Moderne Ausbildung mit Perspektive

118 Auszubildende freuen sich über die neue Lehrwerkstatt bei MAPAL in Aalen

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Ein erfolgreiches Unternehmen braucht qualifizierte Mitarbeiter. „Nur mit gut ausgebildeten, motivierten und einsatzbereiten Fachkräften lässt sich schnell und flexibel auf die Anforderungen des Marktes reagieren“, sagt Dr. Dieter Kress, geschäftsführender Gesellschafter der MAPAL Dr. Kress KG.

Mit derzeit 118 Auszubildenden gehört MAPAL zu den regional und branchenbezogen ausbildungsstärksten Betrieben. Gut 80 junge Leute werden allein in den technischen Berufen ausgebildet.  Einer von ihnen ist Matthias Mahler. Der 19-jährige steht kurz vor dem Abschluss seiner dreijährigen Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker. In der neuen Lehrwerkstatt, die am Jahresanfang bezogen wurde, kann er sich optimal darauf vorbereiten.

Mahler wollte nach seiner Realschulzeit einen handwerklichen Beruf erlernen, war sich aber nicht sicher, ob er sich für die Holz- oder Metallbranche entscheiden sollte. Nach Gesprächen in seinem Heimatort mit anderen MAPAL Mitarbeitern, bewarb er sich zunächst um ein Praktikum. Eine Woche seiner Sommerferien verbrachte er in der MAPAL Lehrwerkstatt. Bohren, Drehen, Fräsen, Anreißen, Messen, am Ende kam eine kleine Lok dabei heraus. Die Arbeit machte ihm Spaß, er hatte seinen Wunschberuf gefunden.

Die zu Jahresanfang neu bezogene, 2.500 qm große Lehrwerkstatt
der MAPAL Dr. Kress KG bietet den Azubis optimale Bedingungen

Jährlich 1.000 Bewerber

Jedes Jahr bewerben sich rund 1.000 Schulabgänger um einen Ausbildungsplatz bei MAPAL. Die gute wirtschaftliche Entwicklung und die familiäre Atmosphäre im Betrieb haben sich unter den Jugendlichen herumgesprochen. Das Engagement von MAPAL, mit Schulen und Kindergärten zu kooperieren, die Präsenz auf zahlreichen Ausbildungsmessen und die Bereitschaft, Jugendlichen mit Praktika, Ferienjobs oder Betriebsbesichtigungen einen Einblick in die Arbeitswelt des Unternehmens zu ermöglichen, tun ein Übriges. „Wir spüren zwar den demografischen Wandel, haben aber bisher keine Probleme, ausreichend Bewerber zu finden“ sagt Personalleiter Hans Krauss.

Im Herbst 2013 werden 40 junge Menschen ihre Ausbildung bei MAPAL beginnen. Neben je sechs DHBW-Studenten und Industriekaufleuten sind es 22 Zerspanungsmechaniker für Fräs- und Schleifmaschinensysteme und sechs Industriemechaniker für den Feingerätebau. Der Anteil der Mädchen im ersten Lehrjahr liegt dann bei 25 Prozent.

MAPAL hat die Zahl seiner Auszubildenden stets dem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens angepasst. Gegenüber dem Vorjahr wurde die Zahl der Ausbildungsplätze um 20 Prozent erhöht und sie soll noch weiter steigen.

2.500 Quadratmeter für eine hoch moderne Ausbildung

Stets ist das Unternehmen dabei bestrebt, den Nachwuchskräften eine qualifizierte, vielseitige und moderne Ausbildung zu bieten. Die Entscheidung der Geschäftsleitung, in den Bau der 2013 bezogenen, neuen Fertigungshalle auch eine neue Lehrwerkstatt zu integrieren, fand bei Ausbildern wie Azubis großen Zuspruch. Mit einer Grundfläche von 2.500 Quadratmetern ist die neue Lehrwerkstatt doppelt so groß wie die vorherige und sucht im Branchenvergleich ihresgleichen.

