Wer bitte ist Quaser?

Hommel Unverzagt: Horizontal-BAZ der HX-Baureihe sollen das Thema Preis-Leistungsverhältnis neu definieren, langjähriger Quaser-Anwender attestiert sehr hohe Zuverlässigkeit und überzeugende Langzeitpräzision

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Werkzeugmaschinen aus Japan und Korea sind bei deutschen Anwendern akzeptiert und beliebt. Nun zeigen taiwanesische Hersteller, dass ihre Fabriken heute weit mehr sind als verlängerte Werkbänke und kostengünstige Montagestätten. Die 1991 gegründete Quaser Machine Tools Inc. hat nach eigenen Angaben bis dato weltweit über 5.000 Kunden beliefert und will künftig in Europa und vor allem in Deutschland deutlich mehr Anwender begeistern. Freilich: Wer hierzulande kennt Quaser? Doch: Die Voraussetzungen für Wachstum sind da. In Deutschland kümmert sich seit Ende 2008 die renommierte Hommel Unverzagt um professionelle Anwendungsberatung sowie reaktionsschnelle Services. Zudem eröffnete Quaser 2010 in der Schweiz nahe dem Bodensee das europäische Headquarter, ausgestattet mit Showroom, gut sortiertem Ersatzteillager sowie eigenen Produktspezialisten als Backoffice für den Service. Und: Mit zahlreichen neuen Entwicklungen wie etwa den Horizontal-BAZ der HX-Baureihe gibt es technologisch wie preislich sehr überzeugende Argumente…

Wenn es um Technik geht, ist Wolfgang Eder ganz Ingenieur: analytisch, pragmatisch, faktenorientiert. Hinzu kommt jede Menge Erfahrung als Erfinder, Konstrukteur und Unternehmer mit eigener Fertigung und Montage. Die Eder Maschinenbau in Wolfenbüttel fertigt seit 1970 Geräte für die Forst- und Holzbearbeitung. Der Produktkatalog beschreibt Schäl- und Spaltgerät, Baumfräsen und –Hobel, Spillwinden, Wandkonsolen, Förderbänder für die Landwirtschaft sowie Strecker für das Training menschlicher Gelenke. Alles in allem lasten die Eigenprodukte den vorhandenen Maschinenpark aber nur zu 25 % aus. Die restlichen Kapazitäten werden 2-3-schichtig mit Lohnfertigung ausgelastet. Schwerpunkte sind das Bearbeiten von Aluminiumguss sowie allgemeine Dreh-, Fräs- und Bohrarbeiten aller gängigen Materialen. Zudem werden benötigte Vorrichtungen (z.B. auch Abdrückvorrichtungen) im Hause konstruiert, entwickelt, gefertigt und optimiert. Für die Auftragsabwicklung vom Einzelteil bis zur Mittelserie stehen den 46 Mitarbeitern 2 Bohrzentren, 6 Bearbeitungszentren, 4 Drehzentren sowie diverse konventionelle Werkzeugmaschinen zur Verfügung – darunter fünf identische Quaser Horizontal-BAZ mit Wechseltisch vom Typ MK 60 II H. Womit wir beim eigentlichen Thema dieser Geschichte wären und Wolfgang Eders Erfahrungen mit diesen „Exoten“ zu Papier bringen: „Die Bearbeitungszentren von Quaser sind – wie unsere eigenen Produkte – fast unkaputtbar!“ Die älteste Maschine habe in nunmehr über 11 Jahren mehr als 28.000 Betriebsstunden geleistet. Und: Alle Quaser Horizontal-BAZ funktionieren immer noch sehr zuverlässig. Die erzielbaren Bearbeitungsgenauigkeiten seien bei allen Maschinen deutlich besser als die Kundenanforderungen und vor allem zuverlässig reproduzierbar. Eder: „Die Kunden erwarten von uns Qualität und Liefertreue. Beides bekommen sie von uns.“

Trotz des produktiven Powerplay sei der Serviceaufwand bei den Quaser-BAZ minimal. Die Älteste im Quintett habe bei 25.000 Betriebsstunden ihren ersten richtig großen Service gehabt, bei dem dann auch einige Lager und Schalter, Riemen und Abdeckungen ausgetauscht wurden. Betrachtet man zum Vergleich einen PKW der im Schnitt mit 60 km/h gefahren wird, dann entsprechen 25.000 Betriebsstunden einer Fahrleistung von 1.500.000 km. Lassen Sie es wirken!

