Aus Michael Deckel wird ISOG

Der oberbayerische Spezialist für das Werkzeugschleifen startet Vertrauensoffensive mit neuem Namen und neuer Philosophie.

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Namensrechte hin, Image her. Der Weilheimer Hersteller von Werkzeugschleifmaschinen geht neue Wege, um wieder an erfolgreichen Zeiten anknüpfen zu können.

Der Name Michael Deckel ist im Bereich des Werkzeugschleifens eine international bekannte Größe mit langer Tradition. Seit 1950 entwickelt und produziert das Unternehmen qualitativ hochwertige Werkzeugschleifmaschinen. Lange Zeit mit großem Erfolg. Doch in den vergangenen Jahren hatte das Unternehmen schwierige Zeiten zu meistern, deren Höhepunkt 2012 die Entlassung von Mitarbeitern zur Folge hatte.

Neue Geschäftsleitung:  v.l. Martin Sackmann (Kfm.-Bereiche u. Vertrieb) und Thomas Seyßler (Technik)

Neustart mit neuer Führung, neuem Namen und neuer Philosophie

Im Dezember 2013 übernahmen Martin Sackmann und Thomas Seyßler die Geschäftsleitung bei Michael Deckel. Als Doppelspitze fungierend, startete die neue Führung konsequent eine Vertriebs- und Qualitätsoffensive um verlorenes Kundenvertrauen zurückzugewinnen.

Passend zur ohnehin schwierigen Situation, mußten auch die Namensrechte, die ausserhalb des Unternehmens liegen, neu verhandelt werden. Auch hier agierten Sackmann und Seyßler konsequent und entschieden sich dafür, das Unternehmen umzubenennen. Die Feinmechanik Michael Deckel GmbH & Co. KG wird ab sofort unter dem neuen Namen ISOG firmieren. ISOG ist ein Phantasiename ohne inhaltliche Bedeutung. Allerdings soll der neue Firmenname für neue Werte und die neue Philosophie stehen.  „Wir lernen von unseren Anwendern“ ist der Leitsatz, der die neue Unternehmenskultur des traditionsreichen Unternehmens verdeutlichen soll. ISOG soll als Begriff für mehr Kommunikation, Service und Qualität stehen.

Vertriebs- und Qualitätsoffensive fruchtet

Zur Neuorientierung wurden im gesamten Unternehmen vielschichtige Maßnahmen durchgeführt. Die Unternehmensprozesse wurden genauso wie die Produktqualität überarbeitet und optimiert. Beispielsweise wurden mehrtägige Abnahmetests vor der Auslieferung eingeführt und  die Service-Hotline für Kunden sowie das Service-Team im Außendienst ausgebaut. Ein umfangreiches Lager an Ersatzteilen stellt zudem eine kurzfristige Verfügbarkeit bei Störungen sicher.

Die Neuorientierung scheint zu fruchten. In den letzten Monaten konnte das Unternehmen einen deutlichen Aufwärtstrend verzeichnen und rechnet in 2014 mit einer Umsatzsteigerung von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die GrindTec zum richtigen Zeitpunkt

Mit neuem und alten Namen auf der GrindTec 2014. Aus Michael Deckel wird ISOG.

Auf der Fachmesse GrindTec 2014 verkündeten die Oberbayern die neue Namensgebung und präsentierten das neue Firmenlogo, das sich an optisch an das bisherige Logo anlehnt.

Neben dem neuen Markenauftritt präsentierte ISOG auf der GrindTec zum bestehenden Portfolio auch Produktneuheiten wie zum Beispiel den Rundlaufoptimator Air, der für hohe Genauigkeit bei großen Schaftwerkzeugen steht.

Außerdem bietet ISOG seine Maschinen in Zukunft neben der NUM-Steuerung und NUM-Software auch mit Fanuc-Steuerung mit MTS-Software an.

Daß die ehemalige Michael Deckel GmbH & Co. KG auch unter neuem Namen an erfolgreiche Zeiten anknüpfen kann, wurde auf der GrindTec in Augsburg deutlich. Der Messestand war meist sehr gut belegt und bestätigte das ungebrochene Interesse an den Produkten und Lösungen des Maschinenherstellers.

Das Traditionsunternehmen hat aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und scheint mit dem neuen, auch den richtigen Weg für eine erfolgreiche Zukunft eingeschlagen zu haben.

Kontakt:

www.michael-deckel.de