Zwei mehrspindlige Neuheiten auf der EMO

Wirtschaftliche Produktionslösungen von SW für die Großserienfertigung von Turboladerschaufelrädern und Fahrwerksteilen

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Hochgeschwindigkeitsbearbeitung jetzt auch für Kleinteile: die neue zweispindlige BA W02-22

Gleich zwei neue mehrspindlige Bearbeitungszentren stellt die Schwäbische Werkzeugmaschinen GmbH (SW) auf der EMO 2015 in Mailand vor. Die neue BA W02-22 mit Linearmotortechnik ist mit 250 mm Spindelabstand die derzeit kleinste Maschine im Produktportfolio und eignet sich für die schnelle und präzise Zerspanung von Leichtmetallen. Ebenfalls erstmals  zu sehen ist die vierspindlige BA 742, die als größte Maschine  die Palette für die Stahl- und Gussbearbeitung nach oben abrundet. Zusätzlich stellt SW Automatisierungslösungen für Maschinen und komplette Fertigungslinien vor. Technisch und organisatorisch bedingte Stillstandzeiten werden durch  innovative Dienstleistungen reduziert.

Immer mehr Automobilhersteller stellen beim Powertrain auf Plattformkonzepte mit möglichst vielen Gleichteilen um. Dadurch steigen aktuell die Stückzahlen spanend gefertigter Bauteile stark an. „Mit mehrspindligen Bearbeitungszentren können Zulieferer diese Entwicklung wirtschaftlich abbilden und bei minimalem Platzbedarf die Stückzahlen schnell hochfahren“, betont Reiner Fries, Geschäftsführer Vertrieb bei SW.
 
Verdoppelter Ruck und kv durch Linearmotoren

Für die Hochgeschwindigkeitsbearbeitung von kleinen Leichtmetall-Bauteilen wie Turboladerschaufelräder präsentiert SW die kompakte BA W02-22. Bei einem Spindelabstand von 250 mm, Doppelschwenkträger und Torque- und Linearmotortechnik beträgt der Platzbedarf gerade mal 4 m2.  Neben deutlich höherer Dynamik erreicht die BA W02-22 verschleißfrei einen doppelt so großen Ruck und kv-Faktor wie baugleiche Maschinen mit Kugelgewindetrieben. „Gerade bei den Mikrobewegungen für die Freiformflächenbearbeitung vereint die neue Maschine höchste Präzision mit hoher Dynamik und extrem geringen Total Cost of Ownership durch die verschleißfreien Linearmotoren“, hebt Reiner Fries hervor.

Die BA 742 rundet das SW-Portfolio der mehrspindligen BAZ zur Stahl- und Gussbearbeitung nach oben ab.
Die BA 742 rundet das SW-Portfolio der mehrspindligen BAZ zur Stahl- und Gussbearbeitung nach oben ab.

Pure Kraft: 1.360 Nm im Eingriff

Für die schnelle Stückzahlsteigerung bei der Bearbeitung von Fahrwerksteilen und Bremsbacken aus Guss und Stahl oder Industriegetrieben bietet SW jetzt auch die größte Baureihe BA 7 in einer vierspindligen Ausführung an. Bei einem Spindelabstand von 350 mm greifen bei der neuen BA 742 vier HSK 100 Spindelantriebe parallel mit insgesamt 1.360 Nm in die Werkstücke ein. Trotz ihrer Größe ist auch die neue BA 742 eine Kranhakenmaschine, die anschlussbereit in einem Stück transportiert wird.

Freier Maschinenzugang trotz Automatisierung

Hand in Hand mit den größeren Stückzahlen suchen Endanwender zunehmend Ausrüstungspartner für komplette Fertigungsprozesse mit Be- und Entladungssystemen sowie weiteren vor- und nachgeschalteten Bearbeitungen. Mit der Übernahme der bartsch GmbH zum Jahresbeginn 2015 hat sich SW mit einer umfassenden Automatisierungserfahrung verstärkt. Beide Unternehmen haben schon verschiedene Großprojekte realisiert. Dabei gewährleistet die von Bartsch bevorzugte Roboteranordnung in einer zweiten Ebene den freien Zugang zu allen Seiten der Maschinen.

PULSE reduziert Stillstandzeiten

Geschäftsführer Vertrieb: Reiner Fries
Geschäftsführer Vertrieb: Reiner Fries

Im Dienstleistungsprogramm PULSE bündelt SW sämtliche Dienstleistungen für höchste Verfügbarkeit und Produktivität über den gesamten Lebenszyklus der SW-Maschinen. Jede zweite seit der Jahrtausendwende ausgelieferte SW-Maschine ist für Teleservice ausgelegt. Immer mehr Anwender setzen auf Remote Condition Monitoring und spiegeln die Steuerungsinformationen über eine Outbound-Verbindung auf einen gesicherten Server. „SW-Maschinen absolvieren pro Jahr mehr als eine Million Betriebsstunden und durch diese Daten haben wir unser Wissen über Stillstandzeiten enorm verbreitert“, so Reiner Fries. Neben technischen Ursachen, die durch eine vorausschauende, prädiktive Wartung aus der PULSE Dienstleistungspalette minimiert werden können, zeigen die Analysen erhebliche Potenziale, durch einfache organisatorische Maßnahmen die Produktivität zu steigern.

SW auf der EMO 2015 in Halle 11, Stand F06.

Kontakt:

www.sw-machines.de