Neue Schleifköpfe ermöglichen das Innenschleifen

Die Liebherr-Verzahntechnik GmbH entwickelt die Wälz- und Profilschleifmaschine LGG 280 für die Bedürfnisse der Luftfahrtindustrie weiter.

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Für die Anforderungen der Luftfahrtindustrie wurde die LGG 280, die sowohl das Profil- als auch das Wälzschleifen beherrscht, zusätzlich mit einer innovativen Automation versehen. Durch die neuen Innenschleifköpfe auf OPALBasis ist nun auch das Innenschleifen möglich. Um an der Schleifmaschine von Außen- auf Innenverzahnungen umzurüsten, ist die Montage eines neuen adaptierbaren Innenschleifkopfes möglich. Dieser ist in etwa einer halben Stunde angebracht. „Er ermöglicht ein einfaches und wiederholgenaues Wechseln der Profilscheiben aus abrichtbarem Korund oder galvanisch gebundenem CBN“, berichtet Dr.-Ing. Andreas Mehr aus der Technologieentwicklung und -beratung Schleifen und Stoßen bei der Liebherr-Verzahntechnik GmbH.

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Mitarbeiter der Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH und der Liebherr-Verzahntechnik GmbH bei der Übergabe der neuen LGG 280

„Insgesamt sind die Rüstzeiten sehr kurz, damit kleine Losgrößen und auch Einzelteile wirtschaftlich produziert werden können“, erklärt Dr.- Ing. Hansjörg Geiser, Leiter der Entwicklung Verzahnmaschinen. Aus dem gleichen Grund ist die Maschine mit einer fakultativen Automation versehen: Größere Stückzahlen können über ein Transportband mannlos abgearbeitet werden. Für kleinere Aufträge ist auch eine manuelle Beladung möglich. „Aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen in der Luftfahrtindustrie ist die Automation entsprechend angepasst worden, auch im Hinblick auf flexible Spannmittel. Mit der jetzigen Lösung kann das Bauteilspektrum optimal abgearbeitet werden – in deutlich reduzierten Bearbeitungs- und Rüstzeiten“, sagt Hansjörg Geiser.

Ebenfalls steht ein neues Abschliff-Messsystem zur Verfügung. Es ermittelt das Aufmaß und den Verzug vor und nach dem Schleifen und dokumentiert diese. Seit März 2016 ist die LGG 280 nun bei der Liebherr-Aerospace Lindenberg GmbH im Einsatz. Schon eine Woche nach Inbetriebnahme war die Maschine voll in die Serienproduktion eingebunden.

Kontakt:

www.liebherr.com