Ansprechpartner für den Vertrieb von Quaser Maschinen und Original-Ersatzteilen sowie professionelle Servicedienstleistungen, wie vorbeugende Instandhaltung und Reparaturen ist seit Ende 2008 die Hommel Unverzagt in Weinstadt-Endersbach. Für Hans Banzhaf, Produktmager Fräsen sind die Quaser bei Eder Maschinenbau aktuell so etwas wie der beste lebende Beweis für die Qualitäten der Maschinen Made in Taiwan: „In Deutschland stehen jede Menge Maschinen aus der Quaser Produktion. Aber die wurden früher unter einem anderen Namen vertrieben.“ Seitdem Quaser als eigene Marke auftritt wurde das gesamte Maschinenprogramm weiter entwickelt. Neben den vertikalen Bearbeitungszentren mit bis zu 5 Achsen, habe Quaser jüngst sehr viel Entwicklungsarbeit in die horizontalen Bearbeitungszentren gesteckt. Banzhaf: „Wir können seit Jahresbeginn eine komplette Baureihe für den Einsatz von 500er, 630er und 800er Paletten anbieten.“

Die Verfahrwege der Modelle HX 504, HX 635 und HX 805 reichen in X-, Y- und Z-Achse von 760 x 640 x 760 mm³ bis 1.200 x 1.000 x 1.000 mm³. Der Tisch des größten Modells trägt bis zu 1.500 kg; bei den kleineren Modellen sind 500 kg zulässig. Für horizontale BAZ mit integriertem Palettenwechsler gibt es in Deutschland eine große Nachfrage und angesichts der sehr attraktiven Preise für Hommel sicher ein gutes Marktpotential. Allerdings lassen sich solche Maschinen nicht einfach über den Katalog verkaufen. Das sind immer beratungsintensive Projekte. In diesem Sinn sind langjährige Hommel-Kunden wie die Firma Eder für jeden Interessenten eine vertrauensbildende Referenz.“

So habe Ende 2010 ein potentieller HX-Kunde die Firma Eder besucht und nach Besichtigung der extrem „konditionsstarken Langstreckenläufer“ einen 300.000 €-Auftrag unterschrieben. Hans Banzhaf: „Die Maschinen aus der Quaser-Produktion waren immer schon langlebig, langzeitgenau und zuverlässig. Die Erfahrungen aus der Konstruktion und der Montage von einigen Tausend OEM-Maschinen stecken natürlich auch in den neuen Quaser-Modellen.“

Richten wir unseren Blick auf die frischen Modelle der HX-Baureihe. Basis der modern wie ergonomisch designten HBZs ist ein gegossener Maschinen-Grundkörper mit optimalem Schwerpunkt sowie 2 Achsen im Ständer und 2 Achsen im Tisch. Hans Banzhaf: „Das 2+2-Konstruktionsprinzip und die Verwendung qualitativ hochwertiger, erstklassig verarbeiteter und großzügig dimensionierter Linearführungen in allen Achsen ermöglicht eine hohe Stabilität, Dynamik und Steifigkeit.“ Wie es weiter heißt, werden die Vorgaben der ISO 10791 für die geometrische Grundgenauigkeit durch den firmeneigenen Quaser Standard teilweise halbiert. Zum Beispiel seien die Anschraubflächen für die Linearführungen eingeschabt.

Beste Qualität heißt auch die Maxime bei den mechanischen und elektronischen Zukaufkomponenten. Hier setze Quaser vor allem auf namhafte Hersteller aus Deutschland und ordere ausnahmslos hochwertige, mit sehr engen Positions- und Lagetoleranzen gefertigte Bauteile (Güteklasse 2).

Auch beim Werkzeugmagazin erfüllt Quaser große Ansprüche. Die Doppelarmgreifer bedienen sich in der Standardausführung aus Magazinen mit 60 Werkzeugplätzen, wobei das SK40-Modell HX 504 auf bis zu 240 Werkzeuge erweiterbar ist und für die HX 635 und die HX 805 mit ihren SK 50-Aufnahmen auch ein Magazin für bis zu 150 Tools verfügbar ist.

Last but not least bietet der Rundtisch Wahlmöglichkeiten: ihn gibt es wahlweise mit 1°-geteilter Hirthverzahnung oder als vollwertige NC-Achse mit 0,001° Auflösung, wobei hier der Schneckentrieb hohe Haltekräfte verspricht.

Hanz Banzhaf: „Mit der Quaser HX-Baureihe können wir unseren Kunden sehr hochwertige Horizontal-Bearbeitungszentren anbieten. Die Maschinen bieten zu einem sehr attraktiven Preis eine komplette Grundausstattung.“ Hierzu gehören zum Beispiel die innere Kühlmittelzufuhr (20 bar), Späneförderer, ein temperaturgeregeltes Ölkühlsystem für die Hauptspindel, gekühlte Kugelrollspindeln und vieles mehr.

Gesteuert werden die HX-Modelle von einer Fanuc 31i.


Kontakt:

www.hommel-gruppe.de