Schneller zu mehr Bauteilen

Neuer dreischneidiger Bohrer, Tritan-Drill, von MAPAL

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Tritan-Drill von MAPAL

Mit dem Tritan-Drill werden im Vergleich zu seinem zweischneidigen Pendant mehr Bohrungen, ein höherer Standweg und geringere Bearbeitungskosten erreicht. Der Tritan-Drill ermöglicht die Zerspanung mit deutlich höherem Vorschub. Sowohl in Standard- als auch in Sonderausführungen bietet er Prozesssicherheit und hohe Performance in einem. Er ist ein Universalbohrer für eine Vielzahl an Werkstoffen und wartet mit runderen Bohrungen und einer geringeren Gratbildung auf. Erreicht werden diese Ergebnisse unter anderem durch den Anschliff, der zu einer optimalen Spanabfuhr und einem niedrigen Schnittdruck führt. Bei langspanenden Werkstoffen überzeugt der Tritan-Drill ebenfalls durch seine spezielle Spanformung.

In schwierigen Bohrsituationen, beispielsweise bei Querbohrungen oder schrägem Bohrungseintritt, hat sich der Tritan-Drill bewährt. Zudem sprechen verschiedene Beispiele aus der Praxis für sich: Deutlich mehr Bohrungen, beachtenswerte 45 Prozent, als mit einem zweischneidigen Bohrer sind beispielsweise bei der Bearbeitung eines Zylinderkopfs aus GJL 250 möglich. Bisher kam ein zweischneidiger Stufenbohrer für die Bearbeitung der Durchmesser 15 und 16 mm zum Einsatz. Bei einer Schnittgeschwindigkeit von 100 m/min und einem Vorschub von 0,2 mm/U wurden 1800 Bohrungen gesetzt. Mit dem dreischneidigen Tritan-Stufenbohrer konnten nicht nur Schnittgeschwindigkeit und Vorschub auf 130 m/min und 0,34 mm/U erhöht werden. Auch die Standmenge des Bohrers ist mit 2600 Bohrungen deutlich größer.

Ein weiteres Beispiel für die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Tritan-Drills ist die Bearbeitung eines VA-Rails. Dieses Bauteil, das unter hohen Temperaturen starken mechanischen Belastungen ausgesetzt ist, wird aus hitzebeständigem Stahl mit austenitischer Struktur gefertigt. Die Legierung sorgt für hohe Festigkeit bei Betriebstemperaturen bis 1050 °C und verhindert Versprödung, ist jedoch schwierig zu zerspanen. Auch für diese Herausforderung eignet sich der Tritan-Drill. Im Vergleich zu einem zweischneidigen Stufenbohrer, der einen Standweg von 48 Metern hat, das entspricht 3200 Bohrungen, erreicht der Tritan-Drill einen Standweg von 63 Metern, also 4200 Bohrungen. Und das bei höherem Vorschub.

Die prozesssichere Bearbeitung eines Turboladers aus hitzebeständigem Stahlguss ist eine weitere, erfolgreiche Anwendung des Tritan-Drills in der Praxis. Mit einem zweischneidigen Bohrer mit Durchmesser 8,3 mm konnten bisher maximal 60 Bauteile bearbeitet werden, mit dem Tritan-Drill sind es 140 Bauteile. Das heißt, die Produktivität ist um 130 Prozent höher.

Im Standardprogramm und somit ab Lager verfügbar ist der Tritan-Drill zur Bearbeitung von Stählen, Gusswerkstoffen und NE-Metallen. Der Bohrer ist im Durchmesserbereich 5 bis 20 mm sowie in Ausführungen bis 8xD erhältlich. Auch als Sonderwerkzeug ist der Tritan-Drill kurzfristig lieferbar.

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