Hohe Effizienz durch Vorsatzspindel

Die Firma Eckold setzt bei der Mikro- und Präzisionsbearbeitung auf die INGERSOLL Typhoon-Spindel und spart sich damit die Beschaffung von Spezialmaschinen, die nicht voll ausgelastet wären. Die Vorstellung der Typhoon HSM-Spindel war für Eckold das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt.

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Werkstück im eingespannten Zustand auf der Fräsmaschine, sowie HSM Typhoon- Spindel mit Vollhartmetallfräser.

Die Firma Eckold mit Hauptsitz in St. Andreasberg im Harz ist ein Familienunternehmen seit der Gründung im Jahre 1936. Als langjähriger Spezialist für die spanlose Kaltumformung von Blechen und Profilen und als Wegbereiter für innovative Blechverbindungstechniken, ist man ein gefragter Partner der blechverarbeitenden Industrie und dem Handwerk.

Für einen weltweiten Kundenkreis aus der Automobilindustrie, dem Flugzeugbau, dem Schiffs- und Waggonbau sowie der gesamten blechverarbeitenden Industrie konstruiert und fertigt Eckold heute Werkzeuge, Maschinen und Anlagen zum Umformen, Fügen und Stanzen von Blechen und Profilen.

Trotz dieses weiten Kundenspektrums entfallen etwa 70 % des weltweiten Umsatzes auf die Automobilindustrie und die Automobilzulieferer. Besonders die Clinchtechnik, deren Entwicklung von der Firma Eckold grundlegend geprägt wurde, ist ein Fügeverfahren, das in der Automobilindustrie immer mehr Beachtung findet. Auch wenn das Punktschweißen noch immer die bevorzugte Fügetechnik in der Automobilindustrie ist, werden durch den Mix an Blechdicken und Materialien in Zukunft immer mehr Fügeverbindungen in Mischbauweise angewendet werden.

Bei einem Modell eines führenden Automobilherstellers wird das Eckold-System des Clinchens und Clinchklebens (Hybridfügen) in Kombination angewandt. Mit 658 Clinchpunkten pro Fahrzeug hat das Verfahren seine Großserientauglichkeit unter Beweis gestellt.
Die Zukunft gehört also nicht einem einzigen Fügeverfahren, sondern liegt in einer intelligenten und sinnvollen Mischbauweise.

Das Unternehmen wurde im Jahre 1936 von Walter Eckold gegründet, der als Meister beim Flugzeugbauer Junkers mit der Blechbearbeitung vertraut war.

Im April des Jahres 2016 feierte man bei Eckold die 80-jährige Tradition. Man nutzte diese Jahreszahl um den Menschen in der Region das Unternehmen nahe zu bringen und eine klare Positionierung zu dem jetzigen Standort abzugeben. Diese Verbundenheit mit der Region und ihren Menschen schlägt sich bei der Firma Eckold auch in einer sehr geringen Fluktuation nieder. Insgesamt ist die Personal- und Mitarbeiterentwicklung bei Eckold ein wichtiges Unternehmensziel. Dies wird auch deutlich durch die überdurchschnittlich hohe Ausbildungsquote. So sind ca. 10 % der Belegschaft Auszubildende. Aber auch junge Mitarbeiter, denen man die Möglichkeit eines dualen Studiums eröffnet, profitieren von der aktiven Mitarbeiter-entwicklung bei Eckold.

Tradition versteht man bei Eckold aber nicht am Festhalten des Althergebrachten, es ist auch Tradition, sich immer der Entwicklung zu stellen und durch Innovationen zum Fortschritt beizutragen und das eigene Unternehmen zu festigen. So hat man sich im Hause neu aufgestellt und dokumentiert dies durch ein frisches Logo.

Zusammenarbeit mit INGERSOLL Werkzeuge GmbH

Henning Stelter (Eckold), Jochen Giesing (INGERSOLL ), Harry Werwai (INGERSOLL), Sebastian Eckert (Eckold), Klaus Bremer (Eckold) (v.l.n.r.)

Die Zusammenarbeit mit INGERSOLL steht bei der Firma Eckold durch langjährige Anwendungsunterstützung durch Herrn Schuppe (Verkauf und Beratung Fa. INGERSOLL) auf solidem Fundament.

„Bei Problemstellungen war Herr Schuppe immer parat und er hatte auch eine Lösung.“ Mit diesem Satz lobt Herr Klaus Bremer (Leiter Fertigung Fa. Eckhold) die über 15- jährige Zusammenarbeit mit Herrn Schuppe, der den Kunden Eckold schon von seinem Vorgänger übernommen hat.

