Fit für neue Herausforderungen

VISI im Einsatz bei Volker Gehlen Werkzeugbau

1298

Seit über drei Jahrzehnten ist Volker Gehlen Werkzeugbau in Velbert ein gefragter Problemlöser, wenn es um anspruchsvolle Stanz- und Umformtechnik geht. Es herrscht Aufbruchstimmung, auch der CAD- und CAM-Bereich wurde erneuert und komplett auf die integrierte 3D-Werkzeugbaulösung VISI umgestellt.

Ein mit VISI Progress konstruiertes Folgeverbundwerkzeug

„Wir beliefern aktuell Kunden in ganz Europa mit unseren Präzisionsprodukten. Und zwar überall dort, wo unsere Kernkompetenz im Werkzeugbau, aber auch unser Know-how darüber hinaus gefragt ist“, erklärt Volker Gehlen, Geschäftsführer des gleichnamigen Unternehmens. „Wir positionieren uns zunehmend als Systemanbieter, bei dem man von der Technologieberatung über den Prototypenbau bis hin zum eingetesteten Serienwerkzeug alles aus einer Hand erhält. Unsere Werkzeuge konstruieren wir bei Neuaufträgen ausschließlich in 3D mit dem System VISI und können uns kaum noch vorstellen, es anders zu machen.“

Die Entscheidung für VISI, eine speziell auf den Werkzeugbau abgestimmte Produktfamilie des britischen Herstellers Vero Software, fiel vor etwa sieben Jahren, als beschlossen wurde, möglichst rasch die komplette Prozesskette von der Konstruktion bis hin zur NC-Programmierung auf 3D umzustellen. Den endgültigen Ausschlag gab die Präsentation des VISI-Anbieters MECADAT, der eine Schulung und Testinstallation folgte. Bei VISI konnte sofort die leichte Bedienbarkeit begeistern, die ein intuitives Arbeiten unterstützt und dadurch bereits nach wenigen Tagen Einarbeitungszeit eine sehr hohe Effizienz erlaubt.

Unterseite eines Folgeverbundwerkzeugs

Das Konstruktionsbüro ist bei Gehlen nur durch eine Tür von der Fertigung getrennt, was für kurze Wege sorgt. Auf den Arbeitsplätzen der drei Konstrukteure ist jeweils der Hybrid-Modellierer VISI Modelling zusammen mit dem Schnitt- und Stanzwerkzeug-Modul VISI Progress (Abwicklung, Streifenlayout, Werkzeugaufbau) installiert. Hinter dem Begriff Hybrid-Modellierer verbirgt sich die Fähigkeit von VISI Modelling, den – im CAD/CAM-Bereich weitverbreiteten – Parasolid-Kern für die Volumenmodellierung mit der Flächenmodellierung zu kombinieren, was im Werkzeugbau ein wesentlich schnelleres und flexibleres Arbeiten ermöglicht.

Programmiert wird bei Gehlen ausschließlich von den Mitarbeitern im Konstruktionsbüro über externe Programmierplätze. Hierzu dienen zwei neu installierte Arbeitsplätze, auf denen jeweils VISI 2/3D Modelling mit dem Modul 2,5D und 3D Base Machining installiert ist, womit dann die vier CNC-Fräszentren (Hurco, DMU) mit NC-Programmen versorgt werden. Zudem ist seit Mitte letzten Jahres eine Lizenz von VISI-Peps verfügbar, mit der sich die NC-Programme zum 2- und 4-Achsen-Drahterodieren vom 3D-CAD ableiten lassen. In diesem Bereich stehen bei Gehlen drei hochmoderne Drahterodiermaschinen von Sodick, darunter eine AQ 1200 L, mit der sich über eineinhalb Meter breite Werkstücke mit einem Gewicht von bis zu vier Tonnen bearbeiten lassen.

Montagefertiges Gehäuse für ein Autotürschloss direkt vom Coil – produziert mit einem Folgewerkzeug aus dem Hause Volker Gehle

In naher Zukunft ist im NC-Bereich zudem die Einführung des VISI-Moduls Compass geplant, mit dem sich weitgehend automatisch die NC-Programme fürRegelgeometrien beim Bohren, Fräsen und Drahterodieren auf Basis von vorgegebenen Bearbeitungsfeatures erzeugen lassen. In der Fertigung steht zudem ein PC, auf dem der VISI Viewer installiert ist und mit dem die Mitarbeiter sich anhand des CAD-Modells sofort ein Bild machen können, wohin das betreffende Bauteil im Werkzeug gehört und wie es montiert wird.

„Mit VISI konstruieren und fertigen wir unsere Werkzeuge nicht nur viel schneller, sondern können auch wesentlich flexibler auf Kundenwünsche eingehen. Zudem gibt es durch die guten Importschnittstellen von VISI Modeller nahezu keine Probleme bei der Übernahme von Kundendateien – so erreichen wir eine enorme Zeitersparnis gegenüber den früher üblichen Durchlaufzeiten für ein Projekt“, fasst Volker Gehlen zusammen. „Werkzeugoptimierungen sind so sehr zeitnah möglich, was nicht zuletzt auch die Gesamtkosten des Projekts erheblich reduziert. Und: Ideen entstehen im Kopf des Menschen – mit VISI fällt es uns wesentlich leichter, diese Ideen umzusetzen.“

Kontakt:

www.mecadat.de

www.volkergehlen.de