Zerspanen auf hohem Niveau

CNC-Dienstleister Jung setzt auf Präzision und Prozesssicherheit – und Werkzeugmaschinen von teamtec

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Die Zerspanung von hochfestem Aluminium ist die Spezialität des Lohnfertigers Jung in Schwäbisch Hall. Um seine Kunden aus der Luftfahrt zufrieden zu stellen, setzt er auf einen High-End-Maschinenpark, den er seit drei Jahren mit Maschinen von teamtec bestückt. Biglia, Sigma und OKK – mit allen von teamtec gelieferten Marken hat er positive Erfahrungen gemacht.

Gewichtseinsparung ist in der Luftfahrt ein wesentlicher Faktor. Jedes noch so kleine Bauteil ist dahingehend optimiert. Dementsprechend hat sich die Jung GmbH & Co. KG auf die Zerspanung von Integralbauteilen aus hochlegiertem Aluminium spezialisiert. Schließlich stammen die wichtigsten Abnehmer aus der Luftfahrtindustrie, weitere aus der Medizintechnik und dem allgemeinen Maschinenbau.

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Das horizontale Fünf-Achs-Zentrum OKK HM-X6000 erfüllt die Wünsche von Zerspanungs-Dienstleister Jung: Sie wird von der aktuellen Fanuc-CNC gesteuert, verfügt über einen steifen Maschinenaufbau und bietet beachtliche Leistung.

Eine langjährige und besonders enge Beziehung pflegt das knapp 40 Mitarbeiter starke Familienunternehmen mit einem namhaften Hersteller von Flugzeugsitzen. Als Geschäftsführer Klaus Dieter Jung 1982 den damaligen Werkzeugbaubetrieb von seinem Vater übernahm, siedelte sich nahezu zeitgleich der Flugzeug-Zulieferer mit einer Niederlassung in der Nachbarschaft an. Jung nahm die Chance wahr, ihm seine Zerspanungs-Dienstleistungen anzubieten: der Beginn einer intensiven Partnerschaft, die es dem Lohnfertiger ermöglichte, sich schnell vom konventionellen Zerspanungsbetrieb zum Technologie-Unternehmen zu entwickeln.

Klaus Dieter Jung erklärt: „Für die Luftfahrtindustrie zerspanen wir hauptsächlich Integralteile, bei denen es auf hohe Stabilität und geringes Gewicht ankommt. Dafür benötigen wir stabile Bearbeitungszentren, die ein großes Zeitspanvolumen bei hoher Konturgenauigkeit und Oberflächengüte erreichen. Denn 90 Prozent Materialzerspanung sind keine Seltenheit.“

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Integral-Bauteile aus Aluminium, bei denen bis zu 90 Prozent des Rohlings zerspant werden.

Qualität ist das A und O für den Erfolg – davon ist Klaus Dieter Jung überzeugt, und Qualität heißt für ihn, den Anforderungen der Kundschaft entsprechend zu liefern. Dass ihm und seinen Mitarbeitern das gut gelingt, bestätigt unter anderem die extrem geringe Beanstandungsquote des Flugzeug-Zulieferers, die in den letzten Jahren durchschnittlich bei lediglich 0,02 bis 0,03 Prozent lag – bei zigtausend gelieferten Bauteilen.

Das Qualitätsdenken gab auch den Anstoß für die Gründung eines zweiten Betriebs der Familie Jung: „Wir haben 2010 mit der Primus Oberflächentechnik GmbH und Co. KG eine eigene Galvanik-Firma für Anodisieren, Hartanodisieren und Chemisch-Nickel gegründet, die mein Schwiegersohn Nesa Jung-Pantic als Geschäftsführer leitet. Auf die am Markt beziehbaren Qualitäten konnten wir uns einfach nicht verlassen und mussten im Sinne unserer Kunden aktiv werden.“ Mit Erfolg, denn heute machen sich Synergieeffekte in beide Richtungen bemerkbar. Einerseits veredelt die Galvanik die Oberflächen von vielen Aluminiumteilen – wobei Primus Oberflächentechnik zunehmend Aufträge externer Kunden erhält – andererseits liefert auch Jung spezielle Komponenten an die Galvanik.

