Mit Robotern Fertigungsprozesse optimieren

SAV zeigt mit automatisiertem Spannbackenwechsel an einem Zentrischspanner im Arbeitsraum clevere Lösung für mannlose Produktion

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Intelligente Automationslösungen, -prozesse und -produkte bieten für Industrieunternehmen mehr Flexibilität und Effizienz bei gleichzeitig geringeren Fertigungskosten. Die SAV GmbH entwickelte eine Lösung, die diese Vorteile umsetzt – den automatisierten Spannbackenwechsel an einem Zentrischspanner im Arbeitsraum.

Der Trend zu immer kleineren Losgrößen erfordert Flexibilität und kurze Umrüstzeiten. SAV zeigt nun eine revolutionäre Lösung: Bei der Weltneuheit wechselt ein Roboter Spannbacken am Präzisions-Zentrischspanner des strategischen Kooperationspartners Hofstetter Vorrichtung & Maschinenbau GmbH automatisiert und in Sekundenschnelle. „Damit haben wir das weltweit erste System entwickelt, bei dem ein Roboter Zentrischspanner in Bearbeitungszentren in wenigen Sekunden umrüsten kann“, erklärt Dr. Stefan Hamm, SAV Geschäftsführer.

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Automatisierter Spannbackenwechsel

Bisher standen selbst automatisierte Maschinen am Ende des Fertigungsloses solange still, bis der Bediener fürs Umrüsten verfügbar war. Da die SAV-Automation den Rüstvorgang des Spannmittels komplett selbstständig startet, vermeidet diese Stillstandzeiten. So überbrücken Unternehmen sogar beim Wechsel auf das nächste Fertigungslos Pausen. Insbesondere bei kleinen Losgrößen reduzieren sich so die Rüstkosten erheblich. War der manuelle Backenwechsel bisher zeitaufwendig und erforderte Werkzeuge, so erfolgt er nun vollautomatisch und mannlos in wenigen Sekunden. Damit sind Maschinenbediener in der Lage, mehrere Maschinen zu betätigen, wodurch Unternehmen den Personaleinsatz optimieren können.

k241_161107_03Roboterzelle mit SPS-Steuerung
SAV zeigte auf der AMB, am Beispiel der Roboterzelle SAV RZ10, eine Lösung für den automatisierten Spannbackenwechsel. Diese Automationszelle mit 6-Achs-Roboter speichert die Werkstücke in zwei stabilen Schubladen. Dank des flexiblen und modularen Aufbaus ist sie jederzeit erweiterbar und kann bis zu zwei Werkzeugmaschinen bedienen.

Die Roboterzelle ist für komplexe Werkstücke mit Taktzeiten von über fünf Minuten und einem Gewicht von bis zu drei Kilogramm geeignet.
Zusätzlich zum Be- und Entladen der Werkzeugmaschine übernimmt sie bei Bedarf auch Nebenoperationen wie Entgraten, Montieren, Messen und Prüfen und eröffnet somit zusätzliches Kostensenkungspotenzial. Bei der gezeigten Lösung übernimmt der Roboter zusätzlich das Umrüsten des Spannmittels. Außerdem besitzt die RZ10 eine integrierte SPS-Steuerung. Dank ihrer einfachen Schnittstelle zur Maschine ist die Roboterzelle ohne großen Aufwand integrierbar und jederzeit nachrüstbar.

Kontakt:

www.sav-spanntechnik.de