Keinerlei Kompromisse eingehen müssen

Dörries Scharmann: Retrofit-Auftrag eines Reifenform-Herstellers

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Auf High-Tech-Betriebsmittel und dabei auch auf das Retrofitting durch Dörries Scharmann setzt die HERBERT Maschinenbau GmbH & Co. KG in Hünfeld. Das Unternehmen stellt Formen her, mit denen Reifen unter anderem für Fahrräder, Pkw, Bagger oder Erdbewegungsmaschinen entstehen. Außerdem arbeitet das Unternehmen auch als Job-Shop, der im Kundenauftrag zerspant.

Wolfgang Stumpf (HERBERT Maschinenbau) übernimmt eine komplett generalüberholte und neu „eingekleidete“ Dörries Senkrechtdrehmaschine Typ CTE 320 von Hans Jeschke (li), dem Direktor Service bei Dörries Scharmann Technologie (DST).
Gesundes Blau-weiß: Die komplette, neue Einhausung schützt die Mitarbeiter vor Aerosol-Dämpfen (Gemisch aus Luft und Kühlschmierstoff-Nebel).

Weil die Hessen im Gegensatz zu Wettbewerbern ihre Formen nicht gießen, sondern zerspanen, spielt die Produktion mit ihren rund 50 Werkzeugmaschinen eine sehr wichtige Rolle. Sie müssen bei den Formen teilweise auf 30 bis 50 µm exakt zerspanen. Auf Grund der guten Erfahrungen mit Dörries Scharmann Technologie GmbH (DST) aus Mönchengladbach, einer Tochter der Schweizer Starrag Group, beim Retrofitting entschied sich HERBERT, zum wirtschaftlichen Zerspanen von 2,6 bis maximal 6,5 Meter großen Formen eine Dörries-Senkrechtdrehmaschine zu kaufen. „Es stand wieder ein solides Arbeitspferd an, das leistungsfähig und robust ist, mit dem wir auch verstärkt in die Lohnfertigung für Firmen aus der Region einsteigen wollen“, erklärt Produktionsleiter Wolfgang Stumpf: „Sie muss daher auch flexibel sein. Wir wollen sie beispielsweise zum Drehen von Bauteilen für Windkraftanlagen und für Windmaschinen einsetzen.“

 

Die Gunst der Stunde schlägt für die Hessen 2013, als ein Liebherr-Werk eine gebrauchte Dörries Senkrechtdrehmaschine Typ CTE 320 (Baujahr 1983) anbietet, die bereits 2001 eine neue Siemens-Steuerung (840 D) erhalten hatte. „Beim Retrofitting wollten wir keinerlei Kompromisse eingehen“, blickt der Produktionsleiter zurück. „Um die Qualität einer neuen Maschine zu erhalten, ließen wir alles erneuern, was nicht unseren Ansprüchen entsprach.“ Das Retrofitting übernahm der DST-Service, der die Hydraulik komplett und die Elektronik teilweise erneuert, Hauptlager im Spannfutter ersetzt und sämtliche Führungen nachgeschabt hat.

Der Kauf der Gebrauchten war allerdings eine Ausnahme, denn normalerweise bietet die Tochter der Starrag Group nur neue Produkte an. „Wenn wir als Generalunternehmer eine gebrauchte Maschine verkaufen, denn nur mit einem umfänglichen Retrofit“, betont Dipl.-Ing. (FH) Hans Jeschke, Direktor Service bei DST. „Denn unsere Kunden erwarten, dass Sie von uns eine Gebrauchte erhalten, die den gleichen, sehr hohen Qualitätsansprüchen an eine neue Maschine entspricht. Daher haben wir auch die komplette Mechanik überholt und in Neuzustand versetzt.“ DST hat die generalüberholte Anlage übrigens genauso wie eine Neumaschine in Betrieb genommen.

Dieses Retrofit hat sich besonders gelohnt. DST-Service-Direktor Jeschke: „Bei der Senkrechtdrehmaschine haben wir ein hochwertiges 12-Backen-Futter mit Pendelausgleich überholt, das der Kunde bei einer Neuinvestition nur bei einem erheblichen Aufpreis erhalten hätte.“

Kontakt:

www.starragheckert.com