Präzision, Tempo und Zuverlässigkeit

Rund 30 Citizen-Langdreher fertigen hochkomplexe Drehteile der Loga Präzisionsteile oHG in Denkingen

2222

Der Anblick ist beeindruckend: Nahezu 30 Langdrehautomaten mit dem Label „Citizen“ stehen bei der Loga Präzisionsteile oHG in Denkingen in Reihe und produzieren im Drei-Schicht-Betrieb komplexe Präzisionsteile. Gerade durch ihre anspruchsvollen Innenkonturen, die teils per Dreh- und Fräsoperation in einer Aufspannung erledigt werden, punktet Loga in den unterschiedlichsten Industriezweigen.

Bereits 1997 schaffte die Loga Präzisionsteile oHG in Denkingen bei Rottweil ihren ersten Citizen Langdrehautomaten an. „Die Cincom L 4/32 war die erste Maschine von Citizen, die wir für unsere Produktion nutzen. Mittlerweile verrichten knapp 30 Langdreher von Citizen ihren Dienst bei uns“, so Peter Loga, Geschäftsführer der Loga Präzisionsteile oHG.

Vom Heuberg bis nach Mexiko

Einblick in die Produktion der Loga Präzisionsteile oHG in Denkingen

Mit Maschinen aus den Baureihen A32, C16, L20, L32 und M32 deckt Loga sämtliche Durchmesserbereiche von 1 bis 32 mm ab. Zu den Kunden gehören Unternehmen aus der Automobilindustrie, der Hydraulik, Elektrotechnik, Seiltechnik oder dem Gastrogewerbe. „Wir beliefern einen großen Anwenderkreis und sind gerade wegen unserer Stärken bei Langdrehteilen mit anspruchsvollen Innenkonturen sehr gefragt“, ergänzt Peter Loga.

Dabei ist das Kundenportfolio international ausgelegt. „Selbstverständlich werden die meisten unserer Produkte hauptsächlich in Deutschland angefragt. Dennoch haben wir auch Kunden in Österreich, der Schweiz, Italien und den Niederlanden. Das Paket mit dem weitesten Weg geht zu einem Unternehmen mit dem Fokus auf Hydraulik – nach Mexiko!“, so Peter Loga.

Bewährtes Maschinensystem

Sich auf ein bewährtes Maschinensystem zu fokussieren, hat für Anwender wie Loga entscheidende Vorteile. „Wir bearbeiten sehr anspruchsvolle Aufträge im Drei-Schicht-Betrieb, weshalb wir uns vollends auf unsere Maschinen verlassen müssen. Möglichst einheitliche Drehautomaten von Citizen einzusetzen, bringt uns den Nutzen, dass die Bediener immer mit den gleichen Steuerungen arbeiten und so über Jahre mit dem System vertraut sind“, erläutert Peter Loga. Zudem sind alle Werkzeuge, Aufnahmen, Spannzangen oder Führungsbuchsen gleich, was das Handling wesentlich erleichtert. „So können wir unser Personal noch flexibler auch an verschiedenen Maschinentypen einsetzen“, fügt Peter Loga hinzu.

Ein Blick in die Maschine mit fertig bearbeitetem Werkstück

Mit Hochdruck zum Tieflochbohren

Da zu den besonderen „Spezialitäten“ der Loga Präzisionsteile oHG Langdrehteile mit Tieflochbohrungen bis 170 mm gehören, sind die entsprechenden Citizen-Anlagen zusätzlich mit modernster Hochdrucktechnologie von der Firma Müller Hydraulik GmbH aus Villingendorf ausgestattet. Denn während bei herkömmlichen Bearbeitungsvorgängen Regeldrücke von 5 bis 10 bar zur Innenkühlung ausreichen, werden beim Tieflochbohren Kühlschmiermitteldrücke von bis zu 250 bar nötig. „Dieser hohe Druck ist erforderlich, um ausreichend Kühlschmiermittel durch die Kühlkanäle der Bohrwerkzeuge zu bringen. Weil das Kühlschmiermittel zum einen kühlen, zum anderen die Späne abtransportieren muss, ist die optimal dosierte Kühlschmiermittelmenge von zentraler Bedeutung“, so Giovanni D’Addio, Geschäftsführer der D&D CNC-Maschinen GbR.

