Feinstreinigung – vom Mini-Filter bis zur XXL-Anlage

Hausmesse bei KNOLL Maschinenbau

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Kernelement der zentralen KSS-Anlagen sind die KNOLL Feinstfilter vom Typ MicroPur

Auf der Hausmesse in Bad Saulgau vom 20. bis 22. Oktober 2015 stellt KNOLL Maschinenbau den Feinstfilter MicroPur in verschiedenen Varianten vor: für die Feinstreinigung von Schleifölen aus dem Hartmetall- und HSS-Werkzeugschleifen bis hin zum Rotorenschleifen aus Gussmaterial. Zu sehen ist er in allen Größenordnungen, vom verfahrbaren Mini-MicroPur bis zur gigantischen Zentralanlage mit einer Reinigungsleistung von 13.000 Liter pro Minute.

Der Feinstfilter MicroPur von KNOLL Maschinenbau konnte in den letzten Jahren viele Anwender überzeugen. Dazu trägt zum einen seine Reinigungsleistung bei, die mit Filterfeinheiten kleiner 3 µm höchsten Anforderungen gerecht wird. Zum anderen erlaubt sein modularer Aufbau das Konfigurieren maßgeschneiderter Anlagen in jeder Größe. Ein weiteres, starkes Argument sind seine rückspülbaren Filterpatronen. Sie ersetzen Filterhilfsstoffe wie Zellulose und Kieselgur, die in den noch häufig anzutreffenden Anschwemmfiltersystemen verwendet werden. So spart der Anwender große Mengen an Zellulose und reduziert die Verschleppung von Öl. Die erreichbare Restfeuchte im Abschlammgut liegt prozessabhängig unter zehn Prozent, was die Entsorgungskosten drastisch senkt oder vermarktbar ist. Das alles trägt zur gern gesehenen hohen Wirtschaftlichkeit des MicroPur bei.

Der modular aufgebaute Feinstfilter MicroPur lässt sich nahezu beliebig skalieren. Im Bild ist eine kleinere Anlage mit Automatikkonzentrator AK 20 zu sehen.
Der modular aufgebaute Feinstfilter MicroPur lässt sich nahezu beliebig skalieren. Im Bild ist eine kleinere Anlage mit Automatikkonzentrator AK 20 zu sehen.

Die Kernbestandteile des MicroPur sind seine Filterpatronen. Diese speziellen Elementeerreichen durch eine sternförmige Faltung eine besonders große Filterfläche mit einer Reinigungsleistung von etwa 60 l/min. In der Regel werden die Patronen paarweise in einem Gehäuse verbaut. So befinden sich im Standardfilter MicroPur 480-F vier Gehäuse, die doppelt bestückt sind. Die Filterpatronen lassen sich einzeln mit Reinmedium rückspülen, ohne den Filterprozess zu unterbrechen – eine zentrale Eigenschaft dieses Filters. Um eine möglichst große Rückspül-Effektivität zu erreichen, setzt KNOLL dafür eine eigene Spülpumpe ein. Das schlägt sich in einer längeren Standzeit der Filterpatronen und geringeren Wartungskosten nieder. Der Rückspülvorgang dauert pro Filterelement weniger als vier Sekunden, und fällt dadurch in der Gesamtleistung nicht ins Gewicht.

Neuer Mini-MicroPur für mobile Einsätze

KNOLL bietet den Feinstfilter MicroPur in verschiedenen Standard-Leistungsklassen und als Zentralanlagen in frei skalierbaren Größen an. Eine gewisse Sonderrolle übernimmt der zur Hausmesse erstmals vorgestellte MicroPur Mini. Dabei handelt es sich um eine fahrbare Filtersäule, die sich für die mobile Reinigung von Maschine zu Maschine fahren lässt, um die Badpflege zu übernehmen. Der MicroPur Mini besitzt jedoch kein Rückspülsystem, sondern eine Einweg-Filterpatrone.

Die aktuellen Standardausführungen des MicroPur, die F-Serie, beginnen mit dem MicroPur 120-F, der zwei rückspülbare Filterelemente enthält. Selbst für diese kleine Filteranlage, die in der Regel eine einzelne Maschine versorgt, bietet KNOLL einen integrierten Automatikkonzentrator (AK) an. Darunter ist ein automatisches, wartungsfreies Abschlammsystem zu verstehen, das in den Standardbehälter der Einzelanlage integriert wird und keinen zusätzlichen Platz benötigt. Der AK separiert Öl und Späne und befördert letztere in ein beliebiges Behältnis, das dann mit geringer Restfeuchte der Wiederaufbereitung oder Entsorgung zugeführt werden kann. Das Öl wird wieder der Maschine zugeführt.

