Tool Lifecycle Management von TDM Systems für eine vernetzte Welt

Jede Menge Neuigkeiten gab’s beim User Day von TDM Systems, der im November bei Seco Tools stattfand

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Vernetzung stand im Mittelpunkt des TDM User Day Anfang November. 80 Teilnehmer diskutierten im Kompetenzzentrum von Seco Tools in Erkrath auf Einladung von TDM Systems Neuigkeiten rund um die Werkzeugverwaltung. Industrie 4.0 war ebenso Thema wie Manufacturing Execution Systeme, neue strategische Partnerschaften oder die Vernetzung durch ‚TDM Global Line‘, das Anfang 2015 an erste Test-Kunden geht.

An Industrie 4.0 kommt im Moment keiner vorbei. „Wir erkennen, dass wir hier eine neue Stufe erklimmen, nämlich in die industrielle Revolution auf Basis cyberphysischer Systeme mit dem Ziel der ‚Digital Manufacturing Smart Factory‘“, gab TDM-Geschäftsführer Peter Schneck gleich zu Beginn die Marschrichtung vor. TDM Systems reagiere darauf mit angepasster Strategie und Ausrichtung. „Wir wandeln uns von einer Tool Data- zu einer Tool Lifecycle Management-Firma, die in Zukunft Werkzeugdaten und Informationen in den Lifecycle-Prozess der Werkzeuge einbringen und so den Gesamtprozess unserer Kunden optimieren hilft.“ Auch Seco Tools-Geschäftsführer und User Day-Gastgeber Dr. Michael Klinger sieht in der digitalen Vernetzung einen zentralen Trend. „Wir erreichen dadurch auch ein neues Niveau der Vernetzung zwischen den Volkswirtschaften.“ Entscheidend für die weitere Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas in solchen vernetzten Volkswirtschaften sei, „Wissen zu einem wichtigen Bestandteil des Angebots an die Kunden zu machen.“

Während Industrie 4.0 die Zukunftsmusik beschreibt, liefert das neue TDM-Release 4.7, das Vertriebschef Eugen Bollinger vorstellte, viele Neuerungen, die den Werkzeugspezialisten den Alltag erleichtern. So gibt es unter anderem TDM 3D-Solid Convertoren „für eine Vielzahl von CAM-Systemen, um 3D-Werkzeuggrafiken an die jeweiligen CAM-Systeme anzupassen und ohne zusätzliche Bearbeitung direkt in den CAM-Systemen, beispielsweise für Simulationsanalysen, verwenden zu können.“ Weitere Neuerungen betreffen Werkzeugkataloge und ihre Integration, Lagermanagement, TDM-Dienstleistungen und neue CAM-Schnittstellen sowie ‚Global Line‘ zur internationalen Vernetzung von Fertigungsstandorten, das in Kürze an erste Testkunden ausgeliefert werde. Bollinger gab außerdem drei neue strategische Systempartnerschaften mit der Forcam GmbH (Manufacturing Execution Systems), der Schweizer Brütsch/Rüegger AG (Werkzeuglogistik und -integration) sowie Parlec, Inc., (Voreinstellgeräte) in den USA bekannt.

 Konrad W. Müller, Projektmanager für Tool Management bei der Bosch Rexroth AG

Was genau Tool Lifecycle Management mit Industrie 4.0 zu tun hat, beschrieb Thomas Mücke, Senior Business Solution Consultant bei TDM. Er erläuterte dievertikale und horizontale Integration der virtuellen und realen Welt auf der einen sowie des technischen und des betriebswirtschaftlichen Ablaufs auf der anderen Seite. Mücke: „TDM liegt zwischen CAD/CAM und ERP/PLM, es bietet Integrationen zu beiden Welten. In Zukunft werden wir viel mehr Informationen aus der Maschine erhalten, mit denen sich Produkt- und Herstellkosten optimieren lassen.“

Aus der Praxis berichtete Konrad W. Müller, Projektmanager für Tool Management bei der Bosch Rexroth AG und zweiter Vorsitzender der TDM User Group. Bosch Rexroth nutze TDM im Production Engineering der Anbindung an SAP sowie in der Bestandverwaltung und Werkzeuglogistik. Müller gab wertvolle Tipps für eine erfolgreiche TDM-Einführung. So sollten unterschiedliche Fertigungsbereiche individuell betrachtet werden. Neben der reinen Software-Installation müsse „im Sinne einer ganzheitlichen Herangehensweise auch die Organisation betrachtet und die operative Ebene einbezogen werden.“

Kontakt:

www.tdmsystems.com