Hermle AG steigert Umsatz um 12 %

Die Maschinenfabrik Berthold Hermle AG konnte Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis in den ersten fünf Monaten 2016 gemessen am entsprechenden Vorjahreszeitraum weiter steigern.

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Die neuen Bestellungen des schwäbischen Werkzeugmaschinenherstellers erhöhten sich von Januar bis Mai konzernweit um rund 8 % auf 150,7 Mio. Euro (Vj. 139,6). Davon entfielen 65,6 Mio. Euro (Vj. 63,1) auf das In- und 85,1 Mio. Euro (Vj. 76,5) auf das Ausland. Der Konzernumsatz nahm um rund 12 % auf 146,1 Mio. Euro (Vj. 130,5) zu.

In Deutschland erzielte Hermle ein Geschäftsvolumen von 61,9 Mio. Euro (Vj. 48,9) und im Ausland von 84,2 Mio. Euro (Vj. 81,6). Das Ergebnis hat sich unterstützt durch gute Auslastung und den Wegfall von Währungsbelastungen wie bereits Ende des ersten Quartals überproportional verbessert. Der Auftragsbestand belief sich per Ende Mai 2016 auf 127,8 Mio. Euro. Das entspricht gegenüber dem Jahreswechsel einem leichten Zuwachs (31.12.2015: 123,2) und im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreswert einem minimalen Rückgang (Vj. 128,2).
Vor diesem Hintergrund sieht das Unternehmen seine Prognose für das Gesamtjahr 2016 bestätigt, die von einem Umsatzzuwachs im mittleren einstelligen Prozentbereich und einem Ergebnis etwa auf Vorjahreshöhe ausgeht. Für die Hermle AG gilt dabei zu bedenken, dass ein zunehmender Wettbewerbsdruck und Tariflohnsteigerungen berücksichtigt werden müssen. Zugleich sieht Hermle viele Risiken für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung und damit auch den Werkzeugmaschinenbau – zum Beispiel das Brexit-Votum und die damit verbundene Verunsicherung sowie die zahlreichen geopolitischen Krisen. Positive Impulse erwartet Hermle unter anderem von der erfolgreich am Markt eingeführten, hochwertigen Einstiegsmaschine in die 5-Achs-Bearbeitung C 250.

Große Investitionsprojekte

Auf der Hauptversammlung nannte der Vorstand weitere Details zu zwei großen, parallel laufenden Investitionsvorhaben für künftiges organisches Wachstum: Am Firmensitz in Gosheim baut Hermle die spanende Fertigung aus, wobei eine der ältesten Produktionshallen des Unternehmens bis 2017 bei laufendem Betrieb von 5,00 m auf 12,50 m Raumhöhe aufgestockt wird. Das zweite Großprojekt betrifft den Aufbau eines zusätzlichen Standorts in Zimmern ob Rottweil im Nachbarlandkreis Rottweil, wo Hermle im zweiten Quartal 2016 ein rund 4 Hektar großes Grundstück erworben hat. Dort soll zunächst ein neues Produktionsgebäude für eine eigene Fertigung von Maschinenbetten aus Mineralguss errichtet werden, um die Versorgungssicherheit für die wichtigen Bauteile zu erhöhen und zugleich internes Know-how in diesem Bereich zu entwickeln. Darüber hinaus besteht noch viel Platz für weitere Aktivitäten mit neuen Produkten und Dienstleistungen.

Die Hauptversammlung beschloss eine stabil hohe Ausschüttung für das Geschäftsjahr 2015: Wie im Vorjahr werden eine Basisdividende von 0,80 Euro je Stamm- und 0,85 Euro je Vorzugsaktie zuzüglich eines Bonus von 10,00 Euro für alle Aktien ausbezahlt. Das entspricht je Vorzugsaktie einer Ausschüttung von 10,85 Euro.

Kontakt:

www.hermle.de