Minimal = Optimal

Treffpunkt Minimalmengenschmierung

2011
BENZ Technologietag 2013

Rundum informiert über das Thema Minimalmengenschmierung wurden die Fachbesucher des BENZ Technologietages 2013. Von den technologischen Grundlagen über Maschinen- und Werkzeuganforderungen vermittelten hochkarätige Referenten aktuelle Standards und gaben Ausblicke in die Zukunft der Trockenbearbeitung.

„Volles Haus“ herrscht beim BENZ Technologietag 2013. Unter dem Aspekt „Minimal=Optimal. Treffpunkt Minimalmengenschmierung“ informierten sich die Teilnehmer zu den Chancen und Risiken der Trockenbearbeitung. Den Einstieg in die Thematik schuf Dr.-Ing. Klaus Gerschwiler, anerkannter MMS-Experte des Werkzeugmaschinenlabors der RWTH Aachen. „Bei Untersuchungen in den 1990er Jahren haben wir festgestellt, dass die anteiligen Kühlschmierstoffkosten bei der Nasszerspanung zum Teil das Vierfache der Werkzeugkosten betragen. Dies war sozusagen die Geburtsstunde der Trockenbearbeitung“, so Gerschwiler. „Mittlerweile sind die Grundlagen erforscht. Die Funktionen des Kühlschmierstoffes– Kühlen, Schmieren, Späneabfuhr – können substituiert werden.“

Eine der wichtigsten Grundlage zur erfolgreichen Anwendung der Minimalmengenschmierung ist der Einsatz von Aerosolen über Einkanal- bzw. Zweikanalsysteme. „Die bisher aufgeführten technischen Nachteile von Einkanalsystemen konnten insbesondere durch hochwertige Vernebelungssysteme, die einen sehr guten, transportfähigen Mikronebel erzeugen, komplett ausgeräumt werden“, so Ingo Grausam von LUBRIX. „Um fit für Fertigungsprozesse mit MMS zu werden, sollten Anwender jedoch einige Grundlagen beachten. So sollte z.B. die Öl-Konzentration für jedes Werkzeug über die CNC-Steuerung einstellbar sein. Außerdem muss die Komplettbearbeitung eines Bauteils mit einem Schmierstoffverbrauch von 25ml/Std (absolutes Maximum 50ml/Std) realisiert werden.“

Die Minimalmengenschmierung (MMS) als Keimzelle innovativer Werkzeugsysteme zeigte Christoph Zeller, technischer Leiter bei BENZ, auf. „Viel hilft viel“ war früher das Motto bei der Schmierung von Werkzeugsystemen. Mit der Einführung der Minimalmengenschmierung fand ein Paradigmenwechsel statt. Erstmals rückt nicht die Produktivitätssteigerung, sondern die Ressourceneffizienz ins Blickfeld. Somit änderten sich auch die Anforderungen an die eingesetzten Komponenten. Um MMS-Aggregate für Hochleistungszerspanoperationen fit zu machen, setzt man bei BENZ auf schmierungsbedingte Reibungsminderung. Mehr als 50% der eingesetzten Spindeln werden mittlerweile mit zentraler MMS-Schmierung ausgeführt.


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