Teilnehmer zur verbesserten Produktentwicklung gesucht

»RAPIDO – Produktreifegradbestimmung in frühen Phasen«

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Gemeinsam mit der FQS Forschungsgemeinschaft Qualität und der Fachhochschule Südwestfalen sucht das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT in Aachen Teilnehmer für eine Studie zum Thema »Qualität in der digital gestützten Produktentwicklung«. Die Ergebnisse der Studie sollen in eine Software einfließen, mit der Expertenwissen und Simulationsergebnisse systematisch für die Produktentwicklung genutzt werden können. Anwendern soll es damit leichter gelingen, frühzeitig abzuschätzen, ob die Kundenanforderungen an das jeweilige Produkt zum Serienstart erfüllt werden.

Im BMWi-geförderten Forschungsprojekt »RAPIDO – Produktreifegradbestimmung in frühen Phasen« entwickeln das Fraunhofer IPT und die Fachhochschule Südwestfalen zunächst eine Systematik, die als Grundlage für das geplante Softwaretool dienen soll: Damit lassen sich Expertenwissen, Produktdaten und Simulationsergebnisse zu jedem Projektzeitpunkt so verknüpfen, dass eine Vorhersage über die Erfüllung der Kundenanforderungen möglich wird. Ein sogenanntes »Cockpit-Chart« soll die Ergebnisse dann transparent, objektiv und für das Projektcontrolling nachverfolgbar darstellen.

Schnell und systematisch den Produktreifegrad erkennen

Je höher der Innovationsgrad eines Produkts ist, desto eher stoßen bekannte Methoden zur Bestimmung seines Reifegrads und des Projektmanagements an ihre Grenzen. Stand früher vor allem der Projektfortschritt im Mittelpunkt wird heute die technische Reife des Produkts immer wichtiger. Diese offenbart sich jedoch meist erst relativ spät im Projekt anhand von Prototypen-, Vorserien- oder Serienteile-Tests.

Soll der Produktreifegrad zu einem früheren Zeitpunkt bestimmt werden, geschieht dies in der Regel auf der Grundlage von Risikoabschätzungen und Machbarkeitsanalysen des Projektteams. Eine übergreifende, systematische Vorgehensweise zur Einbindung von Experten- und Simulationswissen fehlt bei besonders innovativen Produkten und Produktionsprozessen jedoch meist. Mit den Ergebnissen des RAPIDO-Projekts soll es nun gelingen, den Erfüllungsgrad der Kundenanforderungen schon weit vor dem Serienstart des Produkts deutlich gründlicher als bisher zu beurteilen.

Die Systematik, die als Grundlage für das Softwaretool dienen soll, erarbeiten die Projektpartner anhand der Befragungsergebnisse. Die Unternehmen im Projektkonsortium wollen so die Lücke zwischen den spät ansetzenden Methoden des Qualitätsmanagements in der Produktentwicklung und den zeit- und kostenorientierten Methoden des Projektmanagements schließen. Indem bereits frühzeitig Experten ins Boot geholt, aber auch Anwendungsszenarien durchgespielt und simuliert werden, können gerade kleine und mittlere Unternehmen frühzeitig objektive und gut nachvollziehbare Informationen über die zu erwartende Produktreife gewinnen.

Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und startete am 1.9.2014. Die Arbeitspakete werden jeweils durch die beiden Forschungsstellen, dem Fraunhofer IPT und der FH Südwestfalen, sowie unterstützend durch die Mitglieder des projektbegleitenden Ausschusses bearbeitet.

Alle Studienteilnehmer, die den Fragebogen ausfüllen, erhalten eine Zusammenfassung der Studienergebnisse und einen kurzen Überblick über die Optimierungspotenziale in ihrer Entwicklung.

Partner im Projekt

– CADFEM GmbH, Grafing bei München
– EOS GmbH, Krailling
– Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Wolfgang Brose, Dortmund
– ITB GmbH, Dortmund
– Plasmo Industrietechnik GmbH, Wien (Österreich)
– SICOS BW GmbH, Stuttgart
– SKF GmbH, Schweinfurt
– Virtual Dimension Center Fellbach, Fellbach
– VOSWINKEL GmbH, Meinerzhagen

Kontakt:

www.ipt.fraunhofer.de