In 2015 deutlich weniger Drehteile

Die Mitgliedsunternehmen des Verbands der Deutschen Drehteileindustrie sehen zum Jahreswechsel 2015 / 2016 eine deutliche konjunkturelle Abkühlung.

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Die über 135 im Verband der Deutschen Drehteile-Industrie organisierten Unternehmen mit zusammen über 10000 Beschäftigten melden für das Jahr 2015 um 2,4 % steigende Umsätze. Das ist nur etwa die Hälfte der zunächst aus der Entwicklung des ersten Halbjahres (+4,9 %) erwarteten Zunahme.

Einer verbandsinternen Umfrage zufolge sanken die Auftragseingänge deutlich. So ergibt sich für das Gesamtjahr vor allem wegen des sehr schlechten vierten Quartals des Jahres 2015 ein Rückgang um 1,1%. Eine solche Entwicklung gab es in der Branche Drehteileindustrie seit vielen Jahren nicht mehr.

Entsprechend zurückhaltend beurteilen die Unternehmen ihre aktuelle und künftige wirtschaftliche Situation. Nur noch 29 % geben an, gut bis sehr gut ausgelastet zu sein. Ein Jahr zuvor waren es  noch 69 %.

Einhergehend senkten die Betriebe ihre Erwartungen für das Jahr 2016. Rechneten  Ende 2014 noch knapp 30 % mit einem Wachstum für das Folgejahr, sind zum Jahreswechsel 2015 / 2016 nur noch 14 % dieser Ansicht. Knapp ein Fünftel (19%) erwartet sogar einen Rückgang (gegenüber nur 7% Ende 2014).

Im bereits im Jahr 1948 gegründeten Verband der Deutschen Drehteile-Industrie im Fachverband Metallwaren- und verwandte Industrien (FMI) e.V. haben sich Zulieferbetriebe organisiert, die im Lohnauftrag  Drehteile aus Metallen und Kunststoffen herstellen. Sie arbeiten für eine Vielzahl an Branchen, zum Beispiel für die Automobil-, die Nutzfahrzeug-,  die Baumaschinen-, die Hausgeräte-, die Möbel- und Beschlägeindustrie. Aktuell gehören 135 Unternehmen mit über 10000 Beschäftigten und zusammen über 1,5 Mrd. Euro jährlichem Umsatz dem Verband an. Inhalte der gemeinsamen Verbandsarbeit betreffen beispielsweise die Arbeitssicherheit, den Umweltschutz und die Qualitätssicherung. Darüber hinaus wirbt der Verband stellvertretend für seine Mitgliedsunternehmen intensiv für Berufe in der Metall- und Kunststoffbearbeitung. Damit will man dem aufkommenden Fachkräftemangel entgegenwirken.

Kontakt:

www.drehteileverband.de