Hartmetall-Diebstähle reissen nicht ab

Fachverband Werkzeugindustrie mahnt zur Vorsicht.

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Die bereits im vergangenen Jahr begonnene Serie von Einbrüchen bei Herstellern von Hartmetall-(HM)-Werkzeugen, Nachschleifbetrieben und Werkzeuganwendern reißt nicht ab. Dabei werden gezielt HM-Rohlinge, HM-Werkzeuge und HM-Schrott gestohlen. Offenbar sind keine „normalen“ Einbrecher am Werk, sondern Fachleute, die Hartmetall von anderen Werkstoffen unterscheiden können.

Aufgrund seiner wertvollen Bestandteile können mit Hartmetall-Erzeugnissen und -Schrott gute Erlöse erzielt werden. Für die betroffenen Werkzeughersteller und -anwender bedeuten solche Diebstähle nicht nur einen unmittelbaren Verlust. Folgeschäden sind Lieferverzögerungen und Produktionsstillstände, die den materiellen Wert des Diebesgutes noch weit übertreffen.

Der Fachverband Werkzeugindustrie e. V. (FWI) empfiehlt erhöhte Wachsamkeit und die Sicherung der Bestände, beispielsweise mit Alarmanlagen. Zusätzlich sollte der Versicherungsschutz dahingehend zu überprüft werden, ob und in welcher Höhe dieser auch HM-Rohlinge, die sich noch im Eigentum des Materiallieferanten befinden, nachzuschleifende Kundenwerkzeuge sowie mögliche Schadensersatzforderungen des Kunden beim Diebstahl seiner Werkzeuge oder Lieferverzögerungen umfasst. Zudem empfiehlt der FWI, Dienstleistungsunternehmen oder Fremdpersonal zu überprüfen, das sich außerhalb der Arbeitszeiten im Unternehmen aufhält.

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