Walter bringt frischen Wind in die Turbinenschaufelfertigung

Technology Days des Zerspanungsspezialisten mit der Starrag Group

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Bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Maschinenhersteller Starrag AG aus Rorschacherberg hat die Walter AG ihre Kunden über neue Werkzeugkonzepte und Zerspanungslösungen für den Energiesektor informiert. Über 180 Teilnehmer von 80 Kundenunternehmen waren der Einladung des Tübinger Herstellers von Präzisionswerkzeugen zu Starrag ins schweizerische Rorschacherberg gefolgt. Die praxisorientierte Veranstaltung machte deutlich, dass Walter alle Lösungen für alle Turbinenschaufeln aus einer Hand anbietet.

Technology Days bei Walter und Starrag

In einem Training mit zehn Stationen im Werk von Starrag lernten die Kunden das komplette Werkzeugprogramm der Walter AG kennen. Einer der Höhepunkte war die Schruppbearbeitung von Turbinenschaufeln mit kryogener Kühlung. Starrag ist der erste Maschinenhersteller, der eine Anlage installiert hat, in der zwei Kühlmedien getrennt voneinander durch das Werkzeug geführt werden. Statt mit Stickstoff wurde die kryogene Kühlung dabei mit CO2 durchgeführt. Mit diesem neuen Verfahren lässt sich eine Produktivitätssteigerung von 70 Prozent bei der Bearbeitung von rostfreiem Stahl erreichen. Ein weiteres Highlight war die Demonstration einer Hochleistungs-Bearbeitung von Dampfturbinenschaufeln mit Walters neuem BlaxxTM-Eckfräser. Dank des neuen Werkzeugkonzepts mit mehr Zähnen, höherer Schnitttiefe und sieben bis acht Metern Vorschub konnte eine Dampfturbinenschaufel in nur 20 Minuten gefertigt werden. Eine andere wichtige Demonstration zeigte den Einsatz von Vollkeramikfräsern in der Schruppbearbeitung von Turbinenschaufeln aus schwerzerspanbarer Superlegierung. In einer weiteren Station wurde durch eine Parallelbearbeitung von Turbinenschaufelfüßen mit einem Tannenbaumfräser und einem Vollhartmetallfräser deutlich gemacht, dass mit beiden Werkzeugvarianten gleichwertige Oberflächengüten erreicht werden können und Walter als Komplettanbieter die Entscheidung dem Kunden überlässt. Schließlich führte Walter in dem Training auch noch in die Software seines Tochterunternehmens TDM Systems für Werkzeugdatenorganisation sowie in sein Serviceprogramm Walter Multiply ein.

Der praxisorientierte Teil wurde durch einen Vortrag von Professor Peter Jeschke von der RWTH Aachen ergänzt, der als Keynote Speaker über Entwicklungstrends im Bereich der stationären Turbomaschinen und deren Auswirkungen auf die Fertigungstechnologie referierte. Die Teilnahme des Fachbereichs Spanungstechnik der Fachhochschule Zwickau und weiterer Hochschulen wertete die Veranstaltung zusätzlich auf.

Der Anlass für die Durchführung der Veranstaltung war die Bekanntgabe einer neuen Kooperation von Walter und Starrag auf Entwicklungs- und Herstellungsebene mit dem Ziel einer Technologiepartnerschaft. Gemeinsam mit Starrag will Walter insbesondere am Thema Kryogene Kühlung weiterarbeiten und es auf weitere Einsatzfelder übertragen. Im EU-geförderten Forschungsprojekt „Dynamill“, an dem neben Walter und Starrag auch der Energiekonzern Alstom beteiligt ist, beschäftigen sich die Kooperationspartner zudem mit Schwingungen bei Turbinenschaufeln.

Die Technology Days mit ihrem für Walter neuen Konzept, zusammen mit einem Maschinenhersteller neue Zerspanungslösungen zu demonstrieren, sollen den Auftakt zu einer neuen Veranstaltungsreihe bilden. Das große Interesse der Kunden, die für die zweitägige Veranstaltung aus allen Ländern der Welt angereist waren, ist für Walter eine nachdrückliche Bestätigung dafür, dass das Veranstaltungskonzept aufgeht. „Die Energiebranche ist eine Zukunftsbranche und es ist für Walter von hoher Bedeutung, hier vorne dran zu sein“, fasst Mirko Merlo, Präsident der Walter AG, das Event zusammen. „Mit dem Erfolg der Technology Days, der alle unsere Erwartungen übertroffen hat, haben wir bewiesen, dass Walter für den weltweiten Wettbewerb in dieser Branche bestens gerüstet ist.“

Kontakt:

www.walter-tools.com