Span um Span zum Gipfel

Die Spezialanfertigung eines FOG-Fräszentrums stellt beim Weltmarktführer im Seilbahnbau Segmente für Seilscheiben her

2037
Sehr flexibel – die zwei Arbeitsbereiche der FOGS D40 erhöhen die Flexibilität der Maschine
Weiterentwicklung für den Seilbahnbau: Doppelmayr setzt für das Zerspanen von bis zu 13 Meter großen Segmenten für Seilscheiben (Antriebsräder) eine offene und sehr große Einheit des Typs FOGS D40 ein

Am Bodensee absolviert ein Fräszentrum der FOG-Baureihe der Dörries Scharmann Technologie GmbH Marke Droop+Rein aus Bielefeld (Tochter der Schweizer Starrag Group) seit fünf Jahren ein erstaunliches Arbeitspensum.

Die Aufgabenstellung war nicht ohne: Es ging um eine Maschine zum Drehen, Fräsen und Bohren von großen Segmenten für Seilscheiben (Antriebsräder). Pro Jahr fertigt die Doppelmayr Seilbahnen GmbH aus Wolfurt (Österreich) im Schnitt 800 gigantische Segmente, aus denen rund 200 Seilscheiben in unterschiedlichenAbmessungen entstehen. „Wir benötigten eine deutlich größere und offene Maschine in Fahrständerbauweise“, sagt Produktionsleiter Karl-Heinz Zündel. „Weil es kein Vorbild gab, gingen wir das Risiko ein und kauften eine Weiterentwicklung. Wichtig war mir, dass die Maschine auch von den Werkern an der Basis geschätzt wird.“

Doppelmayr orderte für den speziellen Einsatzzweck eine offene und größere Einheit des Typs FOGS D40 mit zwei Arbeitsbereichen, die Droop+Rein in dieser Art und Größe (20.000 mm x 9.400 mm x 6.900 mm) noch nicht gebaut hatte. Die Verfahrwege des multifunktionalen Bearbeitungszentrums betragen 12.000 mm (X-Achse), 4.000 mm (Y-Achse) und 2.000 mm (Z-Achse), der Verfahrwinkel ± 200° (gesteuerte C-Achse). Das Plattenfeld des 135 Tonners misst 4.000 mm x 12.850 mm; der von zwei 60 kW-Drehstrommotoren angetriebene Drehtisch hat einen Durchmesser von 3.000 mm.

Doppelmayr ließ die Maschine mit einem exzentrischen Gabelfräskopf sowie mit einem Winkel- und einem Vertikalfräskopf (jeweils 40 kW Leistung) ausstatten. 2009 bauen die Bielefelder den Prototypen im Werk Hohe Brücke auf, das wegen des sumpfigen Untergrundes auf 2000 Piloten (österreichisch für Pfähle) steht. Der Neuling aus Deutschland zerspant seitdem aus massivem, zerspanungsunfreundlichem Baustahl Segmente, von denen vier Elemente plus Mittelteil die Seilscheibe bilden. Die verschiedenen bis zu 13 m langen Bauteile müssen in einer Aufspannung auf 20 bis 25 µm exakt bearbeitet werden.

Die FOGS D 40 kommt nach fünf Jahren Einsatz in Wolfurt gut an. So ist Abteilungsleiter Klaus Meyer mit der Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit sehr zufrieden und sein Produktionsleiter meint nur kurz und knapp: „Sagen Sie Droop+Rein, wir würden eventuell noch eine zweite kaufen!“

Kontakt:

www.starrag.com