Präzisionswerkzeug-Hersteller mit 21% Plus

Nach dem Rekordjahr 2011 erwartet der VDMA für 2012 ein Umsatzwachstum von ca. 7%.

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Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA

Im Jahr 2011 haben die deutschen Präzisionswerkzeughersteller mit 10,2 Milliarden Euro einen Umsatzrekord aufgestellt und verzeichneten ein Plus von 21 Prozent gegenüber 2010.

„Die deutschen Präzisionswerkzeug-Hersteller blicken auf ein sehr erfolgreiches Jahr 2011 zurück“, sagte Lothar Horn, Vorsitzender des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA auf der Jahrespressekonferenz in Frankfurt und fügte hinzu: „Für dieses Jahr erwarten wir in Summe nochmal einer spürbaren Produktionssteigerung.“

Die Produktbereiche Zerspanwerkzeuge und Spannzeuge profitierten im vergangenen Jahr besonders von den Produktionssteigerungen in der Automobil- und der Maschinenbauindustrie. Auch die Fertigungs-Mess- und Prüftechnik verzeichnete eine rege Ordertätigkeit, und die Hersteller von Umformwerkzeugen und Formen konnten 2011 erstmals seit der Krise wieder ein Plus bei der Jahresproduktion verbuchen.

Auch bei den Exporten konnte die Branche ein erfreuliches Plus von 20% erzielen. Mit einem Exportanteil von 58% konnte sich China erstmals an die Spitze der Exportstatistik setzen. Auch Exporte in die USA (+17) und die EU (+27) verzeichneten ein deutliches Plus.

Werkzeugimporte nach Deutschland legten ebenfalls um ca. 20 % zu. Die Werkzeughersteller aus der benachbarten Schweiz haben hier die Spitzenposition inne. Auf den weiteren Plätzen folgen Österreich, China und Japan sehr dicht gestaffelt.

Die Preise für Werkzeuge sind im Verhältnis zu den gestiegenen Rohstoffpreisen (ATP) und den Energiekosten unverhältnismäßig gestiegen. Sowohl bei den Rohstoffen als auch bei den Energiekosten besteht weiterhin eine große Unsicherheit, was die Preisentwicklung und Verfügbarkeit betrifft.

Im internationalen Wettbewerb sind die deutschen Präzisonswerkzeughersteller gerade durch deren Innovationen in einer Spitzenposition. Energieeffiziente und produktivitätssteigernde Technologien wurden in jüngster Vergangenheit, wie z.B. zur Bearbeitung von Leichtbauwerkstoffen, von vielen Herstellern entwickelt und mit Erfolg am Markt etabliert.

Bei den Präzisionswerkzeugen werden für 2012 keine riesigen Steigerungsraten erwartet. Der VDMA geht für das laufende Jahr von einem Umsatzwachstum um sieben Prozent aus. Der Vorsitzende Lothar Horn ist jedoch davon überzeugt, dass sich die Ergebnisse in 2012 auf einem hohen Niveau bewegen werden.

 Produktion und Aussenhandel / Präzisionswerkzeuge gesamt

 

FDZT