F&E-Zentrum für Vollhartmetall in Rovereto

Sandvik Coromant verstärkt seine globale Forschung und Entwicklung

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Am 23. April 2013 hat Sandvik Coromant sein vollständig modernisiertes Forschungs- und Entwicklungs-Zentrum für Vollhartmetall-Schaftfräser im italienischen Rovereto eingeweiht. Rovereto ist die erste Coromant F&E-Einrichtung in Italien. Neben den Standorten im britischen Sheffield und im schwedischen Halmstad ist Rovereto der dritte Standort, der als Teil der neuen weltweiten F&E-Zentren für Vollhartmetall ausgebaut wurde.

Die neuen F&E-Zentren verantworten die Erforschung und Entwicklung neuer Vollhartmetallwerkzeuge für die Bohr-, Gewindebohr- und Fräsbearbeitung. Sandvik Coromant hat in die Standorte mehrere Millionen Schwedische Kronen investiert – unter anderem in speziell gebaute Arbeitsumgebungen, Testwerkstätten und hochmoderne Labore. Das F&E-Zentrum in Italien wurde teilweise mit Mitteln der autonomen Region Trient gefördert, die den Wirtschaftszweig Forschung und Entwicklung stark unterstützt.

„Mit unseren Investitionen im Bereich Vollhartmetall in Halmstad, Sheffield und Rovereto unterstützen wir die Entwicklung zu einer globalen F&E und leisten einen wichtigen Beitrag zu unserer weiteren Diversifizierung“, erklärt Göran Berter, Vize-Präsident F&E bei Sandvik Coromant.

Entwicklungsingenieur Gaetano Pittalà zeichnet die Ergebnisse eines dynamischen Frästests auf
Giovanna Malagnino, Göran Berter und Eduardo Martin bei der offiziellen Einweihung des F&E-Zentrums in Italien
Francesco Minutillo, Anwendungsingenieur und Sandro Mauriello, Labortechniker, testen den neuen 3D-Scanner

Neue Anforderungen

Je dynamischer sich die Industrie entwickelt, desto schneller müssen Forschung und Entwicklung sowie die Produktion agieren. Sandvik Coromant hat von Anfang an auf eine Technologieführerschaft durch eine hoch entwickelte F&E gesetzt. Seine globale Aufstellung ermöglicht es dem Unternehmen, bei Projekten eng mit den Kunden zusammenzuarbeiten, um optimierte Produkte, Anwendungen mit hohem Mehrwert und neue Produktivitätsstandards zu entwickeln. Derzeit kooperiert Sandvik Coromant mit mehr als 70 externen Kompetenzzentren, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Entsprechende Forschungsprojekte betreffen beispielsweise:

  • Entwicklung von Legierungen
  • Anwendungsentwicklung
  • Entwicklung von neuen Berechnungs- und Simulationstechniken
  • Werkstoffmodellierung

Unterstützung durch einzigartige Kompetenz

Alle drei F&E-Zentren arbeiten intensiv mit externen Partnern wie Universitäten und Forschungseinrichtungen zusammen. Das Zentrum in Halmstad beispielsweise befindet sich direkt bei der Universität Halmstad, das Zentrum in Sheffield liegt in unmittelbarer Nähe des Advanced Manufacturing Research Center (AMRC), das mit verschiedenen Industrieunternehmen kooperiert – von großen Konzernen aus der Luft- und Raumfahrtindustrie bis hin zu kleinen und mittelständischen Betrieben. Das F&E-Zentrum in Rovereto steht unter anderem im engen Austausch mit der Universität von Trient und dem Polytechnikum in Mailand.

Um die F&E-Kompetenz im Bereich der Vollhartmetallwerkzeuge weiterzuentwickeln, unterstützt Sandvik Coromant die Entwicklungsteams an den drei Standorten mit ergänzendem Know-how.

„Wir richten unsere Konzentration und unseren Ehrgeiz verstärkt auf den Bereich Vollhartmetall. Auf diese Weise können wir enger mit unseren Kunden und Partnern Entwicklungsprojekte vorantreiben und mit den neuesten Zukunftstechnologien verbinden“, resümiert David Goulbourne, F&E-Manager Vollhartmetallwerkzeuge.

Der Standort Rovereto

Mit einer Fläche von insgesamt 800 Quadratmetern ist das modernisierte F&E-Zentrum in Italien doppelt so groß wie sein Vorgänger. Werkstatt und Labor wurden auf den neuesten Stand gebracht, der Maschinenpark um hochmoderne Anlagen sowie 3D-Scan- und Simulations-Technologie der neuesten Generation erweitert.

Das Zentrum befindet sich am gleichen Ort wie eine Produktionsstätte für Vollhartmetall-Schaftfräser, die weltweit vertrieben werden. Die Geschichte des Werks in Rovereto reicht bis ins Jahr 1925 zurück – damals wurden hier Bohrer der Marke Cofler gefertigt.

Kompetenz

Das Team des italienischen F&E-Zentrums besteht aus Ingenieuren und Labortechnikern. Ein Drittel der Beschäftigten sind Frauen – einschließlich der Abteilungsleiterin, Giovanna Malagnino, die auch das Umbauprojekt leitete.

„Sandvik Coromant hat ‚Diversity’ immer gefördert. Das F&E-Zentrum in Rovereto ist dafür ein vorbildliches Beispiel – gerade in Italien. Als ich mein Ingenieursstudium am Polytechnikum in Turin begonnen hatte, waren Studentinnen eine echte Minderheit. Heute bin ich sehr stolz, ein Team aus kompetenten und motivierten Ingenieuren und Technikern zu leiten, das zu einem Drittel aus Frauen besteht“, erklärt Giovanna Malagnino.

Tätigkeitsschwerpunkte ihrer Abteilung sind das Werkzeugdesign, die Testdurchführung sowie die Entwicklung neuer Produkte, Frästechniken und Werkstoffe.

Fakten in Kürze

  • Giovanna Malagnino wurde kürzlich mit dem „Women’s Award 2013 für Leistung und Talent“ der Associazione Lombarda Dirigenti Aziende Industriali (ALDAI) ausgezeichnet. Die Initiative steht unter der Schirmherrschaft der Provinz und der Stadt Mailand und hat sich zum Ziel gesetzt, vorbildliche neue Führungsmodelle zu fördern.
  • Sandvik Coromants F&E basiert auf drei Eckpfeilern: auf der Erforschung neuer Werkstoffe, neuer Bearbeitungsmethoden und neuer Fertigungskonzepte.
  • Die Kompetenzfelder der drei neuen F&E-Zentren: Sheffield – Bohrbearbeitung und Bearbeitung von Verbundwerkstoffen, Rovereto – Schaftfräsen, Halmstad – Gewindeschneiden

Kontakt:

www.sandvik.coromant.com