Dr. Josef Mayr erhält den Fritz Studer Award 2011

Forschungspreis der Fritz Studer AG auf der AMB überreicht

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Der Forschungspreis richtete sich an Absolventen europäischer Universitäten sowie (Fach-) Hochschulen technischer Fachrichtungen. Alle Absolventen, welche im Rahmen Ihrer Studien- oder Hochschularbeit bzw. Dissertation wissenschaftliche Themen oder angewandte Forschungsschwerpunkte bearbeitet haben und in der Lage sind, fundierte Ergebnisse oder Teilergebnisse aus ihrer Forschungsarbeit vorzuweisen, konnten am Wettbewerb teilnehmen. Die Arbeiten hatten das Ziel, mit möglichst umsetzbaren Gedankenansätzen die Innovationskraft der Maschinenindustrie zu stärken.

Die eingereichten Themen sollten sich einem der folgenden Felder gewidmet haben:

– Innovative Maschinenkonzepte oder Komponenten
– Alternative Werkstoffe im Maschinenbau
– Simulationsmodelle zum dynamischen und thermischen Verhalten von Werkzeugmaschinen
– Steuerungs- und Sensorkonzepte für Werkzeugmaschinen
– Neue oder weiterentwickelte Fertigungstechniken, speziell in der Hartfeinbearbeitung, wie Schleifen, Hartdrehen etc.

Übergabe des Fritz
Studer Award 2011 durch Fred Gaegauf (Geschäftsführer Fritz Studer AG,
rechts) an den Gewinner Herr Dr. Josef Mayr vom ITW der ETH Zürich.

Die eingereichten Arbeiten wurden von einer fachkundigen Jury ausgewertet. Die Jury setzte sich aus den Herren Prof. Dr.-Ing. Konrad Wegener, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigung an der ETH Zürich, Dr. Heinrich Mushardt, Leiter Forschung & Entwicklung der Körber Schleifring GmbH und Dr.-Ing. Frank Fiebelkorn, Leiter Produktentwicklung, Forschung und Technologie der Fritz Studer AG zusammen. Die Entscheidungskriterien zur Bewertung waren beispielsweise die Umsetzbarkeit der Erkenntnisse in der Maschinenindustrie, Neuheit und Idee der Forschungsarbeit, wissenschaftlicher Gehalt, Form sowie die  Richtigkeit der Aussagen und Ergebnisse.

Prämierung auf der AMB in Stuttgart

Mit dem Thema „Beurteilung und Kompensation des Temperaturgangs von Werkzeugmaschinen“ hat Dr. Josef Mayr von der ETH Zürich, dem Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigung (Schweiz), den Fritz Studer Award 2011 und damit eine Geldsumme von CHF 10’000.00 gewonnen.

Die Schwerpunkte der Forschungsarbeiten von Herrn Dr. Mayr bilden die Betrachtung des Temperaturgangs von Werkzeugmaschinen. Herr Dr. Mayr beschäftigte sich mit der Messtechnischen Erfassung, der Beurteilung, der Berechnung und der Kompensation des Temperaturgangs von Werkzeugmaschinen. Von Ihm wurde die Finite Differenzen Element Methode (FDEM), eine Kombination der Finite Differenzen Methode (FDM) und Finite Elemente Methode (FEM), während seiner Dissertation entwickelt. Die Methode erlaubt eine effiziente Berechnung und Auswertung der thermischen Effekte auf Werkzeugmaschinen. Hervorzuheben ist die Möglichkeit der Auswertung der Verlagerungen am Werkzeugbezugspunkt (TCP) mit reduzierten, kleinen Modellen, wodurch sich die FDEM auch zur Berechnung von Kompensationswerten eignet.

Kontakt:

www.studer.com