Neben den „Kleinanlagen“ 120-F, 240-F und 480-F präsentiert KNOLL auf der Hausmesse eine Insellösung mit extrem hoher Leistungsdichte: eine kompakte, standardisierte MicroPur 960-F Filteranlage, die sich mit bis zu 1.000 Liter Reinigungsleistung für mehrere Maschinen zum Hartmetall-Schleifen empfiehlt. Den Entwicklern ist es gelungen, auf einer minimalen Aufstellfläche von 11,5 qm neben den Filterpatronen auch ein effizientes und variables Kühlkonzept und den Automatikkonzentrator AK 25 zu integrieren.

 Der Feinstfilter MicroPur 240-F/AK 5 von KNOLL Maschinenbau besticht durch seine kompakte Bauweise, ein exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis und den integrierten Automatikkonzentrator AK 5.

Der Feinstfilter MicroPur 240-F/AK 5 von KNOLL Maschinenbau besticht durch seine kompakte Bauweise, ein exzellentes Preis-/Leistungsverhältnis und den integrierten Automatikkonzentrator AK 5.

Sehr häufig wird der KNOLL MicroPur-Filter in individuell konfigurierten, zentralen Filteranlagen für ganze Fertigungsbereiche eingesetzt. Eine solche zentrale KSS-Reinigung und -Versorgung bringt beim Präzisionsschleifen verschiedene Vorteile mit sich. Durch den Wegfall der Anlagenkomponenten innerhalb der Halle und den Abtransport des Späne/Öl-Gemischs durch Überflur-Rohrleitungen bleibt mehr Platz für Maschinen, die enger und flexibler stehen können. Die Wartung einer solchen Anlage ist einfacher zu bewerkstelligen als bei einer dezentralen Lösung. Außerdem bleibt die Produktionsstätte sauberer, und die Temperatur des Schleiföls und damit auch der Maschinen lässt sich maschinenübergreifend besser kontrollieren.

Individuelle Zentralanlagen

Zwei Beispiele von derart komplexen Zentralanlagen werden vom 20. bis 22. Oktober 2015 auf der KNOLL-Hausmesse komplett aufgebaut zu sehen sein. Darunter eine, die für die HSS-Bohrerfertigung eines führenden deutschen Werkzeugherstellers bestimmt ist. Es handelt sich um eine Kombination aus Späne-Vorabscheidung mit einem KNOLL Kompaktfilter KF-E und anschließender Feinstreinigung mit 32 MicroPur-Filterpatronen. Eine solche, für maximal 1.920 l/min Filterleistung ausgelegte Anlage läuft beim Anwender bereits seit über neun Monaten, ohne dass die Filterelemente gewechselt werden mussten. Eine Besonderheit dieser Anlage: Die über den KF-E und über den Automatikkonzentrator ausgefilterten HSS-Späne werden vor dem Entsorgen noch über ein Fördersystem zu einer Zentrifuge gebracht. Mit einer Schnecke werden die beiden unterschiedlichen Schlämme gemischt und der Zentrifuge zudosiert, die dann das Rest-Öl aus dem Schlamm schleudert. Zurück bleibt der HSS-Span mit nur noch sechs Prozent Restfeuchte. Das separierte Öl wird an die Maschine zurückgeführt, und die Späne automatisch der Aufbereitung zugeführt.

Die MicroPur-Filterkonzepte decken inzwischen neben der Hartmetall- und HSS-Bearbeitung auch das Schleifen von Guss-Materialien ab. Gegenüber der Ölreinigung mittels Anschwemmfilter und dem Filterverbrauchsstoff Zellulose eröffnet sich ein riesiges Einsparpotenzial, wie eine KNOLL-Berechnung zeigt: Ein bereits ausgelieferter MicroPur-Filter 480-F, der an einer Maschine fürs Rotorenschleifen eingesetzt wird, spart im Jahr einen fünfstelligen Euro-Betrag. Dieser kommt durch entfallende Verbrauchsmaterialien, minimierten Ölaustrag, geringere Aufwendungen für den Wechsel von Polizeifilter etc. zustande.

KSS-Reinigung in XXL-Größe

Die zweite komplett aufgebaute zentrale Filteranlage auf dem MicroPur-Areal der KNOLL-Hausmesse ist ein Highlight. Schließlich ist sie für eine Reinigungsleistung von knapp 13.000 Litern pro Minute konzipiert. Sie wurde für einen Präzisionswerkzeughersteller entwickelt, der im Endausbau seine Fräserproduktion mit bis zu 200 Hartmetall-Schleifmaschinen anschließen wird. Bei KNOLL war die Anlage quasi in „ausgebreitetem“ Zustand, also auf einer Ebene zu sehen – mit allen Filtermodulen, Kühlung, Abschlammsystem sowie der ausgeklügelten Verteilung und Steuerung, die für die unterschiedlichen Volumenströme notwendig ist.

Kontakt:

www.knoll-mb.de