Hartfräsen einer Clinch-Matrize

Da Herr Schuppe bei den kontinuierlichen Besuchen bei Eckold auch auf neue Bearbeitungen und Problemstellungen angesprochen wird, war die Bearbeitung einer Matrize aus hochlegiertem Spezialstahl für ein Clinch-System ebenfalls ein Thema.

Das zu bearbeitende Werkstück ist ein Verschleißteil aus einem hochlegierten Werkstoff mit einer Festigkeit von 63 HRC. Bei diesem Spezialstahl handelt es sich um einen pulvermetallurgisch hergestellten Kaltarbeitsstahl.

Werkstück „Matrize“ vor und nach der Bearbeitung mit INGERSOLL INROC 008 Fräser.

Als optimales Werkzeug wurde ein INROCkwell-Hochpräzisionskugelfräser aus der INGERSOLL Plendur-Serie gewählt, der für die Bearbeitung von hochhartem Material bis 70 HRC geeignet ist. Der Fräser bietet höchste Präzision durch freigeschliffene Werkzeuggeometrie und spezielle Freischliffe, auch in diesem kleinen Durchmesserbereich. Für das gewählte Werkzeug mit Durchmesser 0,8 mm stand keine geeignete Spindel zur Verfügung, um auf vernünftige Schnittgeschwindigkeiten zu kommen.

Bei den Fertigungsverantwortlichen der Firma Eckold wurden alle denkbaren Möglichkeiten diskutiert. Elektrospindeln oder Getriebespindeln wurden überdacht, sowie eine neue Maschine in Betracht gezogen, der Gedanke dann aber schnell verworfen, da die Maschine mit der HSC-Bearbeitung nicht ausgelastet werden konnte.

„Es muss eine Lösung her, aber eine bezahlbare“ war die Leitlinie, nach der Herr Klaus Bremer (Leiter Fertigung Fa. Eckhold) auch Herrn Schuppe um seine Meinung bat.

Da INGERSOLL gerade die HSM Jet-Spindel Typhoon vorgestellt hatte, war dies genau das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt. Schnell war beschlossen, dass man gemeinsam die HSM-Spindel bei der Bearbeitung der Matrize einsetzen wollte.

Bei der Bearbeitung der Matrize wird das Werkstück komplett geflutet, um eine kontinuierliche Kühlung der Schneiden zu gewährleisten.

Für die Bearbeitung des hochfesten Spezialmaterials wird Kühlschmierstoff empfohlen, besonders in Anbetracht einer gewünschten hohen Oberflächenqualität. Da es sich hier um eine Fräsbearbeitung handelt, wurde ein komplettes Fluten des Werkstückes angestrebt.

Der Einsatz der HSM Jet-Spindel wurde von Herrn Harry Werwai (Anwendungstechniker Fa. INGERSOLL) geplant und durchgeführt. Die Bearbeitung verlief erfolgreich. Das Werkstück konnte in ca. 2,5 Minuten bearbeitet werden. Die zur Verfügung stehende Drehzahl von 23.000 U/min erlaubte eine Schnittgeschwindigkeit von 56 m/min bei dem Werkzeugdurchmesser von 0,8 mm. Auch die erreichte Oberflächenqualität konnte überzeugen.

Schon der erste Einsatz der Typhoon-Spindel war ein voller Erfolg und für die Produktverantwortlichen der Firma Eckold stand fest, dass der neue Spindelvorsatz auch bei weiteren sinnvollen Anwendungen zum Einsatz kommen wird.

Werkstück nach der Bearbeitung.

Die INGERSOLL Typhoon HSM-Spindel

Die Typhoon HSM-Spindel ist eine Spindel für die Mikro- und Präzisionsbearbeitung. Sie ist angetrieben durch Kühlmittel und bietet eine hohe Effizienz beim Zerspanen mit hohen Drehzahlen. Das Kühlmittel wird durch die Maschinenspindel zugeführt und treibt die Turbine an, wobei höherer Druck und Strömungsgeschwindigkeit die Drehzahl und Leistung der HSM-Spindel steigern.

Ingersoll HSM Jet-Spindel mit drahtloser Drehzahl-Sensor/Sender-Einheit.

Sie ist anwendbar auf einer Vielzahl von Standard- und Sondermaschinen, bietet eine Verkürzung der Bearbeitungszeit und erweitert den Schnittgeschwindigkeits-bereich gegenüber der Maschinenspindel. Die Typhoon HSM-Spindel kann in den automatischen Werkzeugwechsler der Bearbeitungsmaschine integriert werden. Der drahtlose Drehzahlmesser mit kontaktlosem Sensor bietet permanente Drehzahlmessung während der Bearbeitung.

Kontakt:

www.ingersoll-imc.de