Solide Entwicklung bei der Hermle AG

Der Herstellern von Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren meldet nach neun Monaten 2016 ein Umsatzplus von 11,5 %

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Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG hat sich im dritten Quartal 2016 weiter solide entwickelt. In den ersten neun Monaten 2016 konnte der schwäbische Werkzeugmaschinenhersteller den Konzernumsatz daher gemessen am entsprechenden Vorjahreswert um 11,5 % auf 273,8 Mio. Euro steigern (Vj. 245,5). Hierzu trugen auch die in diesem Jahr vorgestellten C-250 Maschinen der neuen, hochwertigen Einstiegsbaureihe (Performance Line) von Hermle bei. Das Inlandsvolumen erhöhte sich im Berichtszeitraum um gut 11% auf 113,4 Mio. Euro (Vj. 101,8) und der Auslandsumsatz um annähernd 12 % auf 160,4 Mio. Euro (Vj. 143,7). Damit blieb die Exportquote nahezu unverändert bei 58,6 % (Vj. 58,5).

Das Ergebnis des Hermle-Konzerns nahm von Januar bis September 2016 aufgrund der guten Auslastung und auch wegen einmaliger Sondereffekte, die den Vorjahresvergleichswert belastet hatten, überproportional zum Umsatz zu. Im dritten Quartal kam es jedoch zu der erwarteten Normalisierung.

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Hermle Bearbeitungszentrum C250

Wie vorgesehen weitete Hermle das Investitionsvolumen in der Berichtsperiode auf rund 9,0 Mio. Euro aus (Vj. ca. 5,5 Mio. Euro). Die Schwerpunkte lagen auf zwei Bauprojekten, die planmäßig verlaufen: Zum einen wird ein Produktionsgebäude am Firmensitz in Gosheim modernisiert und erweitert, zum anderen ein neuer Standort in Zimmern im Nachbarlandkreis Rottweil errichtet. Dort konnte im dritten Quartal nach sehr kurzer Genehmigungszeit mit dem Bau begonnen werden.

Am 30. September 2016 beschäftigte Hermle konzernweit 1.021 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 35 Personen mehr als am Vorjahresstichtag und 44 Personen mehr als zum Jahreswechsel. Der im Vergleich zum Umsatz unterproportionale Zuwachs resultierte vor allem aus dem gewerblichen Bereich. Hier wurden auch viele Auszubildende mit erfolgreichem Abschluss übernommen und die frei gewordenen Lehrstellen wieder neu besetzt. Einstellungen gab es außerdem im Service, bei der auf generative Fertigung spezialisierten Hermle Maschinenbau GmbH sowie für Gebäudereinigung und Catering.

Der Hermle-Auftragseingang erhöhte sich in den ersten neun Monaten 2016 konzernweit um annähernd 4 % auf 278,3 Mio. Euro (Vj. 267,8). Dabei nahmen die neuen Bestellungen aus dem Ausland um knapp 10 % auf 163,9 Mio. Euro zu (Vj. 149,3), im Inland dagegen um 3,5 % auf 114,4 Mio. Euro ab (Vj. 118,5). Der Auftragsbestand lag per 30. September 2016 mit 127,7 Mio. Euro leicht über dem Niveau von 123,2 Mio. Euro am 31. Dezember 2015, aber fast 10 % unter dem Wert vom Vorjahresstichtag (Vj. 141,4).

Im Oktober hat sich die Nachfrage wie erwartet etwas beruhigt. Hermle führt das unter anderem auf zunehmende Hemmnisse bei Lieferungen nach China und in die Türkei sowie das anhaltend schwierige Russland-Geschäft zurück. Auch die insgesamt hohe Unsicherheit der künftigen konjunkturellen Entwicklung und die Diesel-Abgasaffäre, die in der deutschen Industrie trotz aktuell guter Auslastung zu einer vorsichtigeren Grundstimmung führt, machen sich bemerkbar. Die Abkühlungstendenzen dürften sich bei Hermle überwiegend erst im Folgejahr auswirken. Die Prognose für das Gesamtjahr 2016, die von einem Umsatzanstieg im mittleren bis oberen einstelligen Prozentbereich und einer Ergebnisverbesserung in ähnlicher Größenordnung ausgeht, sollte gestützt auf die solide Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf gut erreichbar sein.

Kontakt:

www.hermle.de