Kontrolle über den Tiefbohrprozess

Die Tebis Bohrtechnologie mit der automatischen Übertragung aller Informationen aus dem CAD-Modell ins NC-Programm durch Features und NC-Schablonen sorgt dafür, dass keine Fehler durch manuelle Werteeingabe entstehen.

1984

In wenigen einfachen Schritten leitet die Tebis Lösung den Anwender von den Rohdaten bis zu den ersten Spänen auf der Maschine.

Für die Vorbereitung der Konstruktionsdaten stehen zahlreiche Analysefunktionen zur Verfügung. Nach wenigen Mausklicks sind die Bohrungen von der übrigen Geometrie getrennt. Die so erreichte Übersicht erleichtert den Tiefbohrprozess.

Die automatische Verlängerung der Tiefbohrungen bis zur Rohteilkante spart viel Zeit in Konstruktion und Programmierung.
Beim
Tieflochbohren kommt es darauf an, bereits vorhandene Querbohrungen zu
erkennen. Vor allem bei doppelt schrägen Bohrungen ist dies ohne
Analyse-Hilfsmittel keine leichte Aufgabe.
Die
Simulation aller Achsen, Verfahrwege, Werkzeuge und Bohrbuchsen sorgt
für maximale Sicherheit von Menschen, Maschinen und Bauteilen.

Features transportieren die fertigungsrelevanten Informationen der Bohrungen sowie den Verweis auf die zu verwendenden Fertigungsschablonen. Features aus anderen CAD-Systemen übernimmt Tebis aus zahlreichen Formaten über Schnittstellen. Falls keine Features vorhanden sind, findet ein Featurescanner anhand der konstruierten Geometrie alle Bohrungen auf Knopfdruck. Völlig automatisch werden die Bohrungs-Features in Standard- und Tiefbohrbearbeitung unterschieden und getrennt abgelegt.

Durch die Auswahl eines Rohteils und der Bauteilgeometrie werden alle Tiefbohr-Features automatisch bis zum Rand des Rohteils verlängert. Dieser Schritt spart sehr viel Zeit, da die Startpositionen für alle Bohrungen jetzt auf Knopfdruck zur Verfügung stehen. Gleichzeitig können die Features mit Anbohrungen oder Anspiegelungen versehen werden. Wie und in welchem Umfang bestimmt der Anwender. Für die eigentliche Tiefbohrung nicht benötigte Informationen wie Gewinde oder Stufenbohrungen werden herausgenommen. Wichtig an dieser Stelle: Original-Geometrie und das Feature bleiben unverändert.

Um für die Bearbeitung die richtigen Features zusammenfassen zu können, werden mit Sortierfunktionen alle Bohrungen nach den Hauptachsen sortiert. Die Einteilung in verschiedene Bearbeitungsrichtungen oder Aufspannungen wird durch diesen Schritt vereinfacht. Alle Bohrungen, die in einer bestimmten Reihenfolge gemeinsam zu bohren sind, werden zu Gruppen zusammengefasst. Innerhalb der Gruppen ist eine Vielzahl von Sortierungsmöglichkeiten vorgesehen.

Die Gruppen werden miteinander verschnitten. Steht eine 5-achsige Tiefbohrmaschine zur Verfügung, wird eine einzige Gruppe gebildet und damit die Bearbeitungsreihenfolge jetzt festgelegt. Verschneiden und Gruppieren in einer Funktion garantieren den richtigen Fertigungsablauf und es entsteht eine nachvollziehbare Aufspannungsplanung.

Eine der wichtigen Anforderungen beim Tiefbohren ist die Erkennung von Durchdringungen zwischen einzelnen Bohrungen. Denn hier müssen bei der Bearbeitung Vorschub und Drehzahl reduziert werden, um Schäden an Bohrer und Werkstück zu vermeiden. Dies geschieht bei Tebis durch das Verschneiden der Gruppen. Dabei werden automatisch Lückenbereiche in die Tiefbohrungen eingefügt, die bereits gefertigte Bohrungen durchdringen. Diese Bereiche werden mit besonderen Schnitt- und Vorschubwerten versehen, die man vorab individuell definieren kann. Dies sichert hier die optimale Bearbeitung.

Durch die hinterlegten Fertigungsschablonen entstehen die Werkzeugwege mit minimalem Aufwand auf Knopfdruck. Da die Schablonen das gesammelte Fertigungswissen eines Unternehmens enthalten, ist gewährleistet, dass immer die optimale Technologie verwendet wird.

Mit der Tebis Simulatortechnik, die  Tiefbohrmaschinen voll, mit allen Achsen, Verfahrwegen, Werkzeugen und Bohrbuchsen unterstützt, werden sämtliche Maschinen- und Fertigungsbewegungen geprüft. Die NC-Programme werden auf die Maschine gespielt und die Fertigung kann beginnen – bei maximaler Sicherheit für Menschen, Maschinen und Bauteile. Mit dem Tebis Tiefbohrprozess verkürzt sich die Vorbereitungszeit um bis zu 85%.

Da mehr und mehr Tiefbohrmaschinen auch für Anspiegelungen oder andere Fräsaufgaben geeignet sind, bringt die Abbildung des Tiefbohrprozesses im Standard-CAD/CAM-System dem Anwender darüber hinaus den Vorteil einer nahtlosen Durchgängigkeit für alle Fertigungsaufgaben.

Kontakt:

www.tebis.com