Breiteres Spektrum bei gesteigerter Performance

Hightech-Positionierung für die Metallbearbeitung. Peiseler zeigt auf der EMO weiterentwickelte Teilgeräte mit einem noch größeren Anwendungsspektrum und Leistungsplus.

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Die ATC-Baureihe bietet Peiseler nun auch mit Gegenlagern an. Das WTC genannte Modell wird so zu einer leistungsfähigen Schwenkbrücke und ist in allen Größen lieferbar.

Für die Messebesucher der EMO 2017 dürfte sich der Besuch am Peiseler-Stand lohnen. Das Remscheider Unternehmen zeigt in Hannover eine ganze Reihe von Neu- und Weiterentwicklungen bei seinen Schwenkeinrichtungen, Drehtischen, Wendern und Werkzeugwechseltischen. „Unser Fokus dabei ist ganz klar, dem Anwender ein noch breiteres Spektrum und eine abermals gesteigerte Performance zu eröffnen“, erläutert Dr. Benedict Korischem, Geschäftsführender Gesellschafter bei Peiseler.

Bestes Beispiel ist die auf der EMO präsentierte Wechseltisch-Baureihe WWE. Diese ist nun elektrisch angetrieben und damit deutlich leistungsstärker. Sie löst die bisherigen mit Luft angetriebenen WW-Modelle ab und bietet eine effiziente Lösung für einen hauptzeitparallelen Werkstückwechsel. Mit einer Drehung um 180 Grad erfolgt der Wechsel der fest installierten Tischplatten zwischen Rüstplatz und Bearbeitungsraum. Hirthverzahnungen gewährleisten dabei eine genaue Endposition. Das System ist autark und eignet sich daher auch ideal für Maschinen mit verschiedenen Hauptsteuerungen. Der dynamische Bewegungsablauf über einen Antrieb mit integriertem Umrichter und Servomotor ermöglicht schnelle Wechselzeiten bis zu 3,5 Sekunden.

Auch die Zweiachs-Schwenkeinrichtungen der Baureihe ZASR für die fünfachsige Bearbeitung werden Thema auf dem Peiseler-Messestand sein. Die vierte und fünfte Achse liegen bei diesem Maschinenkonzept im Werkstück, was im Vergleich zu zweiachsigen Schwenkköpfen höhere Steifig- und Genauigkeiten ermöglicht.

Die Zweiachs-Schwenkeinrichtung ZASR ist nicht nur mit Planscheiben, sondern auch mit Palettierungssystem erhältlich. Auch Sonderbauformen wie Schlittenausführungen gehören zum Angebot.

Damit können die Anwender Transportlasten bis 6.000 Kilogramm und Werkstücke bis zu einem Durchmesser von 2.200 Millimetern bewegen. Ein elektrisch verspannter Zahnradantrieb erlaubt eine hochdynamische Simultanbearbeitung. Die großzügig dimensionierte Schwenkachse ist mechanisch und thermisch symmetrisch aufgebaut und führt gerade bei der Schwerzerspanung zu ausgezeichneten Ergebnissen.

Umfangreiche Erweiterungen bei der ATC-Baureihe

Bei der auch für Endwender konzipierten erfolgreichen Produktbaureihe ATC bietet Peiseler eine Reihe von Erweiterungen. So ist diese in allen Größen künftig auch mit Gegenlagern erhältlich, die auf einer gemeinsamen Grundplatte montiert eine leistungsfähige Schwenkbrücke ergeben. Diese WTC genannte Version kann der Kunde mit nahezu beliebigen Vorrichtungen bestücken. Das flexible ATC-Baukastensystem eignet sich auch zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Bearbeitungszentren durch eine vierte und gegebenenfalls fünfte Achse sowie für Sonderkonstruktionen und Anpassungen an kundenspezifische Anforderungen.

Auf der EMO ist sicher auch die Kopplung von mehreren ATC-Geräten zu Mehrfachwendern mit horizontaler Achse für die mehrspindelige Bearbeitung von großem Interesse. Die auf der bewährten Baureihe basierenden Zweiachs-Schwenkeinrichtungen ZATC hat Peiseler zudem mit Gegenlagern ergänzt. Dadurch lassen sich deutlich größere und schwerere Werkstücke bearbeiten und die Spitzenhöhe der Planscheibe verringern.

Auch für das auf dieser EMO herausragende Thema Industrie 4.0 ist Peiseler gerüstet: Denn dafür ist die Diagnose und Auswertung unterschiedlichster Sensoren von immenser Bedeutung. Hier trumpft Peiseler mit der Temperaturmesskarte DDC 1000. Speziell für Anwendungen von Synchron-Einbaumotoren in Werkzeugmaschinen konstruiert garantiert sie eine sichere galvanische Trennung zwischen den Ein- und Ausgängen der Temperaturfühler. Zudem ermöglicht sie die Auswertung mehrerer Sensoren und Weiterleitung an die übergeordnete Steuerung. Mit der DDC 1000 hat Peiseler eine Alleinstellung im Markt.

„Als Weltleitmesse für die Metallbearbeitung hat die EMO für uns eine überragende Bedeutung“, betont Korischem. „Hier treffen wir unsere Kunden aus Deutschland genauso wie aus anderen für uns wichtigen Exportmärkten.“ Neben europäischen Ländern seien dies insbesondere auch China und Taiwan, wo Peiseler in Taipeh vor kurzem eine weitere Tochtergesellschaft gegründet hat. Von dort aus baut das Unternehmen sein Asien-Geschäft und den kundennahen Service weiter aus. „Auf der EMO ist dies sicher ein interessanter Aspekt für unsere fernöstlichen Gäste“, unterstreicht Korischem, „wenn auch natürlich die dort vorgestellten Innovationen im Vordergrund stehen.“

Peiseler auf der EMO 2017: Stand A17, Halle 12

Kontakt:

www.peiseler.de