Ceratizit mit Innovationen auf der EMO

Vorstand Thierry Wolter spricht zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur Global Sourcing Strategie des Hartmetallexperten

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Unter dem Titel „hard material matters“ stellte Vorstand Thierry Wolter auf der EMO die Entwicklungen der letzten Jahre und die aktuelle Situation des Unternehmens vor. „Ceratizit ist bis zum Geschäftsjahr 2007/2008 stetig um 13 bis 15 Prozent gewachsen.“ „Ende 2008 konnten wir in unserem Geschäftsbereich Holz & Gestein die Krise durch die Bauindustrie als erstes spüren, weshalb der Umsatz bereits in dem Geschäftsjahr 2008/2009 zurückging. In der Krise waren wir jedoch nicht untätig. Wir haben mehr als nur die üblichen kurzfristigen Maßnahmen getroffen und neben Investitionen in Innovationen uns auch auf das Wachstum in Asien fokussiert und M&A-Projekte vorbereitet.“

Dadurch hat sich die Gruppe in kürzester Zeit erholt und konnte, als einer der wenigen Hartmetallhersteller, im Vergleich zum Vorkrisen-Geschäftsjahr 2007/2008 den Umsatz bis 2010/2011 um fünf Prozent steigern. „Für das aktuelle Geschäftsjahr 2011/2012 erwarten wir sogar eine Umsatzsteigerung von mehr als 20 Prozent“, so Wolter.

VDMA attestiert Spitzenranking

Die starke Entwicklung war in der Division Zerspanung bereits im vergangenen Jahr erkennbar. In Deutschland, dem größten und wichtigsten Markt von Ceratizit, konnte das Unternehmen sogar eine Steigerung von 66 Prozent erreichen. Damit liegt Ceratizit laut VDMA im Wachstumsranking an erster Stelle.

Umsatzwachstum in Europa und Asien

In Europa stieg der Umsatz von Ceratizit bis zur Krise stetig, während der Umsatz in Amerika seit Jahren konstant ist und der Hartmetallexperte in Asien seit Ende der Wirtschaftskrise ein deutliches Wachstum spürt. Die signifikante Absatzsteigerung in Asien im Geschäftsjahr 2010/11 ist auch auf das Joint Venture mit CB Carbide zu CB-Ceratizit zurückzuführen. Der Trend ist weiterhin sehr positiv. Für das kommende Jahr prognostiziert das Unternehmen eine Umsatzsteigerung in Asien um rund 30 Prozent, da die Vertriebsaktivitäten dort noch verstärkt und weiter ausgebaut werden.

Rohstoffversorgung gesichert

„Um die Verfügbarkeit unserer Produkte stets garantieren zu können, ist es wichtig, dass wir die gesamte Wertschöpfungskette – vom Rohstoff bis hin zum Endprodukt – abdecken,“ beschreibt der Vorstand seine Sourcing-Strategie. Da Ceratizit zu 50 Prozent zur Plansee-Gruppe gehört, ist die Versorgung des Rohstoffes Wolfram durch den Schwesterkonzern GTP gesichert. Denn GTP ist bei Plansee, einem Hersteller pulvermetallurgischer Produkte und Komponenten, für das Sourcing zuständig und hat direkten Zugriff auf Erzminen. Aus Wolfram erzeugt der Werkzeughersteller durch spezielle Prozesse die Pulvermischungen und Hartmetallsorten, die jeweils für die Rohlinge, Halbfertigprodukte oder Fertigprodukte benötigt werden.

Nachhaltig mit eigener Recyclinganlage

Wolter: „Wegen der immer knapper werdenden Rohstoffe ist es uns ein besonderes Anliegen nachhaltig zu agieren, sei es im Bereich der Produktion aber auch in Bezug auf die Produkte.“

Im Jahr 2006 hat die Ceratizit Gruppe an ihrem Standort in Reutte in ein eigenes Recyclinggebäude investiert. Dort wird Hartmetallschrott wieder zu Pulver aufbereitet.

Zusätzlich setzen wir in der Entwicklung neuer Produkte stark auf Nachhaltigkeit“, beschreibt Wolter. „So sparen wir beispielsweise mit dem MaxiMill 273 Rohstoff ein, da der Fräser jetzt, statt über acht über 16 Schneidkanten verfügt. Damit kann der Kunde also doppelt so lange fräsen.“ Zur EMO wurde unter anderem der MaxiMill 271-17 präsentiert. Dank seiner achtschneidigen Wendeschneidplatte kann der Vorteil auch bei diesem System genutzt werden.

Innovation ist die Philosophie

„Innovation ist unsere Philosophie“, erklärt Vorstand Thierry Wolter. „Sämtliche Werkzeug-, Material und Beschichtungsreihen werden von unserer Forschungs- und Entwicklungsabteilung kontinuierlich neu entwickelt und weiter optimiert. Wir entwickeln dabei nicht nur selbst, sondern erarbeiten gemeinsam mit unseren Kunden maßgeschneiderte Produktlösungen.“

Auf der EMO zeigte Ceratizit insgesamt 15 Produktneuheiten. Von neuen Hartmetallsorten und -beschichtungen wie HyperCoat CTPM125 und CTCP115 bis zum Wendeplattenbohrer MaxiDrill 900 5xD mit der höchsten Schnittweite im 5xD Bereich. Von kompletten Fräswerkzeugen wie MaxiMill 271-17 und MaxiMill 252 bis hin zum Leichtgewichtfräsrad für die Bearbeitung von Kurbelwellen hat sich Ceratizit in diesem Jahr ganz dem Thema Innovation verschrieben.

Optimistischer Blick nach vorne

Vorstand Wolter bietet eine vorsichtig optimistische  Zukunftsprognose für sein Unternehmen. „Die globalen Unsicherheiten bleiben wegen der Staatsverschuldungen, Bankenkrisen etc. weiterhin bestehen. Außerdem ist durch die Öffnung des Marktes in die östlichen Gebiete und nach Asien mit einem steigenden Wettbewerb gerade im Bereich der Zerspanung zu rechnen. „Wir denken, planen und agieren breitgefächert und zukunftsorientiert. Das gilt für unsere Produkte ebenso wie für neue Märkte, Regionen, Segmente, Branchen und Kunden. So bauen wir beispielsweise unsere Aktivitäten in Asien weiter aus. Außerdem steigern wir unsere Marktanteile in zukunftsträchtigen Branchen wie erneuerbare Energien und der Öl- und Gasindustrie.“


Kontakt:

www.ceratizit.com