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VOMAT Feinstfilter als Mosaikstein fortschrittlicher Werkzeugherstellung

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Mit Fräswerkzeugen zur Metall- und Kunststoffbearbeitung hat sich Jongen einen Namen gemacht

Die Firma Jongen wurde 1974 gegründet und beschäftigt aktuell 290 Mitarbeiter. Mit Fräswerkzeugen zur Metall- und Kunststoffbearbeitung hat sich Jongen weltweit einen Namen in der metall- und kunststoffverarbeitenden Branche geschaffen. Ein Beispiel ist das UNI-MILL Fräsprogramm – etwa die jüngst vorgestellten Typen der 428er Reihe zur Aluminiumbearbeitung im Formenbau wie auch die neuen Tangentialwerkzeuge Typ FP T09 zum Eck- und Planfräsen.

Das neue Büro- und Produktionsgebäude von Jongen in Willich.
Büro- und Produktionsgebäude von Jongen

Günter Hofmann, Mitglied der Geschäftsführung sowie Leiter Entwicklung und Konstruktion bei Jongen: „Jongen steuert einen klaren und gesunden Expansionskurs. Auf Basis der sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung stellen wir sukzessive die Weichen, um mit unserer Produktionstechnik stets auf aktuellstem Niveau zu sein. Dadurch können wir in kürzester Zeit auf Marktbedürfnisse reagieren.“

Moderne Produktion mit hoher Fertigungstiefe

Neben den vier bestehenden Hallen nahm das Unternehmen in Willich jüngst eine neue Fertigungsstätte mit 1.400 m2 Produktionsfläche in Betrieb – mit weiteren Optionen zu erneuten Kapazitätserweiterungen. Der Bau berücksichtigt aktuellste Umwelt- und Arbeitsplatzaspekte. Die Energieversorgung erledigen zwei Blockkraftheizwerke, die nicht nur mit Strom versorgen, sondern auch das Heizen und Kühlen der Räume durch Wärmetauscher sichern.

Sauber und geräuscharm – modernste Produktion in temperaturstabilisierter Fertigungsumgebung.
Sauber und geräuscharm – modernste Produktion in temperaturstabilisierter Fertigungsumgebung.

Günter Hofmann: „Temperaturschwankungen sind mit die größten Feinde reproduzierbarer Werkzeugqualität. Daher ist unsere gesamte Produktion – von der Fertigung über die Messräume bis hin zur Verpackung temperaturstabilisiert. Wir sind bestrebt, unsere Wertschöpfungskette selbst zu kontrollieren. Deshalb setzen wir auf eine hohe Fertigungstiefe, die es erlaubt, alle relevanten Qualitätsparameter im Haus zu beeinflussen. So stellen wir zum Beispiel selbst Hartmetall her und beschichten mit eigenen Beschichtungsanlagen. Für höchste Qualität setzen wir auf auf modernste Schleif-, und Messtechnologie. Im Zuge dieses Anlagenkonzepts für die neue Produktionshalle kam auch die KSS-Filtrierung auf den Prüfstand, die einen der Schlüssel für eine wirtschaftliche und qualitativ hochwertige Werkzeugherstellung darstellt.“

Dazu holten sich die Willicher den Feinstfiltrationsspezialisten VOMAT aus Treuen ins Boot. Das Unternehmen stellt leistungsfähige Filtrationsanlagen bereit, die trotz kompakter Bauweise mit geringem Platzbedarf alle technischen Vorteile für die jeweiligen Anforderungen vereinen. Mit unterschiedlichen Zusatzkomponenten lassen sich individuelle Problemlösungen bis hin zu Großanlagen konfigurieren und in die kundenspezifischen Workflows passgenau integrieren.

