Siemens optimiert die CNC Sinumerik 840D sl

Neues Technologiepaket Sinumerik MDynamics mit Intelligenten Funktionserweiterungen für 3- und 5-Achs-Fräsanwendungen

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Intelligente Funktionserweiterung für 3- und 5-Achs-Fräsanwendungen tragen im Rahmen des Technologiepakets Sinumerik MDynamics zu einer höheren Effizienz von Maschinen bei, insbesondere bei der Hochgeschwindigkeitszerspanung. Mit der Funktion ‚Collision Avoidance’ in Sinumerik wird künftig ein zuverlässiger Schutz vor ungewollten Kollisionen von Maschinenkomponenten erreicht. Der neue Compile-Zyklus ‚Nick-Kompensation’ ermöglicht mehr Präzision bei der Werkstückbearbeitung.

Schwerpunkt Hochgeschwindigkeitszerspanung

Im Rahmen der Weiterentwicklung hält Siemens für die Sinumerik 840D sl neue Funktionen sowie eine verbesserte Simulation bereit und trägt damit zu mehr Bedienkomfort und Flexibilität für den Anwender bei, insbesondere beim HSC-Fräsen (High Speed Cutting). So steht im Rahmen des Technologiepakets Sinumerik MDynamics für 3- und 5-Achs-Fräsanwendungen ab sofort ein integriertes HSC-Bild für die Hochgeschwindigkeitszerspanung zur Verfügung. Auf diese Weise werden alle relevanten Informationen zum Formenbau und zur Bewegungsführung mit Advanced Surface auf einem Bildschirm dargestellt. Darüber hinaus können nun alle G-Code Funktionen für den Formenbau inklusive der programmierten Toleranzen optisch markiert werden. Dies verschafft dem Anwender einen besseren Überblick und damit auch eine erhöhte Sicherheit. Auch der entsprechende Bearbeitungszyklus, Cycle832, wurde technologisch weiterentwickelt. Hier lässt sich nun die Bearbeitungsart als Klartext ausgeben sowie die Orientierungstoleranz direkt in die Maske eingeben, was die Benutzerfreundlichkeit für die Hochgeschwindigkeitszerspanung verbessert.

Zuverlässiger Schutz vor Kollisionen

Mit Collision Avoidance ermöglicht es Sinumerik künftig, Kollisionen von Maschinenkomponenten im Arbeitsraum der Werkzugmaschine zu vermeiden. Collision Avoidance konzentriert sich im ersten Schritt auf die in der Praxis kritischsten Situationen wie das Einrichten der Maschine oder bei Unterbrechungen der Bearbeitung – also immer dann, wenn der Bediener in den Prozess eingreift.

Siemens treibt mit neuen Funktionen die High-End-CNC Sinumerik 840D sl weiter voran.

Dank der intelligenten Systemarchitektur wirkt die 3D Echtzeit-Kollisionsüberwachung selbst bei komplexen Bearbeitungen wie 5-Achs-Simultanfräsen oder Drehen mit B-Achse. Dabei werden statische und bewegliche Maschinenkomponenten sowie die Werkzeugschneide effektiv auf Kollisionen überwacht.

Durch eine vollwertige 3D-Visualisierung wird der komplette Bearbeitungsprozess, inklusive des Maschinenraums, auf dem CNC-Bildschirm dargestellt. Damit kann auch der Bereich der Kollisionsgefahr schnell und effektiv identifiziert werden.  

Für die Kollisionsüberwachung mit dem Werkstück bietet Siemens in NX CAM bereits seit Längerem eine bewährte offline Maschinensimulation. Damit können Kollisionen schon bei der Prozessdefinition am PC wirksam vermieden werden. Die Modellierung des Maschinenmodells erfolgt durch die benutzerfreundliche Definition von Quadern, Kugeln, Zylindern oder STL-Dateien direkt über die Bedienoberfläche der CNC.

Siemens als Komplettanbieter von CNC-Technologie und Product Lifecycle Management Lösungen bietet darüber hinaus eine komfortable Alternative. Mit NX Sinumerik Collision Avoidance können Maschinenhersteller das Maschinenmodell der Kollisionsüberwachung schnell und bequem am PC aus bestehenden Konstruktionsdaten der Maschine ableiten.

Collision Avoidance generiert in Sinumerik automatisch die Daten für die Kollisionsbetrachtung der Werkzeugschneiden aus den für die Bearbeitung vorhandenen Werkzeugeinsatzdaten. Dies bietet automatisch eine Kollisionsüberwachung mit den beweglichen und statischen Maschinenkomponenten ohne zusätzlichen Pflegeaufwand des Bedieners.

Neuer Compile-Zyklus erhöht Präzision am Werkstück

Durch mechatronische Optimierungsmaßnahmen kann Siemens auf Anforderungen von Spezialanwendungen beispielsweise im Formenbau reagieren. So ist der Compile-Zyklus ‚Nick-Kompensation’ entstanden. Er ist zum Beispiel für Fahrständermaschinen von Bedeutung, da dort der Turm durch Beschleunigungs- und Bremsvorgänge der anderen Achsen ‚Nicken’ kann. Er wird also durch seine Trägheit in den Eigenresonanzen angeregt. Das kann durch die Regelung der eigenen Achsen (des Turmes) nicht kompensiert werden, da diese Signale am eigenen Motorgeber nicht beobachtet werden können. Trotzdem senkt sich die Werkzeugspitze in das Werkstück und verursacht Marken. Hier kommt die ‚Nick-Kompensation’ ins Spiel: Sie beobachtet die anderen Achsen, zum Beispiel die Y-Achse, und modelliert das System. Da die Beschleunigungsvorgänge aller Achsen bekannt sind,  kann eine Vorhersage der Nickbewegung erfolgen und wie eine Vorsteuerung kompensiert werden. Die Nick-Kompensation steigert so die Genauigkeit der Bearbeitung und verbessert die Oberflächenqualität. Durch die Offenheit der Sinumerik 840D sl kann der Compile-Zyklus einfach über die Bedienoberfläche Sinumerik Operate in Betrieb genommen werden.

Kontakt:

Siemens Drive Technologies