Signifikantes Wachstum bei Makino

Auftragsvolumen in Europa im Vergleich zum Vorjahr um 58 % gestiegen

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Dr. P. Anders Ingemarsson, President & CEO MAKINO Europe, freut sich über signifikantes Wachstum und gute Perspektiven

Trotz des verheerenden Erdbebens in Japan und eines fallenden Yen-Euro-Wechselkurses verzeichnete der japanische Werkzeugmaschinenbauer Makino hohe Wachstumsraten – nicht zuletzt in Europa. In dem am 31. März 2012 geendeten Finanzjahr stieg der Konzernumsatz auf 1,4 Milliarden US-Dollar (+ 26 %), das Betriebsergebnis auf 73 Millionen US-Dollar (+ 122 %), während die Zahl der Mitarbeiter weltweit die 4.000er Marke überschritt. Bei MAKINO Europe nahmen indes Aufträge und Umsätze um mehr als 50 % zu. Mit einer Reihe neuer Technologien, die nach dem Sommer auf den Markt kommen werden, sind die Geschäftsaussichten äußerst vielversprechend.

Rückblick auf das Finanzjahr

Dr. P. Anders Ingemarsson, President & CEO MAKINO Europe, berichtete auf der Pressekonferenz im schwäbischen Kirchheim unter Teck über das hohe Wachstum der Makino-Gruppe. Im Finanzjahr 2011, das am 31. März 2012 endete, erwirtschaftete Makino einen Konzernumsatz von 1,4 Milliarden US-Dollar weltweit. Dies entspricht einer Wachstumsrate von 26 % im Vergleich zum Vorjahr. Das operative Ergebnis stieg um 122 % auf 73 Millionen US-Dollar bei einem Auftragseingang von 1,6 Milliarden US-Dollar; letzterer stieg um 35 %. Der geschäftliche Aufschwung spiegelte sich auch in der Anzahl der Beschäftigten wider: Makino beschäftigt weltweit inzwischen über 4.000 Mitarbeiter. In Japan, den USA und Europa stiegen die Umsätze am stärksten. Nach langfristigen Investitionen in personelle Ressourcen und Infrastruktur, die wir während der Rezession 2009 getätigt haben, können wir nun auf äußerst zufriedenstellende Erträge blicken", erklärt Dr. Ingemarsson. "Ende 2008 ging Makino mit 3.700 Mitarbeitern in die weltweite Rezession. Die Krise hindurch behielten wir bewusst diesen Personalstand bei. Mittlerweile sind wir sogar auf über 4.000 Mitarbeiter angestiegen. Ein Beispiel für die außergewöhnliche Beständigkeit unserer langfristigen Ausrichtung und Philosophie."

Marktentwicklungen

Ungeachtet der durch das Erdbeben in Japan verursachten Betriebsstörungen erzielte Makino in Asien einen Anstieg des Auftragseingangs von 35 % (auf US-Dollar-Basis). Besonders stark war der Zuwachs in Japan, wo Teilefertiger der Automobil-, Konstruktions- und Maschinenbauindustrie sowie Werkzeug- und Formenbauer den Hauptantrieb ausmachten. Auf dem amerikanischen Kontinent stiegen die Aufträge im Vergleich zum Vorjahr um 28 % (auf US-Dollar-Basis) und stellen damit einen neuen Rekord dar. Hier wurde das Geschäft durch Aufträge aus der US-amerikanischen Automobil- und Luftfahrtindustrie angekurbelt, wobei Aluminium- und Titanbearbeitung im Vordergrund standen.

Bei MAKINO Europe stieg das Auftragsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um 58 % (auf US-Dollar-Basis). Das starke Wachstum in den Bereichen Automobil und Luftfahrt, vor allem in Italien, Schweden, Österreich und Polen ist hier verantwortlich. In Anbetracht der Entwicklung des Euros und der Schuldenkrise in Südeuropa zeigt sich Dr. Ingemarsson zufrieden über das Auftragsvolumen, welches erneut dem Stand von 2007/2008 entspricht.

