierte Kamera mit synchroner Erfassung der Sensorleistung, Galvanometerposition und Spektralerfassung von Schmelzbademissionen.

Das Unternehmen wird die analytischen Funktionen seines InfiniAM Softwarepakets vorstellen, das für die Prozessüberwachung und Produktionsplanung eingesetzt wird und Rückmeldungen zu den während des Bauprozesses erhaltenen Sensordaten des Systems liefert. Produkte, die auf der Messe ausgestellt werden, sind unter anderem InfiniAM Central und InfiniAM Spectral. Sie liefern den Anwendern wichtige Informationen zum Verständnis des Bauprozesses einer Komponente und bieten eine Überwachung des Schmelzbadverhaltens in hoher Auflösung.

„Eine Multilaser-Technologie mit nur geringem Raumbedarf wird die Attraktivität der additiven Fertigung für neue Märkte und Anwendungen steigern“, erläutert Robin Weston, Marketing Manager des Geschäftsbereichs Additive Fertigung bei Renishaw. „Die Technologie bewegt sich hin zu Anwendungen, wo nicht nur die technischen Vorteile der additiven Fertigung attraktiv sind, sondern auch die wirtschaftlichen, die sich aus der Anwendung für die Serienproduktion von qualitativ hochwertigen Komponenten ergeben.“

„Auf der Messe werden die Besucher erfahren, welche Möglichkeiten die additive Fertigung als Verfahren zur Serienfertigung hochwertiger Produkte mit einer guten Prozess- und Qualitätskontrolle bietet“, bemerkt Weston abschließend.

Darüber hinaus stellt Renishaw das Hochtemperatur-Bauvolumen auf der Formnext vor, eine Technologie, mit der Hersteller Komponenten aus Werkstoffen bauen können, die bisher noch nicht realisierbar waren. Sie ermöglicht die Produktion von schwierigen Werkstücken und senkt das Risiko von temperaturbedingten Belastungsspannungen. Damit eröffnet sich Potenzial für weitere Einsatzmöglichkeiten der additiven Fertigung und eine Plattform für die Forschung und Entwicklung.

Auf dem Stand wird Renishaw außerdem seine Produktideen für die Automation und neue Funktionen der selbst entwickelten Bauvorbereitungs-Software QuantAM präsentieren.

Renishaw auf der Formnext 2017: Halle 3.1, Stand E68

Kontakt:

www.renishaw.de