Die Azubis schätzen die professionelle Ausbildung bei MAPAL. li.
Ausbildungsleiter Franz Moser, Mitte und re: Ausbilder Alfred Müller
und: Gerd Dambacher

An 30 hochmodernen CNC-Maschinen, darunter zwei 5-Achs-Bearbeitungszentren sowie 20 konventionellen Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen können die Azubis ihr theoretisches Wissen in breite, praktische Erfahrungen umsetzen. Zu jedem Maschinenarbeitsplatz gehört eine nach ergonomischen Gesichtspunkten ausgerichtete Werkbank mit dazugehörigem Werkzeugschrank. Für die Grundlagenschulung stehen weitere 28 Werkbänke zur Verfügung. Kreisförmig angeordnet fördern sie die Teamarbeit und das gegenseitige Kennenlernen in der Anfangsphase der Ausbildung. Kräftig investiert wurde auch in die Peripherie der Lehrwerkstatt mit verschiedenen Versuchs-, Schulungs- und Sozialräumen. Dort haben die Azubis beispielsweise die Möglichkeit mit Elektroschweiß- und Lötgeräten, pneumatischen und SPS-Steuerungen oder verschiedenen Messwerkzeugen zu arbeiten. Gleich drei Schulungsräume gibt es, und sie wurden mit neuester Medientechnik ausgestattet. Hier werden allgemeines Fachwissen gelehrt und Kenntnisse im Bereich CNC- und Computertechnik vermittelt. „Wir nutzen diese Räume fast täglich, “ erklärt Ausbildungsleiter Franz Moser. Außerdem sind sie bei den Azubis ein beliebter Treffpunkt für Gruppenarbeiten und zur Prüfungsvorbereitung. Großer Beliebtheit erfreut sich auch der Aufenthaltsraum mit Teeküche, in dem die Jugendlichen ihre Pausen verbringen. Hell, freundlich und großzügig wirkt die gesamte Lehrwerkstatt, ein ideales Arbeitsumfeld, das viel zum Wohlfühlfaktor bei Ausbildern und Azubis beiträgt: „Die Atmosphäre ist sehr angenehm“, finden Matthias Mahler und Franz Moser.

Die Azubis Marina Hoffmann und Simon Sorg montieren ein Werkstück an einer Lötvorrichtung.

Schritt für Schritt ins produktive Arbeitsleben

Ausbildungsleiter Moser kümmert sich mit einem Team von drei Mitarbeitern, einem Meister, einem Techniker mit berufspädagogischer Ausbildung sowie einem Industriefachwirt, um die rund 80 gewerblichen Azubis. Matthias Mahler weiß diese professionelle Betreuung zu schätzen: „Es ist immer jemand da, wenn wir ein Problem haben.“ Am Beginn seiner Ausbildung stand der Grundlehrgang. Zunächst hat er verschiedene Werkstücke am Schraubstock bearbeitet. Vier Wochen später ging es an die ersten Maschinen, zunächst die kleineren, konventionellen, die manuell bedient werden. Schritt für Schritt wurde er mit immer komplexeren Maschinen vertraut gemacht. „Nach eineinhalb Jahren sind unsere Lehrlinge bereits produktiv tätig“, so Franz Moser. Mit der Anfertigung von Zusatzteilen arbeiten sie den einzelnen Abteilungen zu. Parallel dazu werden die Azubis an das Programmieren und Einstellen der Maschinen herangeführt. Um die Betriebsabläufe besser kennen zu lernen, hat Matthias Mahler in vierwöchigem Wechsel die verschiedenen Abteilungen im Betrieb durchlaufen, von der Schneidenfertigung, über die Dreherei, bis zur Adapterfertigung. „So hab ich schnell herausgefunden, welches Arbeitsgebiet mir am Meisten liegt.“ Und die Kollegen sahen, ob er als Mitarbeiter ins Team passen würde. Im dritten Lehrjahr konzentriert Mahler sich nun ganz auf die Vorbereitung zur Abschlussprüfung. Den theoretischen Teil hat er bereits hinter sich, jetzt geht es ums Praktische mit Übungsprüfungen an den Maschinen.

Aus 75% der Auszubildenden werden langjährige Mitarbeiter

Aufgrundseiner guten Leistungen wurde Mahler eine Lehrzeitverkürzung von einem halben Jahr gewährt. Er wird ein Übernahmeangebot von MAPAL bekommen, wie alle Azubis, die mit ihm in Kürze ihre Ausbildung beenden. Und auch im Bereich Weiterbildung ist die Nachhaltigkeit bei MAPAL nicht nur eine Floskel. Die Mitarbeiter werden kontinuierlich weiter qualifiziert und fortgebildet, und zusammen mit dem guten Betriebsklima ergeben sich sehr viele langjährige Beschäftigungsverhältnisse. Drei Viertel aller Auszubildenden im Stammhaus in Aalen arbeiten anschließend dauerhaft im Unternehmen.

Kontakt:

www.mapal.de