In der heißen Zone einen kühlen Kopf

Zwei neue Fräser-Linien von Zecha für die Mikrobearbeitung mit erhöhter Performance dank ausgeklügelter Geometrien und neuartiger Beschichtungslösung.

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Die Mikroproduktion hat längst ihren festen Platz in der Fertigungswelt. Entsprechend groß ist die Werkstoffvielfalt, die Werkzeuge in kleinsten Durchmessern bearbeiten müssen. „Obendrein sind die Produktionsbedingungen bei unseren Kunden alles andere als homogen: Wir beliefern hochspezialisierte Uhrenmanufakturen ebenso wie internationale Industrieunternehmen, bei denen Großserien auf Fräs-/Drehzentren oder gar Rundtaktmaschinen gefahren werden. Um diesen Spagat so schmerzfrei wie möglich zu machen, haben wir die beiden neuen Mikrofräser-Serien 474 und 475 entwickelt. Sie sind vielfältig einsetzbar und bieten gleichzeitig das Leistungsniveau absoluter Spezialisten“, betont Martin Ruck vom Entwicklerteam bei der Zecha Hartmetall-Werkzeugfabrikation GmbH aus Königsbach-Stein.

Komplizierte Fälle einfach gelöst

Die Zweischneider der Serie 474 und die Serie-475-Dreischneider mit kleinsten Eckenradien von 0,02 bis 0,03 mm sind in neun bzw. sieben praxiskonformen Durchmesserabstufungen von 0,4 bis 3,0 mm erhältlich. Gemeinsam haben sie die enorme Durchsetzungskraft gegenüber Stählen aber auch bei Buntmetallen und Titan. „Damit die Fräser selbst in einem ‚heißen‘ Umfeld trotzdem ‚cool‘ ihre Leistung entfalten können, haben wir die Geometrien hinsichtlich verstärkter Schneidkanten sowie optimierter Spanabfuhr verfeinert. So kommt die Hitze des Zerspanvorgangs schneller aus der kritischen Zone – was die Werkzeuge mit extrem hohen Standzeiten gegenüber herkömmlichen Produkten danken!“, erläutert Martin Ruck.
Buntmetalle beanspruchen andere Zerspanparameter als beispielsweise Stähle oder Titan, weshalb der Anwender sehr sorgsam bei der Maschinenprogrammierung sein muss. Starke Schneidkanten nehmen einiges an Brisanz aus dem Zerspanvorgang – wie bei den neuen Werkzeugserien, deren Eckkante einen definiert geschliffenen Eckenradius von 0,02 bis 0,03 mm hat. „Man erreicht einen weichen Schnitt und damit ein gutes, gleichmäßiges Fräsbild“, so Martin Ruck.

Abgerundet wird die Leistungsfähigkeit der Werkzeuge durch die optimal auf die Anwendung angepassten Beschichtungen: Sie sind entweder mit der leistungsfähigen BCR-Schicht versehen oder profitieren in der PRO-Linie von der neusten WAD-Beschichtungstechnologie. Letztere ist die passende Wahl, wenn zusätzlich erhöhte Performance, etwa bei der Großserienfertigung mit schwer zerspanbaren Materialien, gefordert ist. Daneben sind auch unbeschichtete Varianten zu haben. „Mit ihnen lassen sich auch in kurzer Zeit alternative Oberflächenverfahren wie Hartschichten, Hartcarbon und ähnliches nachrüsten“, betont Martin Ruck.

Maxi-Leistung bei Mikro-Durchmessern

In der Mikrobearbeitung ist Höchstleistung gerade gut genug. Wer dort nachlässig hinsichtlich der Qualität ist, bereitet nicht nur seinen Werkzeugen „Kopfschmerzen“, sondern auch dem Anwender. „Wesentlich entspannter lässt es sich mit unseren Serien 474 und 475 auch an schwierigsten Anwendungen herangehen: Sie bearbeiten eine Werkstoffpalette von Buntmetallen über Titan bis hin zu Kobalt-Chrom-Stählen und erledigen das mit höchster Präzision und exakter Reproduzierbarkeit. Eben genau so, wie Zecha-Kunden es von uns verlangen!“, so Martin Ruck.

Kontakt:

www.zecha.de