Drehen und Fräsen in einem Arbeitsgang

Moderne Drehautomaten müssen heutzutage komplette, hochkomplexe Bearbeitungszentren sein. „Mit reinem Drehen locken wir als Maschinenhersteller keinen mehr, dafür sind die Ansprüche der Branche viel zu hoch! Drehen und Fräsen in einer Aufspannung sind da schon die geringsten Anforderungen. Doch das Thema Simultanbearbeitung mit mehreren Werkzeugen gleichzeitig ist bei uns schon lange fest in die Konzeption integriert, weshalb wir an dieser Stelle mit stetig reduzierten Zykluszeiten bei gleichzeitig geringerem Stromverbrauch punkten“, erläutert Markus Reissig. Schließlich ist auch der Umweltaspekt zunehmend ein Argument für den Kauf einer Maschine.

Besonders bei Loga ist Umweltmanagement nicht nur per DIN EN ISO 14001.2009 und ISO/TS 16949:2009 zertifiziert, sondern gelebte Unternehmenskultur. „Vom Kühlschmiermedium bis hin zur Späneabfuhr ist bei uns alles genau deklariert. Zudem achten wir darauf, so ölsparend zu produzieren, wie es nur geht. Über bauliche Maßnahmen nutzen wir die Überschusswärme aus der Produktionshalle zum Heizen der Büros. Energieeffiziente Bearbeitungsmaschinen wie die von Citizen helfen zusätzlich, unsere Umweltziele zu erreichen“, so Peter Loga.

Die TEMP-Methode spart auf vielerlei Weise

Seit vielen Jahren hat Loga den Betrieb mit der TEMP-Methode, einem integrierten Managementsystem, stetig optimiert und noch wirtschaftlicher gemacht. Gespart wird dank der TEMP-Orientierung bei Loga unter anderem am Papier. Selbst wenn laut Peter Loga ein papierloses Büro nicht möglich ist, „so sind wir doch ziemlich nah dran! Klein gehalten wird auch das Materiallager, das mit einer Lagerumschlaghäufigkeit von ca. 2 pro Monat sehr gering ist“, betont Peter Loga.

Derartige Langdrehteile mit anspruchsvollen Innenkonturen (hier im Querschnitt zu sehen) sind eine Spezialität bei Loga

Mehr Drehmoment sorgt für Mehrwert

Für hohes Tempo in der Produktion sorgt unter anderem die neue Cincom M32. Dazu Markus Reissig: „Die neue Generation der M32 sieht zwar beim ersten Blick auf die Leistungsdaten nach einem unspektakulären Update aus. Doch ‚unter der Haube‘ haben wir einiges angepasst und nicht zuletzt das Drehmoment drastisch erhöhen können“. Dass dies sich nicht auf den Preis niedergeschlagen hat, freut auch Peter Loga: „Obendrein hat sich die Anschaffung der neuen M32 noch weiter gelohnt: Dank des hervorragenden Drehmoments können wir mit ihr auch Teile fertigen, für die wir sonst einen Kurzdreher zusätzlich hätten anschaffen müssen – womit wir geschätzte 100.000 Euro einsparen konnten!“

Materialtest „am Anschlag“

Giovanni D’Addio betreut Loga bereits seit vielen Jahren und kennt die Ansprüche des Unternehmens sehr gut: „In der Loga-Produktion werden unsere Maschinen wirklich gefordert und leistungsmäßig sehr oft ‚am Anschlag‘ gefahren.“ Peter Loga ergänzt zufrieden: „Und dennoch betragen die Reparaturkosten für die Citizen-Maschinen in der Gesamtbilanz nur einen verschwindend geringen Anteil, was für die Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Langdreher spricht!“

Sollte es doch einmal klemmen, dann nicht lange. „Mit einem engmaschigen Netz aus erfahrenen Servicetechnikern sind wir im Fall der Fälle schnell zur Stelle“, unterstreicht Giovanni D’Addio. Was Peter Loga bestätigt: „Wenn der Service tatsächlich mal nötig war, konnte uns immer schnell und kompetent geholfen werden. Bei einem Produktionspensum wie unserem ist das ein wesentlicher Faktor, denn Ausfälle können wir uns wirklich nicht erlauben!“

Kontakt:

www.citizen.de