Produkteinführungen mit großem Potenzial

In den kommenden Monaten wird Makino eine Reihe neuer Technologien mit vielversprechendem Potential auf den Markt bringen. Dank einer verbesserten Maschinendynamik, einer leistungsstarken Spindel (120 kW) und einem modularen Aufbau mit einem X-Achsenverfahrweg von 4 bis 20 Metern eignet sich die neue Generation der großen Horizontalbearbeitungszentren, die A4-A20, optimal zur Fertigung hochqualitativer Aluminium-Strukturbauteile in der Luftfahrtindustrie. Darüber hinaus erreichen diese Maschinen trotz ihrer Größe eine Achsenbeschleunigung von 0,8G.

Ein weiterer Newcomer, die a61nx-5E, wurde speziell für Luftfahrtanwendungen sowie auch für den allgemeinen Maschinenbau konzipiert. Neben einer zusätzlichen fünften Achse für die leistungsstarke a61nx und einem neu eingeführten automatischen Palettenwechsler hat Makino die Zahl der Aufspannvorgänge an der neuen a61nx-5E verringert, um so die Produktivität zu steigern. Durch den serienmäßigen Einsatz eines ECO-Modus werden Stromeinsparungen von bis zu 30 % ermöglicht. Für die Maschine sind zwei Spindeln verfügbar: eine mit 24.000 min-1, 80 kW und einem Zeitspanvolumen von 5.000 cm3/Min. zur Aluminiumzerspanung, die andere mit 14.000 min-1 und 240 Nm ideal für die Titanbearbeitung.

Die neuen Vertikalbearbeitungszentren F8 und F9 gehören zu den wenigen Maschinen auf dem Markt mit einem Y-Verfahrweg von 800 mm und einem maximalen Werkstückgewicht von 2.500 kg. Ihre Genauigkeit zeigt sich darin, dass bei einer Bearbeitung von zwei Flächen mit zwei unterschiedlichen Werkzeugen der gemessene Absatz zwischen den Fräsbahnen bis auf 2 µm minimiert werden kann. Dank der Kombination aus gleichbleibend hoher Genauigkeit und thermischer Stabilität mit hohen Abtragsraten und ausgezeichneter Maschinendynamik eignen sich diese Maschinen optimal für Werkzeug- und Formenbauanwendungen und zur Hochpräzisionsteilefertigung.

Die Drahterodiermaschine U3 ist mit ihrer 0,4 µm/3-Schnitt-Technologie die einzige Maschine auf dem Markt, die eine Oberflächengüte von 0,4 µm Ra in nur drei Schnitten erzielt. Dadurch wird das Schneiden erheblich beschleunigt, die Betriebskosten aufgrund des geringeren Drahtverbrauchs gebremst. Einen zusätzlichen Schub in Sachen Produktivität erhält die U3 durch ihr fehlerfreies, automatisches Drahteinfädeln in Hochgeschwindigkeit sowie durch die einfache Bedienbarkeit und die leichte Wartung. Auch hier sind die Zielmärkte der Werkzeug- und Formenbau sowie die Präzisionsteilefertigung.

Makino führt außerdem die EDBV3 – eine Senkerodiermaschine für das Fertigen von Kühlbohrungen in Schaufeln und Leitblechen von Flugzeugtriebwerken, in den Markt ein. Als Antwort auf die Forderung von Triebwerksherstellern nach einer effizienteren Fertigung von Kühlbohrungen, hat Makino eine Lösung entwickelt, die Bearbeitungszeiten drastisch reduziert und Betriebskosten senkt. Dies gelang durch die Kombination neuer Technologien, wie der Tauchbearbeitung im Wasserbad einerseits und der leichteren Programmierung in der Loch-für-Loch-Technologie andererseits. Die Einsparung an Bearbeitungszeit ist beeindruckend: Die EDBV3 bohrt Löcher sieben Mal schneller als die bisherige Erodiertechnologie. Neben der effizienteren Fertigung von Kühlbohrungen im Luftfahrtbereich ist Makinos EDBV3 auch im medizintechnischen Bereich gewinnbringend einsetzbar.

"Es ist noch vieles mehr in Vorbereitung. Mit diesen überzeugenden und leistungsstarken Weiterentwicklungen in unserem Produktportfolio freue ich mich nach dem Sommer auf eine Reihe interessanter Messen in Brno (IMT), Stuttgart (AMB) und Mailand (BIMU)", schloss Dr. Ingemarsson.

Kontakt:

www.makino.de