Mehrspindler mit Rundtisch eröffnet Rationalisierungspotenzial

Produktionsoptimierung durch maßgeschneiderte Sondermaschinen von SSB

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Der Mehrspindler mit Rundtisch

Mit einer eigenen Konstruktionsabteilung und der großen Fertigungstiefe im Rücken hat SSB schon vielen Herstellern zu mehr Produktivität und -qualität verholfen

Ob für Fahrzeughersteller, Energieanlagenproduzenten, Maschinenbauer oder für metallverarbeitende Zulieferer – der Sondermaschinenbauer SSB aus Bielefeld hat bisher allen geholfen, mit individuellen Maschinenlösungen Rationalisierungseffekte auszureizen. So etwa mit einer Lösung für einen Pumpenhersteller: Dank einem Mehrspindler inklusive Rundtisch kann das Unternehmen nun Pumpengehäuse schneller, wirtschaftlicher und dazu wettbewerbsfähiger als bisher herstellen.

Mehrspindler mit Rundtisch

„Vor dem Hintergrund stetigem Kostendrucks benötigte unser Kunde eine Anlage, mit der er seine Pumpengehäuse noch schneller bei höchster Qualität bearbeiten kann“, so Thomas Beyer, Geschäftsführer von SSB. „Unsere vorrangige Aufgabe bestand darin, kostenintensive Bearbeitungsprozesse zu entschärfen. Im Zuge der Prozessplanung entschiedenen wir uns, eine Anlage zu konzipieren, die zwei Gehäuse 5-achsig simultan bearbeiten kann.“

Dazu sind zwei horizontale Spindeln parallell angeordnet. Holger Klatte, Leiter Konstruktion und Entwicklung bei SSB: „Die zwei Z-Achsen können getrennt gesteuert werden. Das ist unter anderem wichtig für Werkzeugkorrekturen und Einstellungen im Tiefenbereich.“

Das Tischkonzept (Bild oben) beinhaltet einen großen Rundtisch mit zwei getrennten Schwenktischen, die jeweils wieder zwei getrennte Drehtische integriert haben. Auf den Drehtischen sind die bauteilspezifischen Spannvorrichtungen angeordnet. Die 5-Achs-Bearbeitung ist damit gewährleistet. So können immer zwei Gehäuse bearbeitet werden, während zwei immer manuell oder per Roboter bebeziehungsweise entladen werden. Holger Klatte: „Dieses Maschinenkonzept lässt sich auch auf die unterschiedlichsten Applikationen hin modifizieren, etwa zur Bearbeitung von Strukturteilen aus Stahl, Alu und Guss aber auch für geschmiedete Komponenten.“

So sind je nach Werkstück individuelle Spannvorrichtungen, der Einsatz von Motorspindeln oder auch konventionellen Getriebespindeln mit hohem Drehmoment realisierbar. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, der Anlage über Pick-up-Plätze auch Winkelköpfe oder schwere Werkzeuge zuzuführen. Damit müssen Werkzeuge nicht über ein Standardmagazin eingewechselt werden.

Thomas Beyer: „Was im Standardgeschäft nahezu undenkbar erscheint, ist für uns tägliche Routine. Denn als Sondermaschinenbauer muss man so flexibel sein, schnell und punktgenau die Maschinenkonstruktion bereitzustellen, die der Anwender benötigt. Unser hohes Prozesswissen und die große Fertigungstiefe hat beispielsweise auch dem Pumpenhersteller geholfen, seine gesetzten Zielvorgaben zu erreichen.“

Kontakt:

www.ssb-maschinenbau.de