Günter Hofmann: „Unser hoher Anspruch sowie unsere speziellen Produktionsbedingungen legen die Messlatte sehr hoch. Die ’Machbarkeit’ des angestrebten Filtrationskonzepts stellte VOMAT sicher. Dabei lieferten unter anderem die technischen Vorteile, wie auch der geringe Anlagen-Platzbedarf sowie die Filtrations-, Kühlungs-, Energie- und Recyclinglösungen, die an unsere Anforderungen angepasst sind, die entscheidenden Argumente.“

Innovative Filtrationstechnologie

Die ZFA Zentralfilteranlage von VOMAT steht in einem separaten Raum.
Die ZFA Zentralfilteranlage von VOMAT steht in einem separaten Raum.

VOMAT installierte eine ZFA 3600 sowie eine ZFA 2400 Zentralanlage in der WSP- bzw. Fräserproduktion. Letztere beispielsweise hat ein Fassungsvermögen von rund 24.000 Litern Kühlschmiermittel und steht in einem separaten Raum, an dem 14 Schleifmaschinen angeschlossen sind. Lars Adler, Produktionsleiter bei VOMAT: „Da jede kleinste Unstimmigkeit im Fertigungsprozess von Zerspanwerkzeugen schwerwiegende Folgen für das Endergebnis haben kann, sind optimale Produktionsbedingungen unabdingbare Voraussetzung für gleichbleibend reproduzierbare Qualität. Viele kleine Filtrationsanlagen, die früher bei Jongen mit in der Produktionshalle in unmittelbarer Nähe zu den Schleifmaschinen standen und Wärme abgaben, werden heute nicht mehr benötigt. Ganz zu schweigen vom Platzgewinn.“

Kraftvolle Maschinenpumpen sind die Schnittstelle zwischen Filtrationsanlage und den Schleifmaschinen.
Kraftvolle Maschinenpumpen sind die Schnittstelle zwischen Filtrationsanlage und den Schleifmaschinen.

Wartungsarme Technik sorgt für energieeffiziente Vollstromfiltrierung, bei der Sauber- und Schmutzöl zu 100 Prozent getrennt werden. Hochleistungsanschwemmfilter extrahieren auch kleinste Partikel, sodass die Filterqualität sehr lange bei NAS 7 liegt. Ein weiterer Vorteil ist das energieeffiziente bedarfsgerechte Filtern und Rückspülen in Abhängigkeit vom Verschmutzungsgrad jedes einzelnen Filterelements. So ist eine kontinuierliche Sauberölversorgung gewährleistet, und Filter und Schleiföl können sehr lange im System verbleiben.

Neben den konstruktiven Vorteilen der jeweils eingesetzten VOMAT Anlage ist die hohe Regelgenauigkeit und präzise Temperaturüberwachung des Schleiföls im Bereich von ± 0,1 K wichtige Voraussetzung für die prozesssichere Produktion. Lars Adler: „VOMAT-Technologie gewährleistet, dass fast keine Wärme in das Medium eingebracht wird. Das trägt maßgeblich dazu bei, dass sich etwa die Achsen der Schleifmaschine auch in Nuancen nicht ausdehnen, was sonst zu minimalen Qualitätsschwankungen insbesondere bei kleiner dimensionierten Werkzeugen führen könnte.“

Aufgrund des Anschwemmprinzips werden Verunreinigungen der Späne durch Filterhilfsmittel vermieden. Die Restfeuchte der Späne liegt bei 5 bis 10 Prozent. Das Wertstoffrecycling kann vollautomatisch geregelt werden – direkt in einen geeigneten Transportbehälter der beauftragten Aufbereitungsfirma. Über allem wacht modernste Steuerungstechnik, die auch per Fernwartung bedient werden kann.

Günter Hofmann: „Jongen hat eine zukunfts- und leistungsfähige Werkzeugproduktion unter sauberen und geräuscharmen Bedingungen realisiert, mit der es möglich ist, auch weiterhin mit und an den Anforderungen der Kunden zu wachsen.“

Kontakt:

www.vomat.de
www.jongen.de