Kennametal Extrude Hone führt HYDROM ein.

Eine zusätzliche Elektrolyt-Reinigungseinheit um Qualität und Produktivität zu steigern.

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Für Fertigungsunternehmen, die vor komplexen und harten Anforderungen im Bereich Zerspan- oder Nachbearbeitungsvorgänge stehen, ist die elektrochemische Bearbeitung (ECM) ein angesehenes Verfahren, bei dem Material in Mikrometer-Schritten abgetragen werden kann, wodurch Bereiche bearbeitet werden können, die mit anderen Methoden unerreichbar blieben. Um das ECM Verfahren zu unterstützen, hat Kennametal Extrude Hone (Latrobe, Pennsylvania, USA) eine Elektrolyt-Reinigungseinheit, genannt HYDROM, als Ergänzung zu elektrochemischen Maschinen entworfen. Es liefert eine konstante Elektrolyt-Qualität, um einen permanenten Arbeitsspalt zwischen Werkzeug und Werkstück und somit eine bessere Qualität und überlegene Prozess-Stabilität zu gewährleisten.

Elektrochemische Bearbeitung bewirkt Metallabtrag durch das Ablösen von Atomen aus der Oberfläche ohne direkten Kontakt zwischen Werkzeug und Werkstück-Material. Die Menge des entfernten Materials ist proportional zu der Zeit und Intensität eines elektrischen Stromflusses zwischen Werkzeug und Werkstück. Dieser Prozess ist sehr gut kontrollierbar, und mit ihm können Bereiche bearbeitet oder poliert werden, die zuvor durch andere Methoden, einschließlich Hand-Polieren und Entgraten, unerreichbar waren.

Während eine elektrolytische Lösung (Wasser und spezialisierte Salze) über die Werkstückoberfläche fließt, wird ein Gleichstrom zwischen dem Werkzeug und dem Werkstück angelegt. Die Menge des entfernten Materials wird durch die Menge des elektrischen Stroms bestimmt, der zwischen dem negativ geladenen Werkzeug und dem positiv geladenen Werkstück fließt. Das Werkzeug ist normalerweise so ausgelegt, dass es ein Spiegelbild der fertigen Oberfläche des Werkstücks aufweist. Da das Werkzeug, Kathode genannt, das Werkstück nicht berührt, gibt es im Prozess praktisch keinen Werkzeugverschleiß. Typische Arbeitsgänge für Entgraten und Polieren sind auf diese Weise extrem schnell – zwischen 10 und 30 Sekunden für die meisten Anwendungen. Je nach Anforderungen der Produktion und der Größe des Werkstückes können Mehrfachspannvorrichtungen verwendet werden, um eine hohe Produktionsleistung zu erzielen.

Die HYDROM-Reinigungseinheit als Ergänzung macht den Prozess jetzt noch effektiver. HYDROM kombiniert mit einer CFP – Kammerfilterpresse – reduziert die Entsorgungskosten bei Filterkuchen um bis zu 10%. Die CFP-Reinigungszeit kann um das 6-fache reduziert werden, und die Standzeit des Kathodenwerkzeugs wird verlängert. Dementsprechend erhöht sich die Verfügbarkeit der Maschine.

HYDROM kann mit einer neuen ECM-Anlage oder als Ergänzung zu bestehenden Maschinen aller Marken geliefert werden. Bei komplexen Bearbeitungs- und Veredelungsaufgaben wird HYDROM Unternehmen helfen, ihre Wettbewerbsfähigkeit in der unter Kostendruck stehenden verarbeitenden Industrie zu erhöhen und die Qualität und Produktivität zu steigern.

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www.kennametal.com/extrudehone