Werkzeugmaschinen-Philosophie im Motorrennsport

Gene Haas gründete 1983 das CNC-Werkzeugmaschinenunternehmen Haas Automation und führt heute als Inhaber das Haas F1 Team durch die erste Saison.

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Gene Haas

Alle Blicke waren auf das Haas F1-Team gerichtet, als es im Jahr 2016 sein erstes Rennen bei der Formel-1-Weltmeisterschaft der FIA fuhr, um seit 30 Jahren das erste von den USA geführte F1-Team zu sein. Schließlich hat die Geschichte gezeigt, dass Neueinsteiger in dieser weltweiten Königsklasse des Motorrennsports häufig mit erheblichen Schwierigkeiten zu kämpfen haben. Doch das Haas F1 Team hat sich gegen diesen Trend durchgesetzt und so viele Punkte gesammelt, dass es sich in der Mitte seiner ersten Saison mit etablierten F1-Teams, die bereits seit Jahrzehnten mit dabei sind, ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefert. Mit einer halben Saison noch vor sich konnte das Haas F1 Team schon 28 Punkte einfahren — mehr als jedes andere Team in diesem Jahrtausend in seinem ersten Jahr geschafft hat.

Im Fahrerlager der Formel 1 hat das Haas F1 Team alle Erwartungen übertroffen. Doch für Gene Haas, dem Gründer von Haas Automation und Besitzer des Haas F1 Teams, ist es normal, dass man Ergebnisse erzielt.
Seit der Gründung von Haas Automation im Jahr 1983 hat sich das Unternehmen zu einem der nach der Stückzahl größten Werkzeugmaschinenbauer der Welt entwickelt. Das in Oxnard, Kalifornien, USA, ansässige Unternehmen beschäftigt etwa 1.300 Mitarbeiter und exportiert ungefähr 60 % seiner Jahresproduktion in mehr als 60 Länder. Weltweit sind nahezu 185.000 CNC-Werkzeugmaschinen von Haas installiert. Diese werden von einem Netzwerk aus 170 Haas Factory Outlets (HFO) und fast 3000 Haas Technical Education Centre (HTEC) betreut. Seit Anfang 2016 sind in Europa bereits sieben neue HTEC-Zentren eröffnet worden.

k027_160809_02Ergänzt wird diese Infrastruktur durch die Gene Haas Foundation. Diese gemeinnützige Stiftung fördert Anliegen der lokalen Gemeinschaften im Rahmen der offiziellen Verpflichtung für unternehmerische und gesellschaftliche Verantwortung. Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 hat die Gene Haas Foundation bereits mehr als 22 Millionen US-Dollar an fast 1000 Einrichtungen gespendet. Viele davon waren Schulen und Fachschulen, an denen die Schüler mit Hilfe der Stiftung eine finanzielle Unterstützung für die Ausbildung, für Bücher, Arbeitskleidung, kleine Werkzeuge und fachspezifische Studienreisen erhalten haben.

Der steile Aufstieg von Haas Automation spiegelt sich auch in den Anstrengungen von Haas auf der Rennstrecke wieder. Im Jahr 2002 hat Gene Haas ein NASCAR-Team aufgebaut, das als Stewart-Haas Racing (SHR) bekannt ist. Heute besitzt dieses leistungsstarke Team vier Fahrzeuge in der Spitzenserie der NASCAR-Rennen und kann auf zwei Meisterschaftstitel sowie auf mehr als 30 Einzelsiege verweisen. Die Philosophie, mit der Stewart-Haas Racing bereits zum Erfolg geführt wurde, wird zurzeit auch beim Haas F1 Team angewendet. Und die Branche merkt auf.

Die Zeitschrift Paddock zählt Haas zu den 100 einflussreichsten Menschen in der Formel 1. Als er das erste Mal auf Platz 30 kam, stellte Paddock fest: „Gene Haas – 2016 neu in der F1, aber ein Motorrennsport-Profi, der seit vielen Jahren bei den NASCAR-Rennen mitmischt. In diesem Jahr ist ihm mit seiner Ferrari-Partnerschaft ein cleverer Schachzug gelungen, der es seinem Team gestattete, sich bereits im ersten Jahr in einer Klasse zu behaupten, die eigentlich eine Nummer zu groß schien.“ Kürzlich hat die Time Inc. in ihrer Zeitschrift „The Drive“ Haas auch unter den 10 einflussreichsten Personen im Fahrzeugbereich aufgeführt.

Das Hauptquartier des Haas F1 Teams befindet sich auf dem gleichen Gelände in Kannapolis, North Carolina, USA, wie Stewart-Haas Racing. Aber das Haas F1 Team besitzt in Banbury, England, auch einen europäischen Standort. Und genau wie bei Stewart-Haas Racing und am Heimatsitz des Haas F1 Teams in Kannapolis ist die Niederlassung in Banbury hauptsächlich mit CNC-Werkzeugmaschinen von Haas ausgestattet. In der Tat sind sie an den Standorten vieler anderer Rennteams und bei den Zulieferern auf der ganzen Welt ein recht vertrauter Anblick, denn alle verlassen sich auf die CNC-Maschinen von Haas, um ihre Komponenten präzise und kostengünstig anzufertigen.

Es ist dieses Engagement für Qualität und das unablässige Streben nach mehr Effizienz, die aus Haas Automation den größten Werkzeugmaschinenbauer Nordamerikas gemacht haben. Auf den gleichen Werten baut auch das Haas F1 Team auf, das als Katalysator dazu beitragen wird, dass Haas Automation eine weltweite Premium-Marke wird.
Kontakt:

www.haascnc.com