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Biglia B 446Y2

„Billigmaschinen können wir uns nicht leisten“

Zurück zur CNC-Zerspanung: Jung produziert in erster Linie Prototypen, Klein- und Vorserien, die in Losgrößen zwischen zwei und 200 Stück gefertigt werden, sowie kleine Montagegruppen. „Neben unseren erfahrenen und motivierten Mitarbeitern benötigen wir zwingend einen hochwertigen Maschinenpark, den wir permanent auf aktuellem Stand der Technik halten. Er enthält ausschließlich Premiummaschinen. Billigprodukte können wir uns nicht leisten“, erklärt der Geschäftsführer.

2013 stieß Jung auf die teamtec CNC-Werkzeugmaschinen GmbH in Alzenau, die seit 29 Jahren als Vertreter führender Werkzeugmaschinenhersteller aktiv ist. Klaus Dieter Jung sagt: „Mit teamtec haben wir einen Partner auf Augenhöhe gefunden, ebenfalls ein Familienunternehmen in unserer Größe mit ganz flachen Hierarchien. Das ist uns sehr sympathisch, vor allem weil wir unsere Ansprechpartner kennen und alle Themen unverzüglich besprechen können.“ Er ergänzt: „Und vor allem bietet teamtec Werkzeugmaschinen an, die von Grund auf solide, präzise und prozesssicher sind. Dazu kommt die hohe Kompetenz der teamtec-Mitarbeiter, auch in Applikationsbelangen. Daher haben wir in der kurzen Zeit bereits vier Maschinen gekauft.“

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Die OKK HM-X6000 ist ein leistungsstarkes Fünf-Achs-BAZ mit einem X-Verfahrweg von 1000 mm. Durch den Wechseltisch lässt es sich gut beladen und einrichten.

Der erste Kontakt zu teamtec kam über eine Investition zustande, die nichts mit dem Kerngeschäft von Jung – dem Zerspanen von Integralbauteilen – zu tun hat. Das „verwandte“ Galvanik-Unternehmen benötigte zigtausend Verschraubungen aus schwer zerspanbaren Materialien. Klaus Dieter Jung erschien es sinnvoll, diesen Auftrag in seinem Hause abzuwickeln, und so machte er sich auf die Suche nach einer geeigneten Maschine: „Da ich von der Drehbearbeitung nicht allzu viel verstehe, ließ ich mich beraten. Von verschiedenen Seiten wurde mir die Biglia B 446Y2 empfohlen, ein doppelspindliges Drehzentrum mit zwei Werkzeugträgern und zwei Y-Achsen. Mir gefiel die kompakte Bauweise und die Flexibilität, die für unsere Aufgaben notwendig ist.“

Jung wird durch diese Investition zwar nicht zum Lohnfertiger für Dreharbeiten, doch das Unternehmen benötigt selbst immer wieder kleine Bolzen, Anschläge, Hülsen oder Achsen, um Montage-Baugruppen zu komplettieren. Anstatt ungeliebte Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen, lasten solche Aufträge die Maschine mittlerweile einschichtig aus.

Flexible Drehmaschine als sinnvolle Ergänzung

Die zur Biglia Quattro-Baureihe gehörende B 446Y2 hat ihre Stärken im steifen Revolver- und kompakten Gesamtaufbau. Sie ist vielseitig einsetzbar und hoch produktiv. Eigenschaften, die für Klaus Dieter Jung sehr wichtig sind. Zudem wird sie von einer Fanuc-CNC 31i-Model B gesteuert – ein Muss, wie der Geschäftsführer erklärt: „Aus unseren Erfahrungen, was die Leistungsfähigkeit, Zuverlässigkeit und Kompatibilität über Steuerungsgenerationen hinweg anbelangt, haben wir schon im Jahr 2000 festgelegt, dass alle strategisch entscheidenden Werkzeugmaschinen mit einer Fanuc CNC ausgestattet sein müssen. Davon weichen wir mittlerweile auch bei den Maschinen nicht mehr ab, die keine Kernaufgabe erfüllen.“

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Auch wenn die Bauteile in verschiedenen Schräglagen bearbeitet werden müssen, ist die Aufspannung – dank der Fünfachsigkeit der OKK HM-X6000 – einfach.

