Für Schwerzerspanung doppelseitig einsetzbar

Drehwerkzeuge der T-Force Baureihe mit doppelseitiger Schneidplatte für große Werkstücke.

1976

Im Allgemeinen sind Schwerzerspanungswendeschneidplatten für die Drehbearbeitung von großen Werkstücken als reine Schruppplatten mit einseitiger Geometrie konzipiert.

Die Rückseite der Schneidplatten bietet eine vollflächige Auflage, um den hohen Schnittkräften beim Schruppen eine möglichst stabile Anlagefläche entgegenzusetzen. Dieses, für die Stabilität sinnvolle, Konstruktionsprinzip hat aber den Nachteil, dass die Wendeschneidplatten nur die Hälfte der möglichen Schneidkanten besitzen und somit die Kosten pro Schneide recht hoch sind.

Ingersoll hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die unübertroffene Stabilität einer vollflächigen Auflage mit der Wirtschaftlichkeit einer doppelseitigen Verwendung zu kombinieren. Die Lösung ist ebenso einfach wie verblüffend. Die Wendeschneidplatte wurde einseitig mit einer Schruppgeometrie versehen und auf der anderen Seite mit einer Schlichtgeometrie zur Fertigbearbeitung. Idealerweise sollte zuerst die Schlichtgeometrie eingesetzt werden. Bei diesem Einsatz mit relativ geringen Schnittkräften ist es nicht von Nachteil, dass die Schruppgeometrie auf der Anlagenseite keine vollflächige Auflage bietet. Nach Nutzung aller Schlichtschneiden kann die Wendeschneidplatte als Schruppschneide mit vollflächiger Auflage eingesetzt werden.

Die Wendeschneidplatten werden mit der neuen Ingersoll Kniehebelspannung formschlüssig mit einem besonders großen Kniehebel gespannt. Dies garantiert einen einwandfreien Sitz der Wendeschneidplatte auch bei großen Spanquerschnitten und beeinflusst die Standzeit positiv. Die Schneidplatten werden in SNMD Geometrie mit HD und HT Spanformer und 2,4 mm Eckenradius angeboten.

Kontakt:

http://www.ingersoll-imc.de