„Mekka der Fettchemie“

Europas modernste Fettfabrik auf dem Weg zu Industrie 4.0

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Mit der weiteren Automatisierung von Europas modernster Fettfabrik schlägt der Mönchengladbacher Schmierstoffspezialist Rhenus Lub ein neues Kapitel in der Produktion von Hochleistungsschmierfetten auf. Kunden profitieren von kürzeren Lieferfristen, hoher Liefersicherheit und konstanter Produktqualität. Denn zukünftig werden die oftmals sehr komplexen Fertigungsprozesse für Schmierfette aus Mönchengladbach mit neuester Prozesssteuerungs- und -regelungstechnik geplant, gesteuert und überwacht. Damit setzt das Familienunternehmen den Expansionskurs konsequent fort, den es im Mai 2006 mit der Eröffnung seiner hochmodernen Fettfabrik am Firmensitz in Mönchengladbach begann. Die mit Spitzentechnologie ausgestattete Anlage hat Rhenus Lub in Fachkreisen bereits den Ruf als „Mekka der Fettchemie“ eingebracht.

Europas modernste Fettfabrik auf dem Weg zu Industrie 4.0: zukünftig werden die oftmals sehr komplexen Fertigungsprozesse für Schmierfette aus Mönchengladbach mit neuester Prozesssteuerungs- und -regelungstechnik geplant, gesteuert und überwacht.

Schmierstoffe „made in Mönchengladbach“ gelten in der Lebensdauerschmierung als unverzichtbares Konstruktionselement, denn sie sorgen dafür, dass hoch beanspruchte Lager in Zügen, Autos, Walzwerken und im Maschinenbau über Jahre und Jahrzehnte einwandfrei funktionieren. „Mit der Umsetzung unseres Automatisierungskonzeptes werden wir zunehmend den Forderungen nach hoch flexiblen Produktionsanlagen und -strukturen gerecht. Unter Industrie 4.0 verstehen wir, mit intelligenten Prozessen effizient und hoch flexibel auf die stetig zunehmende Komplexität sowie sich ständig ändernde Anforderungen reagieren zu können“, erläutert Dr. Frank Hentrich, Geschäftsführer von Rhenus Lub, die Millionen-Investition.

Insbesondere für Kunden, die innovative und anspruchsvolle Anwendungen realisieren wollen, hat die Automatisierung der Fertigung bei Rhenus Lub eine hohe Relevanz: Einerseits wird die Chargensteuerung optimiert; die Möglichkeit der effizienten Fertigung unterschiedlicher Produkte bringt das oft ungünstige Verhältnis von Nachfrage und Herstellung besser in Einklang. Andererseits kann mit Hilfe einer automatischen Prozesssteuerung und -regelung eine Vielzahl der verschiedenen Einsatzstoffe bei der aufwändigen Herstellung komplexer Fette nach vorgegebenen Rezepturen weitgehend automatisch zugeführt werden. Bislang geschah dies überwiegend manuell, weil für Lithiumkomplexfette oder innovative Polyharnstoffschmierfette mindestens 30 Prozessschritte erforderlich sind. Zugaben können zukünftig vollautomatisch und mit hoher Präzision koordiniert werden.

Für Anwender in Konstruktion und Praxis resultieren daraus zwei wesentliche Vorteile. Mit dem Fortschritt des Industrial Engineerings ist eine neue Qualität der Fertigung verbunden. Die verschiedenen Herstellungsprozesse laufen nach standardisierten und vergleichbaren Bedingungen ab. Dafür ist es notwendig, sämtliche Formulierungen und Produktions-Parameter maschinenlesbar darzustellen und im System zu hinterlegen. Neben genau definierten Mengen an Rohstoffen und Additiven zählen dazu insbesondere auch Prozessparameter wie z.B. Temperatur, Rührwerkseinstellungen, Reaktionszeiten oder präzise Zeitpunkte für die Zugabe von Einsatzstoffen. Ein weiterer wichtiger Vorteil ist die exakte Nachverfolgbarkeit und Transparenz des Herstellungsverfahrens und die damit verbundene Sicherheit sowohl für den Hersteller als auch für den Anwender.

„Noch vor einer Generation galt ‚Fettkochen‘ als geheimnisvoll und war eher von Erfahrung geprägt“, erinnert sich Dr. Hentrich. „Zukünftig arbeiten wir im Zeitalter von ‚Industrie 4.0‘. Das heißt, Rhenus Lub vollzieht mit der Automatisierung einen Quantensprung in der Produktion von Hochleistungsfetten. Angesichts der heutigen globalen Möglichkeiten ist dies auch ein notwendiger Schritt, um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und weiter zu stärken.“

Kontakt:

www.rhenuslub.de