Hohe Erwartungen an EMO 2011

Aber Rohstoffkostenwelle bereitet große Sorgen

2021

„Die EMO Hannover 2011 ist der wichtigste Termin in diesem Jahr für die Präzisionswerkzeug-Industrie,“ sagte Dr. Wolfgang Sengebusch, Geschäftsführer des Fachverbands Präzisionswerkzeuge im VDMA, am Donnerstag anlässlich des EMO Presseforums in Varel und fügte hinzu: „Der Branche geht es derzeit gut, allerdings ist die Freude über den wirtschaftlichen Aufschwung nicht ungetrübt.“

Die Hersteller von Präzisionswerkzeugen sind nämlich zunehmend wieder mit exorbitant steigenden Rohstoffkosten auf breiter Front konfrontiert. Besonders stark gestiegen sind die Kosten für den Hartmetallrohstoff APT, die sich aufgrund künstlicher Verknappung und starker Nachfrage innerhalb eines Jahres laut Metal Bulletin mehr als verdoppelt haben. Aber auch legierte Stähle und elektrischer Strom – siehe Statistisches Bundesamt – werden zunehmend teurer und belasten die Unternehmen zumindest kurzfristig sehr. „Die Werkzeughersteller entwickeln jedoch aktuell fieberhaft technische Lösungen, um diesem Problem mittelfristig wirksam zu begegnen“, berichtete Sengebusch.

Das Bild der Branche auf der EMO 2011 ist geprägt von neuen Werkzeugentwicklungen zur Bearbeitung von Leichtbauwerkstoffen und zur Verbesserung von Energie- und Rohstoffeffizienz in der Produktion. Sengebusch: „Der Auftragseingang der ersten sechs Monate dieses Jahres belegt, dass die deutschen Werkzeughersteller nahtlos an das erfolgreiche Jahr 2010 anknüpfen konnten. Für das laufende Jahr erwarten wir eine Produktionssteigerung von 17 Prozent und rechnen mit einer sehr lebhaften EMO vom 19. bis 24. September in Hannover.“

Kontakt:

www.emo-hannover.de