Durch diesen Kauf und die qualifizierte Unterstützung vonseiten teamtec motiviert, entschied sich Jung, auch in der Spezialdisziplin, dem Fräsen, die Dienste der Alzenauer Werkzeugmaschinen-Spezialisten in Anspruch zu nehmen. Im Dezember 2013 wurde eine Sigma Leader 6 geordert, eine sehr stabile 3-Achs-Maschine, deren X-Achse im Tisch liegt. Jung nutzt sie in erster Linie zur Vorbearbeitung der Integralbauteile, für die die Rohlinge mittels Vakuumspanntechnik auf den Tisch gespannt werden.

„Viele glauben, dass für Aluminiumzerspanung leichte Maschinen genügen“, argumentiert Klaus Dieter Jung, „aber das kann man so nicht sagen. Wir zerspanen hochfestes Aluminium mit einer Zugfestigkeit über 500 N/mm2 aus dem Vollen. Dafür benötigen wir ein starkes Drehmoment und wollen hohe Drehzahlen nutzen. Ohne Masse und die damit verbundene Steifigkeit funktioniert das nicht.“ Die Sigma Leader 6 konnte nicht nur beim obligatorischen Jung-Test überzeugen, bei dem ein Fräser voll umschlungen durchs Prüfbauteil fährt. Auch in der Praxis hat sie sich bewährt und sogar Aufträge ermöglicht, die Jung vorher hätte ablehnen müssen.

Fünfachsig zu qualitativ und wirtschaftlichen Top-Resultaten

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Klaus Dieter Jung (in der Mitte) freut sich mit teamtec-Geschäftsführerin Mireille Blum und Vertriebsleiter Claudio Lista über die erfolgreiche Partnerschaft zwischen den beiden Familienunternehmen.

Ein Jahr später entschied sich Jung für eine OKK HM-X6000. Den japanischen BAZ-Hersteller vertritt teamtec bereits seit zehn Jahren. Eine Zeit, in der bei den teamtec-Mitarbeitern großes Fräs-Know-how gewachsen ist, das den Kunden in vielfältiger Weise bis hin zur Applikationsbetreuung zugutekommt. Das fünfachsige Fräszentrum ist für Jung eine klassische Ersatzinvestition, mit welcher der Lohnfertiger seinen Maschinenpark auf technisch modernstem Niveau hält. Insofern hatten die Zerspanungsfachleute eine klare Vorstellung von Ausstattung und Leistungsvermögen der Maschine. „Im Vergleich zu unseren bisherigen Maschinen konnte die OKK HM-X6000 bei den Leistungsdaten noch was drauflegen, so dass wir damit für die Zukunft gut gerüstet sind.“

Das horizontale Bearbeitungszentrum erfüllt auch sonst alle Wünsche: Sie wird von der aktuellen Fanuc-CNC gesteuert, verfügt über einen steifen Maschinenaufbau und bietet in der fünften Achse ein Gegenlager. Auch mit einem Verfahrweg in X von 1 m übertraf sie ihren Vorgänger. Von der Qualität der Fräsergebnisse ist Klaus Dieter Jung begeistert: „Die hohe Konturtreue kann man messtechnisch kaum noch erfassen. Klar, die Maschine erreicht eine Oberflächengüte von Ra unter 1 µm. Aber bei unseren Kunden zählt auch die Optik, und die auf der OKK HM-X6000 hergestellten Teile sehen einfach gut aus.“

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Das Magazin der OKK HM-X6000

Nach über einem Jahr kennt Klaus Dieter Jung – gelernter Industriekaufmann, Werkzeugmacher und Maschinenbautechniker – seine Maschine genau und kann dementsprechende Kapazitäten anbieten. „Schließlich bin ich nicht nur für die Fertigung, sondern auch für den Vertrieb zuständig“, sagt der Firmenchef. Als ideales Einsatzfeld hat er unter anderem medizinische Geräteteile ausgemacht. Diese sehen oft unscheinbar aus, haben jedoch zahlreiche Schrägen zu bearbeiten. Weil dies auf drei- oder vierachsigen Maschinen komplizierte Vorrichtungen erfordert, erachtet er die fünfachsige Bearbeitung und dementsprechend einfache Aufspannung als wirtschaftlicher.

