HiPIMS-Technologie für dick und dünn

CemeCon erweitert mögliche Schichtdicken von HPN1

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Mit seinem im Hochleistungsmagnetronsputter-Verfahren (HiPIMS) hergestellten Schichtwerkstoff HPN1 setzte die CemeCon AG einen technologischen Meilenstein. Jetzt ist das Produkt auch in einer Zusammensetzung erhältlich, die Schichtdicken von 1,5 bis 8 µm erlaubt.

„Wenn es derzeit ein Zukunftsthema in der Beschichtungstechnologie gibt, dann ist es HiPIMS!“, so Dr. Werner Kölker, Leiter F&E bei CemeCon. Zu Beginn war diese Technologie ausschließlich Universitäten und Instituten vorbehalten, die sie zu Forschungszwecken einsetzten. Danach lieferte CemeCon die Beschichtungsanlage CC800®/9 HiPIMS auch an Werkzeughersteller und öffnete HiPIMS damit Tür und Tor zum Markt. 2010 folgte schließlich der erste industrielle Schichtwerkstoff HPN1. „Mittlerweile ist es kaum mehr nötig das Verfahren zu erklären“, erklärt Dr. Kölker. „Denn HiPIMS – unser patentiertes Sputterverfahren, bei dem das Targetmaterial höchster Ionisation ausgesetzt wird – hat sich in der Branche mittlerweile einen Namen gemacht.“ Selbiges gilt auch für den Schichtwerkstoff HPN1, der nun auch in Schichtdicken von 1,5 bis 8 µm erhältlich ist.

Den Schichtwerkstoff HPN1 bietet CemeCon nun auch in einer Zusammensetzung an, die Schichtdicken von 1,5 bis 8 µm erlaubt

Jetzt kommt’s dicke – mit HPN1 Plus

Konzipiert wurde HPN1 ursprünglich für eine Schichtdicke von 3 µm. Dr. Kölker weiß, dass die meisten Anwender damit auch gut zurechtkommen. „Allerdings gibt es auch genug Applikationen, die nach dickeren oder gar dünneren Beschichtungen verlangen.“ So spornten beispielsweise die positiven Erfahrungen mit dickeren PVD-Schichten bei Wendeschneidplatten (WSP) wie zum Beispiel ALOX SN² Plus oder HYPERLOX Plus die CemeCon-Ingenieure an, dies auch mit der neuen HiPIMS-Technologie umzusetzen. Nun bietet der Beschichtungshersteller HPN1 Plus mit Schichtdicken von bis zu 8 µm für WSP an.

Schlank und effizient

In vielen Branchen sind Bohr- und Fräswerkzeuge mit kleinsten Durchmessern Standard. Dort kommt es einmal mehr auf hochpräzisen Materialabtrag und geringste Toleranzen an. Für solche Fälle sind die Standard-Beschichtungen aber meist zu dick. Diesen Anforderungen trägt CemeCon ebenfalls Rechnung und scheidet HPN1 nun mit einer Schichtdicke von lediglich 1,5 µm ab. Ideal auf Werkzeug und Einsatz abgestimmt, erreichen die Beschichtungen beste Standzeiten und optimale Leistung.

Die Lieferzeiten für beide Varianten sind kurz: Innerhalb einer Woche nach Bestellung kommen die beschichteten Werkzeuge beim Auftraggeber an. Dr. Kölker: „Unsere Kunden brauchen die Sicherheit, auch schnell kleine oder mittlere Chargen zu einem bestimmten Termin beschichtet zu bekommen. Das bieten wir selbstverständlich auch mit HPN1 und seinen Varianten.“ Dazu baut CemeCon seine Produktionskapazitäten weiter aus und arbeitet stetig an zusätzlichen HiPIMS-Prozessen sowie angepassten Schichtdicken für alle Anwendungsfälle.

Kontakt:

www.cemecon.de