Eine Maschine für hohe Zeitspanvolumen

Aktuell hat sich Jung zum Kauf einer weiteren OKK-Maschine entschieden. Das horizontale BAZ HMC500 mit ihren Verfahrwegen 760 x 760 x 800 mm (in X-, Y- und Z-Achse) und 500er-Palette will er ab Herbst 2016 in der Aluminiumzerspanung für Integralteile einsetzen. Dementsprechend stand ein hohes Leistungsvermögen ganz vorne im Anforderungskatalog, gleich neben den obligatorischen Grundbedingungen wie aktuelle Fanuc-Steuerung und ausgeprägte Stabilität.

Claudio Lista, teamtec-Vertriebsleiter, erklärt: „Bei der HMC-Baureihe handelt es sich um für die Serienfertigung entwickelte horizontale Bearbeitungszentren, die auf kurze Bearbeitungs- und Nebenzeiten ausgelegt sind. So weist die HMC500 gegenüber vergleichbaren horizontalen Zentren um zehn bis 15 Prozent kürzere Zyklus- und um zwölf Prozent kürzere Span-zu-Span-Zeiten auf. Durch 63 m/min Eilganggeschwindigkeit, 1g Beschleunigung und 2,9 s Span-zu-Span-Zeit lassen sich die Nebenzeiten drastisch senken.“

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Der erste Kontakt zu teamtec kam über die Biglia B 446Y2 zustande. Denn Jung suchte eine flexibel einsetzbare Drehmaschine, um Verschraubungen aus schwer zerspanbaren Materialien herzustellen.

Für die Hochleistungs-Aluminiumzerspanung ist Klaus Dieter Jung der Einsatz möglichst kurzer Fräswerkzeuge wichtig: „Da kommt uns die OKK HMC500 mit ihrem hohen Spindeldrehmoment von 250 Nm und dem minimalen Abstand von 70 mm von der Spindelnase bis zur Rundtischmitte sehr entgegen. So können wir mit relativ kurzen Werkzeugen arbeiten und hohe Leistungen abrufen.“ Das hat ein vor dem Kauf erfolgter Test bestätigt, bei dem er einen dreischneidigen Fräser (Durchmesser 12 mm) mit einer Drehzahl von 10000 min-1 und über 7 m/min Vorschub durch hochfestes Aluminium fahren ließ. „Das bewältigte die Maschine tadellos“, so Klaus Dieter Jung. Für ihn ist klar: „Die Maschine hat das Potential, unsere bisherigen Bearbeitungszeiten weiter zu reduzieren.“

Aluminiumzerspanung im Klein- und Mittelserienbereich

Das Unternehmen Jung wurde 1926 von Karl Jung als Ein-Mann-Betrieb in Leipzig zur Herstellung von Gewindeschneidwerkzeugen gegründet. 1950 zog er nach Schwäbisch Hall um, wo Nachfolger Dieter Jung die Produktpalette um Schnitt- und Stanzwerkzeuge erweiterte. Im Jahr 1982 übernahm Klaus Dieter Jung den Betrieb und baute die heutige Jung GmbH & Co. KG auf. Seit 2006 bringt sein Sohn Michael Jung als studierter Luft- und Raumfahrtingenieur wichtiges Know-how in den elterlichen Betrieb ein, an dem er bereits 30 Prozent der Anteile hält. Das Unternehmen beschäftigt heute knapp 40 Mitarbeiter, die einen Jahresumsatz von rund 8 Mio. Euro erwirtschaften. Spezialgebiet ist die CNC-Zerspanung von Präzisionsbauteilen aus Aluminium. Die Kunden stammen aus der Luftfahrtindustrie, der Mess- und Medizintechnik sowie dem allgemeinen Maschinenbau. Das Unternehmen ist nach der Qualitätsnorm EN ISO 9001:2000 und nach der Luftfahrtnorm DIN EN 9100:2009-2010 zertifiziert.

Kontakt:

www.teamtec-gmbh.de

www.cnc-jung.com